Erklärfilm: 9 lebenswichtige Regeln im Hochbau

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Stand: 10/2026
Herausgeber: BG BAU

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In diesem Video werden die neun lebenswichtigen Regeln für mehr Arbeitssicherheit auf Baustellen praxisnah erklärt. Im Mittelpunkt stehen typische Gefährdungen und geeignete Schutzmaßnahmen – von Absturz- und Durchsturzsicherung über sichere Verkehrswege, Gerüste und Leitern bis hin zum richtigen Umgang mit Arbeitsmitteln, Baumaschinen und persönlicher Schutzausrüstung.

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Marc Schuler, Aufsichtsperson bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, geht über eine große Baustelle auf die Kamera zu und sagt: „Wir haben uns auf Baustellen einmal angeschaut, wo die meisten und schwersten Unfälle passieren und natürlich auch, wie man diese vermeiden kann. Und dabei sind die lebenswichtigen Regeln entstanden.“ 

Eine Bauchbinde wird eingeblendet: „Marc Schuler, Aufsichtsperson – BG BAU“. Er sagt weiter: „Ich bin Marc Schuler, Aufsichtsperson bei der BG BAU, und wir schauen uns heute gemeinsam die lebenswichtigen Regeln im Hochbau an. Let's go!“

Ein kurzes Intro im Layout der Bausteine der BG BAU wird eingeblendet mit Musik und Videosequenzen von verschiedenen Situationen auf der Baustelle und dem Titel des Videos: „Lebenswichtige Regeln Hochbau“.

Die Kamera schwenkt vom Boden zum Dach der Baustelle. Marc steht angelehnt an das Gerüstgeländer und sagt: „Absturz und Durchsturz gehören zu den häufigsten tödlichen Arbeitsunfällen in der Bauwirtschaft.“ Der Titel des Kapitels wird eingeblendet: „#1 – Wir sichern Absturzkanten“. Marc sagt: „Die erste lebenswichtige Regel ist: Wir sichern Absturzkanten. Absturzgefahr besteht bereits ab einem Meter Höhe. Spätestens ab zwei Metern muss man immer eine Schutzmaßnahme gegen Absturz treffen. Hier in diesem speziellen Fall hat man sich jetzt für ein Gerüst entschieden, was man so hoch gerüstet hat, dass wir von dieser Geschossdecke nicht herunterfallen können.“ Das Flachdach, auf dem Marc steht, ist umgeben von einem Baugerüst. Er zeigt auf einen mobilen Anschlagpunkt im Hintergrund und sagt: „Hier auf der Baustelle hat man sich neben der Absturzsicherung in Form des Gerüstes noch für PSA gegen Absturz entschieden.“

Marc steht jetzt am Rand einer Baugrube an den Seitenschutz gelehnt. Er sagt: „Eine weitere Möglichkeit, wie ihr Absturzkanten sichern könnt, ist der sogenannte Seitenschutz. Den benötigt ihr nicht nur auf Geschossdecken oder auf Dächern, sondern auch wie hier an einer Baugrube.“ Dabei wird jeweils ein Bild eingeblendet von einem dreiteiligen Seitenschutz auf einer Geschossdecke bzw. auf einem Dach. Der Seitenschutz an der Baugrube, an der er steht, besteht aus zwei Brettern und der Spundwand, die am Boden etwa 30 cm übersteht. Er sagt weiter: „Hier hat man es jetzt so gelöst, dass der Seitenschutz zimmermannsmäßig hergestellt wurde. Er besteht aus einem Geländerholm und einem Mittelholm. Normalerweise gehört hier auch ein Bordbrett mit dazu. Da wurde jetzt hier darauf verzichtet, weil durch den Verbau eine entsprechende Aufkantung geschaffen wurde, wo dann nichts in die Baugrube fallen kann. Deswegen können wir hier auch auf das Bordbrett verzichten.“

Marc steht vor einem Flachdach, das mit Bauzäunen begrenzt ist. Er sagt: „Wie ihr hier hinter mir sehen könnt, wurden hier Bauzäune verwendet. Das ist natürlich keine Absturzsicherung, aber man hat die Möglichkeit, den Gefahrenbereich Absturz in zwei Meter Abstand zum Rand zu kennzeichnen. Und das hat man hier eben mit Bauzäunen gelöst.“ 

Eine kurze Sequenz mit Musik zeigt Marc, wie er über die Baustelle läuft.

