Ausland

Arbeiten im Ausland – Für guten Versicherungsschutz sorgen

Unsere Wirtschaft wird immer vernetzter und globaler. Insbesondere in der Bauwirtschaft sind grenzüberschreitende Einsätze keine Seltenheit mehr. Was für viele Unternehmen selbstverständlich ist, kann große Herausforderungen für den Versicherungsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit sich bringen.

Hierbei unterstützen wir Sie. Die Sicherheit und der Schutz Ihrer Beschäftigten liegen uns am Herzen. Deshalb kümmern wir uns auch im Ausland um Ihre Unfallversicherung.

Entsendung erfordert sorgfältige Vorbereitung

Die Entsendung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, also der Einsatz von Beschäftigten inländischer (deutscher) Unternehmen im Ausland, erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Zu klären sind in der Regel auch Fragen nach dem Versicherungsschutz.

Wenn Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland arbeiten, sind sie je nach Einsatzort und Einsatzdauer entweder nach deutschem Recht bei der BG BAU oder nach dem Recht des Einsatzlandes bei dem dort zuständigen Unfallversicherungs- oder Krankenversicherungsträger oder gar nicht unfallversichert. In letzterem Fall können Sie diese Lücke im Unfallversicherungsschutz durch den Abschluss der freiwilligen Auslandsversicherung der BG BAU schließen.

Je nach Entsendung unterschiedlicher Unfallversicherungsschutz

Die folgende Grafik erläutert den Unfallversicherungsschutz je nach Entsendedauer und Entsendeland.

  • Bildquelle: BG BAU
Erläuterungen zur Grafik
  1. Entsendung: In der Sozialversicherung versteht man unter einer Entsendung eine vorübergehende Beschäftigung außerhalb des Staates, in dem die Beschäftigung gewöhnlich ausgeübt wird (Entsendestaat). Dies gilt auch für eine kurze Tätigkeit außerhalb des Entsendestaats, wie zum Beispiel bei einer Geschäftsreise ins Ausland. Wichtige Informationen finden Sie auch unter: www.dvka.de/de/versicherte/faq/faq.html
  2. Vertragsloses Ausland: Als vertragsloses Ausland bezeichnet man alle Staaten außerhalb der Europäischen Union, des Europäischen Währungsraums und der Schweiz, mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. 
  3. EU + EWR + Schweiz: Europäische Union: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich (bis zum Wirksamwerden des am 29.03.2017 beantragten Austritts), Zypern; EWR (europäischer Währungsraum): EU-Staaten und Island, Liechtenstein und Norwegen
  4. Abkommensstaat: Abkommensstaaten sind die Staaten, die mit der Bundesrepublik Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen vereinbart haben. Stand März 2018: Bilaterale Sozialversicherungsabkommen (PDF 172 KB)

Bitte beachten Sie, dass hier „Standard-Fälle“ beschrieben sind. Für viele Bereiche gibt es Ausnahmeregelungen. Zum Beispiel kann unter gewissen Voraussetzungen der deutsche Versicherungsschutz der BG BAU im Ausland verlängert werden. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld der Auslandsreise.

Folgende Links können Ihnen weiterhelfen:

Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland 

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 

Meldepflichten im Ausland beachten

In den verschiedenen Ländern bestehen unterschiedliche Meldepflichten. Bitte beachten Sie diese bei einer Entsendung unbedingt! Beispielsweise müssen entsandte Beschäftigte in Schweden beim schwedischen Amt für Arbeitsschutz registriert werden. Vergleichbare Meldepflichten bestehen unter anderem in Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz und Spanien. Unabhängig davon bestehen in vielen europäischen Staaten Meldepflichten bei den Gewerbe-, Melde- und Ausländerämtern. Nähere Informationen zu konkreten Pflichten bei Entsendung finden Sie unter anderem auf den Webseiten der jeweiligen deutschen Außenhandelskammer und auf den Webseiten der verschiedenen Industrie- und Handelskammern.

Bei Fragen können Sie sich an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort wenden: