2.3 Sonstige Gefahren

Auszug aus Anhang II der REACH-Verordnung:

Es sind Angaben darüber zu machen, ob der Stoff oder das Gemisch die Kriterien für PBT beziehungsweise vPvB gemäß Anhang XIII erfüllt.

Es sind Angaben über sonstige Gefahren zu machen, die keine Einstufung bewirken, aber zu den insgesamt von dem Stoff oder Gemisch ausgehenden Gefahren beitragen können, wie etwa Luftverunreinigungen während der Härtung oder Verarbeitung, Staubigkeit, explosive Eigenschaften, die die Einstufungskriterien in Anhang I Teil 2 Abschnitt 2.1 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 nicht erfüllen, Staubexplosionsgefahr, Kreuzsensibilisierung, Erstickungsgefahr, Erfrierungsgefahr, ausgeprägter Geruch oder Geschmack oder Wirkungen auf die Umwelt wie Gefährdung von Bodenorganismen oder fotochemisches Ozonbildungspotenzial. Im Fall von Staubexplosionsgefahr ist der Hinweis "Kann bei Dispersion ein explosionsgefährliches Staub-Luft-Gemisch bilden" angebracht.
 

Erläuterungen:

Auch Gefährdungen, die nicht zu einer Einstufung führen, sollten beschrieben werden. Dazu gehören z.B. Übelkeit und Erbrechen, die durch das Produkt ausgelöst werden können, Erfrierungsgefahr beim Umgang mit verflüssigten Gasen, phototoxische Eigenschaften, Wirkungen auf die terrestrische Umwelt.

Für die nicht-aquatische Umwelt gibt es bisher nur die Einstufung aufgrund der Gefährdung der Ozonschicht. Für die schädlichen Wirkungen auf Bodenorganismen, Pflanzen, Tiere und Insekten gibt es im alten Recht die R-Sätze R 54 bis R 58, für die aber noch keine definierten Einstufungskriterien festgelegt wurden. In der CLP-Verordnung findet sich nichts Vergleichbares.