Der Titel des Kapitels wird eingeblendet: „#2 –Wir sichern alle Bodenöffnungen und nicht durchbruchsicheren Bauteile.“ Marc sagt den Titel des Kapitels, während er auf einer Betonfläche kniet. Im Hintergrund sieht man Menschen arbeiten. Vor ihm liegt eine Holzplatte auf dem Boden. Er sagt: „Ich knie gerade neben einer Bodenöffnung. Das ist eine relativ kleine Bodenöffnung, aber auch die kleinen Bodenöffnungen sind tragfähig abzudecken und die Abdeckung ist so zu montieren, dass sie sich weder ausheben noch verschieben kann.“ 

Marc zieht an der Abdeckung und zeigt, dass sie fest sitzt. Er sagt weiter: „Hier hat man sie jetzt verschraubt. Das große Problem bei kleinen Bodenöffnungen ist, dass ich dort reintreten kann und relativ leicht umknicke und mir dadurch schwere Brüche zuziehe. Bei großen Bodenöffnungen ist es eher der Fall, dass ich durch diese durchfalle. Deswegen sind sowohl kleine als auch große Bodenöffnungen tragfähig abzudecken. Neben der Abdeckung von solchen Bodenöffnungen habt ihr noch die Möglichkeit, diese zu umwehren. Das gleiche gilt übrigens auch für Lichtplatten oder Oberlichter, die oftmals nicht durchsturzsicher sind.“ Ein Bild ist zu sehen von einer Dachfläche mit Oberlichtern. Marc sagt abschließend: „Die sind ebenfalls gegen Durchsturz zu sichern.“

Eine kurze Sequenz mit Musik zeigt Marc, wie er über die Baustelle läuft und auf ein Gerüst steigt.

Marc steht jetzt vor einem Baugerüst. Der Titel des Kapitels wird eingeblendet: „#3 – Wir nutzen nur sichere Verkehrswege.“ Er sagt: „Regel drei: Wir nutzen nur sichere Verkehrswege. Doch was sind eigentlich Verkehrswege? Verkehrswege nutzen wir auf Baustellen, um von A nach B zu kommen. Im Regelfall wird auf Verkehrswegen nicht gearbeitet. Hier hat man es wunderschön gelöst. Hier haben wir einen Laufsteg, der zu einem Treppenturm führt. Und über den Treppenturm komme ich sowohl in den Keller als auch in die unterschiedlichen Geschossebenen. Und damit haben wir ein schönes Beispiel für einen möglichen Verkehrsweg.“

Ein Textfeld wird eingeblendet: „Rutschfreie Beläge“. Marc steht vor einer Rampe, die mit Trittleisten versehen ist. Er erklärt: „Verkehrswege müssen bei jeder Witterung rutschfrei sein. Ich hatte kürzlich einen Arbeitsunfall, da ist jemand bei einer Schräge ausgerutscht und hat sich den Arm gebrochen. Hier auf der Baustelle hat man es ein wenig besser gelöst. Hier wurden direkt Trittleisten montiert, wodurch ein Ausrutschen kaum noch möglich ist.“ Eine Infotafel wird eingeblendet: „Laufstege bei Bauarbeiten müssen […] Trittleisten haben, wenn sie steiler als 1:5 (etwa 11°) sind.“ (ASR A1.8).

Marc steht auf einem Gerüstbelag aus Metall und sagt: „Auf Gerüsten haben wir die Rutschhemmung durch dieses Riffelblech. Aber achtet bei Verkehrswegen darauf, dass sie frei von Stolperstellen sind.“ Er räumt einige Bretter weg vom Gerüstbelag. Ein Textfeld ist zu sehen: „Stolperstellen vermeiden“.

Er steht jetzt auf der Gerüstleiter und ragt mit dem Oberkörper aus einer Durchstiegsluke. Er führt aus: „Solltet ihr dennoch mal Material auf dem Gerüst lagern, so schaut immer, dass ihr mindestens 20 Zentimeter Durchgangsbreite habt, damit ihr euch auf dem Gerüst vernünftig bewegen könnt.“ Ein Textfeld ist zu sehen: „Durchgangsbreite ≥ 50 cm – Bei Materiallagerung ≥ 20 cm“. 

Marc sagt: „Und eine Bitte noch: Diese Durchstiegsluken sind immer geschlossen zu halten.“ Ein Textfeld sagt: „Durchstiegsluken geschlossen halten“. Marc schließt die Durchstiegsluke. 

Er steht jetzt neben einer Leiter und sagt: „Leitern als Verkehrswege dürft ihr wirklich nur dann benutzen, wenn ihr keine anderen Möglichkeiten habt. Aber hierzu nochmal mehr in Regel fünf.“ Ein Textfeld wird eingeblendet: „Leiteralternativen nutzen“.

