Abgase von Benzin- und Dieselmotoren

Gefährdungen

Die Abgase von Verbrennungsmotoren enthalten unter anderem Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2) und Stickoxide (NO und NO2). Bei Dieselmotoren werden zusätzlich Dieselrußpartikel freigesetzt.

Die Gefährdung geht bei Dieselmotoren im Wesentlichen von den krebserzeugenden Dieselrußpartikel sowie den Stickoxiden und bei Benzinmotoren vom CO aus.

Die Expositionen der Beschäftigten gegenüber Motorabgase finden Sie in folgenden Expositionsbeschreibungen:

Expositionen gegenüber Dieselmotoremissionen (DME) von Baumaschinen und Fahrzeugen

Expositionen gegenüber Stickoxiden im konventionellen Tunnelbau

Expositionen beim Einsatz von Stampfern und Rüttelplatten im Freien

Expositionen beim Einsatz von Glättmaschinen

 

Schutzmaßnahmen

Neben Elektro- und Gasantrieb bieten Katalysatoren bei Benzinmotoren und Dieselpartikelfilter bei Dieselmotoren einen wirksamen Schutz für die Bediener der Baumaschinen/Geräte.

Bei Glättarbeiten in Hallen sind gasbetriebene Glättmaschinen oder benzinbetriebene Glättmaschinen mit Katalysator einzusetzen. In Räumen sind nur Elektroglätter erlaubt.

Bei Verdichtungsarbeiten in mehr als schultertiefen Gräben sind akku- und gasbetriebene Stampfer sowie benzinbetriebene Stampfer und Rüttelplatten mit verbesserten Emissionswerten (Empfehlungsliste) einzusetzen.

Dieselbetriebene Baumaschinen dürfen gemäß TRGS 554 in ganz oder teilweise geschlossenen Arbeitsbereichen nur mit einem geprüften Dieselpartikelfilter eingesetzt werden.

Die Branchenlösung Stickoxidminderung im konventionellen Tunnelbau beschreibt ein Schutzmaßnahmenkonzept, wie in diesen Arbeitsbereichen die Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide langfristig eingehalten werden.

 

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