FAQ

Wie kann ich den elektronischen Lohnnachweis übermitteln?
Die Meldung des elektronischen Lohnnachweises kann entweder über Ihr Entgeltabrechnungsprogramm oder über die Ausfüllhilfe sv.net vorgenommen werden. Eine Doppelmeldung ist zu vermeiden.
 

Wann muss die Meldung des elektronischen Lohnnachweises abgegeben werden?
Die Frist für die Abgabe des elektronischen Lohnnachweises für das jeweilige Beitragsjahr endet grundsätzlich am 16. Februar des Folgejahres.
 

Sind der elektronische Lohnnachweis und die UV-Jahresmeldung identisch?
Beim elektronischen Lohnnachweis, dem sogenannten UV-Lohnnacheis, handelt es sich um die Meldung der Berechnungsgrundlagen des Beitrags an die BG BAU. Er ist nicht zu verwechseln mit der UV-Jahresmeldung, die auch 92er-Meldung genannt wird. Die UV-Jahresmeldung für die Betriebsprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung ist weiterhin zusätzlich zum UV-Lohnnachweis an die Einzugsstellen der Krankenkasse zu übermitteln.
 

Warum und wann muss ich einen Stammdatenabruf machen?
Bevor ein elektronischer Lohnnachweis übermittelt werden kann, sind die Stammdaten in einem zertifizierten Entgeltabrechnungsprogramm durch einen sogenannten Stammdatenabruf abzugleichen. Dieser hat einmal jährlich zu erfolgen und stellt sicher, dass nur Meldungen mit dem richtigen Aktenzeichen und korrekten Gefahrtarifstellen übermittelt werden. Grundsätzlich stehen die Daten ab dem 1. November für das Folgejahr im Stammdatendienst zum Abruf bereit.

Wird der elektronische Lohnnachweis mit der Ausfüllhilfe sv.net übermittelt, ist es ratsam den Stammdatenabruf erst kurz vor der Abgabe des elektronischen Lohnnachweises durchzuführen.
 

Welche Daten sind im elektronischen Lohnnachweis zu übermitteln?
Mit dem elektronischen Lohnnachweis werden die Anzahl der Beschäftigten, die Arbeitsentgelte sowie die Arbeitsstunden übermittelt.
 

Ich hatte im Meldejahr keine Beschäftigten. Was muss ich melden?
Sind im Meldejahr keine Beschäftigten im Unternehmen tätig gewesen, ist kein Stammdatenabruf durchzuführen. Der elektronische Lohnnachweis muss nicht abgegeben werden. Sollte bereits ein Stammdatenabruf durchgeführt worden sein, ist dieser zu stornieren. Die BG BAU erwartet sonst eine Entgeltmeldung und leitet ggf. ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Nichteinreichung des elektronischen Lohnnachweises ein.
 

Ich hatte im Meldejahr keine Beschäftigten, aber musste Vorschüsse zahlen. Was muss ich melden?
Falls die BG BAU für das Meldejahr Beitragsvorschüsse erhoben hat, sämtliche Beschäftigte aber zum Ende des Vorjahres ausgeschieden sind, ist nach dem Stammdatenabruf eine Entgeltmeldung mit 0,00 EUR vorzunehmen.

Wenn bei Vorschussberechnungen kein Stammdatenabruf und keine Entgeltmeldung durchgeführt wurden, nimmt die BG BAU eine Schätzung der Arbeitsentgelte vor.
 

Warum müssen die geleisteten Arbeitsstunden gemeldet werden?
Die Arbeitsstunden werden nicht zur Berechnung des Beitrags zur BG BAU herangezogen. Jedoch wirken sich die Angaben auf die Zuweisung des Unternehmens zum jeweiligen arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuungsmodell aus.
 

Was ist bei der Meldung des Arbeitsentgeltes zu beachten?
Grundlage für die Beitragsberechnung ist das Bruttoarbeitsentgelt aller Beschäftigten im Unternehmen.

Dazu zählen z. B. auch Aushilfen, Auszubildende und Teilzeitkräfte.

Eine Beitragsberechnung erfolgt auch für Zeiten, in denen Ihr Unternehmen geschlossen war, soweit die Beschäftigten in dieser Zeit einen Anspruch auf Arbeitsentgelt hatten.

Das Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit oder Zuschüsse vom Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld sind nicht meldepflichtig, soweit diese mit dem Kurzarbeitergeld 80 Prozent des Unterschiedsbetrages von SOLL- und IST-Entgelt nicht übersteigen. Arbeitgeber melden der BG BAU das IST-Entgelt.

Bei einem behördlichen Verbot der Erwerbstätigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz und einem Verdienstausfall der Beschäftigten zahlt der Arbeitgeber für die ersten sechs Wochen 100% des Nettoarbeitsentgelts weiter. Diese Zahlungen des Arbeitgebers sind nicht an die BG BAU zu melden.

Zuschüsse oder Sachbezüge, die als Corona-Prämie in der Zeit vom 01.03.-31.12.2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie zusätzlich zum Arbeitslohn steuerfrei gewährt werden, sind bis zu einem Betrag von 1.500,00 EUR nicht an die BG BAU zu melden.

Der Arbeitsentgeltkatalog der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung enthält eine ausführliche Aufstellung der zu berücksichtigenden Bruttoentgelte.
 

Was ist zu beachten, wenn die Meldung durch eine lohnabrechnende Stelle erfolgt?
Falls der elektronische Lohnnachweis von einer lohnabrechnenden Stelle übermittelt wird, sind die entsprechenden Zugangsdaten (aktuelle Mitgliedsnummer und PIN) an diese weiterzugeben. Die Zugangsdaten sind dem Aufforderungsschreiben zur Abgabe des UV-Lohnnachweises zu entnehmen. Dieses Schreiben versendet die BG BAU im Dezember an die Unternehmen.

Die lohnabrechnende Stelle sollte darüber hinaus informiert werden, falls bereits Stammdatenabrufe vorgenommen oder elektronische Lohnnachweise übermittelt worden sind.
 

Wo kann ich sehen, welche Meldungen bereits vorgenommen wurden?
Im Extranet der BG BAU können die bereits getätigten Stammdatenabrufe sowie die gemeldeten oder stornierten Lohnnachweise jederzeit eingesehen werden. Sind dort noch offene Vorgänge vorhanden, müssen diese abgeschlossen werden.

Zugang zum Extranet erhalten Sie mit einer persönlichen Kennung (Benutzername und Kennwort), die Sie von der BG BAU bereits erhalten haben oder hier anfordern können.
 

Wie kann ich die abgegebene Meldung ändern?
Korrekturen für bereits abgegebene elektronische Lohnnachweise sind ebenfalls auf elektronischem Wege vorzunehmen. Vor der Abgabe des korrigierten Lohnnachweises muss die bisherige Meldung storniert werden. Eine Korrekturmeldung außerhalb des elektronischen Verfahrens ist nicht zulässig.
 

Was kann ich bei Fehlermeldungen im Entgeltabrechnungsprogramm tun?
Bei Fehlermeldungen oder Problemen mit dem Entgeltabrechnungsprogramm hilft der technische Support des jeweiligen Anbieters.

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