Marc steht an einer kurzen Treppe. Links und rechts sind Bewehrungseisen zu sehen, die mit einer Plastikabdeckung geschützt sind. Er erklärt: „Laufen die Verkehrswege mal hier an so einer Anschlussbewehrung vorbei, achtet darauf, dass die Bewehrung hier abgedeckt ist. Denn solltet ihr in dem Bereich mal stolpern, fallt ihr nicht sofort in die Eisen.“ Eine Textgrafik wird eingeblendet: „Bewehrungen abdecken.“

Marc steht vor einem Baugerüst. Der Titel des Kapitels wird eingeblendet: „#4 – Wir benutzen nur sichere und freigegebene Gerüste.“ Neben ihm ist der Gerüstzettel angebracht und er fragt: „Kennt ihr diesen Zettel? Das ist der wichtigste Zettel, bevor ihr solch ein Gerüst nutzt. Was ist unsere Ausgangslage? Das Gerüst wurde von einem Gerüstersteller erstellt und von einer zur Prüfung befähigten Person überprüft.“ Ein Textfeld ist zu sehen: „Gerüstersteller ⭢ Zur Prüfung befähigte Person prüft Gerüst“. 

Er sagt weiter: „Doch bevor ihr als Gerüstnutzende das Gerüst verwendet, muss euer Arbeitgeber sicherstellen, dass vorab eine qualifizierte Person das Gerüst auf augenscheinliche Mängel hin überprüft.“ Ein Textfeld wird gezeigt: „Nutzender Betrieb ⭢ Qualifizierte Person macht Inaugenscheinnahme“. 

Er fährt fort: „Auch für euch als Gerüstnutzende ist es besonders relevant, dass ihr in der Gerüstnutzung unterwiesen seid.“ Ein Textfeld sagt: „Unterweisungen durchführen“. Marc erläutert weiter: „Denn nur wenn ihr unterwiesen seid, könnt ihr sichere Gerüste erkennen und vor allem auch unsichere Gerüste erkennen. Ihr könnt auf bestimmte Mängel hinweisen, die euch bei eurer Arbeit auffallen.“ Ein Textfeld wird eingeblendet: „Mängel melden“. 

Marc zeigt wieder auf den Gerüstzettel und sagt: „Bei dem Zettel handelt es sich um die Gerüstkennzeichnung. Wir sagen dazu auch: Der Plan für den Gebrauch. Hier habt ihr Informationen darüber, ob das Gerüst überhaupt für eure Tätigkeiten geeignet ist.“ Der Plan für den Gebrauch bzw. das Prüfprotokoll wird groß neben Marc gezeigt – das ist auch der Baustein F705. 

Die Bereiche, über die er spricht, werden jeweils gelb markiert. Er sagt: „Darauf könnt ihr dann erkennen, ob es sich um ein Arbeitsgerüst oder ein Schutzgerüst handelt. Die Lastklasse gibt an, wie viel Kilogramm ihr auf dem Gerüst lagern könnt, die Breitenklasse, wie breit das Gerüst als solches ist.“ Ein Infotafel ist zu sehen: „Link zu Prüfprotokoll, Plan für den Gebrauch und Gerüstkennzeichnung in einer Datei in der Caption (Baustein F705).“ 

Marc zieht den Gerüstzettel aus der Plastiktasche. Dahinter kommt ein Schild zum Vorschein, auf dem steht: Gerüst gesperrt. Er fragt: „Und was macht ihr, wenn ihr anstatt dieses Zettels dieses Zeichen seht? Ich denke, das ist selbsterklärend. Jetzt fragt ihr euch bestimmt als Gerüstnutzende: Warum soll ich das Gerüst noch einmal überprüfen, obwohl es bereits durch eine zur Prüfung befähigte Person überprüft wurde? Grundsätzlich ist es auch so, dass Änderungen an dem Gerüst ausnahmslos von dem Gerüstbauer oder der Gerüstbauerin erfolgen dürfen. Aber ihr kennt es in der Praxis ja selber. Gerade während einer Bauphase, wo mehrere Gewerke das Gerüst nutzen, kommt es immer wieder dazu, dass der Seitenschutz demontiert wird, dass Bordbretter ausgebaut werden oder dass Konsolen entfernt werden. Solltet ihr das Gerüst dann nutzen, dann nutzt ihr ein unsicheres Gerüst, wo es potenziell zu einem schweren Arbeitsunfall kommen kann.“

Eine kurze Zwischensequenz zeigt Bilder von der Baustelle mit Musik unterlegt. 

Marc hat eine Leiter in der Hand und sagt: „Allein bei der BG BAU erfassen wir jährlich circa 7.000 Leiterunfälle. Betrachten wir alle Unfallversicherungsträger deutschlandweit, liegen wir sogar bei 20.000. Deswegen hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass man, bevor man solch eine Leiter verwendet, zunächst prüfen muss, ob es nicht eine sichere Alternative gibt. Das macht man in der sogenannten Gefährdungsbeurteilung.“

Der Titel des Kapitels wird eingeblendet: „#5 – Wir nutzen Leitern nur, wenn es keine sichere Alternative gibt. Wir sichern Leitern gegen Wegrutschen und Umkippen.“ Marc liest den Titel und sagt: „Wir haben eine Webseite, wo ihr sichere Alternativen zu einer Leiter nach Tätigkeit und Gewerk suchen könnt.“ Die Adresse ist zu sehen: www.bgbau.de/leitern. 

Er zeigt auf die Hubarbeitsbühne neben sich und sagt: „Eine sichere Alternative wäre zum Beispiel solch eine Hubarbeitsbühne oder ein Ein-Personen-Gerüst. Zur weiteren Unterstützung hat die BG BAU das Fünf-Punkte-Programm gegen Leiterunfälle entwickelt.“ Das Plakat zum Fünf-Punkte-Programm wird neben Marc eingeblendet. Darauf sind die fünf Punkte zu sehen mit Bildern illustriert. Die Punkte werden auch als Text eingeblendet, während Marc spricht. Er zählt auf: „Die fünf Punkte sind: Erstens Leiteralternative prüfen, zweitens die richtige Leiter auswählen, Stufe statt Sprosse, drittens passendes Leiterzubehör verwenden, viertens Beschäftigte unterweisen und fünftens die Leiter prüfen und kontrollieren.“  

Marc steht jetzt an einer Leiter, die als Verkehrsweg dient. Er sagt: „Und sollte keine sichere Alternative zur Verfügung stehen und ihr müsst auf solch eine Leiter zurückgreifen, so guckt, dass ihr passendes Leiterzubehör verwendet, damit die Leiter weder wegrutscht noch umkippt.“ Ein Textfeld wird eingeblendet: „Leiterzubehör sind zum Beispiel: Leiterstopper, Leiterkopfsicherung, Erdspieße, usw.“ Die Kamera zeigt den Fuß der Leiter und Marc sagt: „Hier in dem Fall ist es jetzt so, dass die Leiter bereits eine Fußtraverse hat, man hat aber dennoch hier nochmal einen Leiterstopper verdübelt, damit die Leiter nicht nach hinten wegrutschen kann.“ Die Fußtraverse und der Leiterstopper werden jeweils farbig markiert. Ein Textgrafik ist zu sehen: „Leitern sollten mindestens ein Meter überstehen oder es sollten andere Festhaltemöglichkeiten am Ausstieg zur Verfügung stehen.“ Eine Internetadresse wird eingeblendet: www.bgbau.de/praemien. Er sagt: „Für die Anschaffung von Leiteralternativen oder Leiterzubehör gibt es die Arbeitsschutzprämien bei der BG BAU. Schaut gerne mal rein.“

Eine kurze Zwischensequenz zeigt Marc über die Baustelle laufend mit Musik unterlegt.

Der Titel des folgenden Kapitels wird eingeblendet: „6# – Wir benutzen nur mängelfreie und geeignete Arbeitsmittel und bedienen diese vorschriftsmäßig.“ Marc liest den Titel vor und fährt fort: „Bevor ihr Maschinen beziehungsweise Arbeitsmittel verwendet, benötigt ihr im Vorfeld eine Unterweisung und eine Einweisung.“ Ein Textfeld wird eingeblendet: „Unterweisung ⭢ Sicherheitsregeln“. Marc erklärt: „Bei der Unterweisung geht es primär um die Gefährdungen, die von dem Arbeitsmittel ausgehen und welche Schutzmaßnahmen zu treffen sind.“ Ein weiteres Textfeld lautet: „Einweisung ⭢ Handhabung“. Er führt aus: „Bei der Einweisung geht es eher darum, dass ihr in der Handhabung des Arbeitsmittels eingewiesen werdet. Wenn ihr unterwiesen und eingewiesen seid, dann solltet ihr dazu in der Lage sein, eigenverantwortlich, sicher und vorschriftsmäßig zu arbeiten.“ 

Marc steht neben einer Baustellenkreissäge und sagt: „Hier haben wir das Beispiel der Baustellenkreissäge. Ihr seid jetzt unterwiesen und eingewiesen. Das bedeutet, ihr seid in der Lage, offensichtliche Mängel zu erkennen und damit könnt ihr eine Sichtprüfung durchführen.“ Ein Textfeld wird eingeblendet: „Sichtkontrolle“. Marc zählt einige Punkte auf, die zur Sichtprüfung einer Baustellenkreissäge gehören, und zeigt sie jeweils an der Säge: „Zu einer Sichtprüfung bei einer Baustellenkreissäge gehören zum Beispiel der sichere Stand, ob die Schutzhaube defekt ist, das ordnungsgemäße Sägeblatt mit dem entsprechenden Abstand hier beim Spaltkeil, die Überprüfung der Tischeinlage, dass die sich nicht aushebelt und ob die Anschläge vorhanden sind.“ Eine Infotafel wird eingeblendet: „Weitere wichtige Punkte sind zum Beispiel der Schiebestock, läuft das Sägeblatt weniger als 10 Sekunden nach, Arbeitsplatz frei von Gegenständen, Tischeinlage intakt“. Marc sagt: „Damit ist die Sichtprüfung abgeschlossen. Es ist außerdem noch wichtig, dass die Maschine regelmäßig überprüft wird. Und damit sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ihr sicher mit der Maschine arbeiten könnt.“ Ein Prüfsiegel wird eingeblendet und der Text: „Prüfsiegel beachten“.

Eine kurze Zwischensequenz von einem Bagger mit Musik unterlegt ist zu sehen.

Der nächste Kapiteltitel wird eingeblendet: „#7 – Wir verwenden Maschinen sowie Anlagen vorschriftsmäßig. Wir achten auf Gefahrenbereiche von Maschinen.“ Marc steht vor einem Bagger, liest den Titel und erklärt weiter: „Beim sicheren Umgang mit Erdbaumaschinen müssen wir immer zwei Perspektiven betrachten: Zum einen den Baumaschinenführer oder die Baumaschinenführerin, der oder die eine entsprechende Qualifikation, eine Unterweisung und auch eine entsprechende Einweisung in die Baumaschine haben muss.“ Eine Infotafel ergänzt: „Eine nachvollziehbare Beauftragung durch den Arbeitgeber nach TRBS 1116 ist erforderlich.“ 

Er sagt weiter: „Baumaschinenführende müssen schauen, dass sie keine Bewegung machen, wo Dritte gefährdet werden. Die zweite Perspektive sind alle Personen, die um die Erdbaumaschine herum arbeiten. Denn hier ist es besonders wichtig, dass die Personen nicht in den Gefahrenbereich des Baggers treten. Denn hier lauft ihr immer Gefahr, von dem Erdbaumaschinenführer oder der -führerin nicht gesehen zu werden. Dass ihr zunächst Blickkontakt zum Erdbaumaschinenführer oder -führerin aufnimmt, denn dann haben diese die Möglichkeit, die Baggerschaufel zu senken und können euch noch einmal ein klares Signal dafür geben, dass ihr sicher an der Erdbaumaschine vorbeilaufen könnt.“

Marc steht jetzt an einer anderen Stelle. Hinter ihm sind mehrere Krane zu sehen. Er sagt: „Neben Erdbaumaschinen kommen auf Hochbaustellen vor allem Krane zum Einsatz. Und auch bei Kranen kommt es darauf an, dass der Kranführer oder die Kranführerin qualifiziert, unterwiesen und in der Kranbenutzung eingewiesen ist.“ Wieder ergänzt eine Infotafel: „Eine nachvollziehbare Beauftragung durch den Arbeitgeber nach TRBS 1116 ist erforderlich.“ Er sagt: „Hier in unserem speziellen Fall haben wir jetzt vier Krane, wo sich die Schwenkbereiche überschneiden. Hier ist es besonders wichtig, dass es eine Vorfahrtsregelung gibt, damit sich die einzelnen Krane nicht ins Gehege kommen. Und hier spielt dann auch die baustellenbezogene Einweisung eine Rolle, weil hier jeder einzelne Kranführer und jede Kranführerin übermittelt bekommt, welcher Kran hier Vorfahrt hat.“

Marc steht jetzt direkt neben einem Kran. Der Kran ist mit Bauzäunen umzäunt. Die Kamera schwenkt von oben auf Marc und er sagt: „Gerade hier bei Untendrehern ist es besonders wichtig, dass der Schwenkbereich vernünftig abgegrenzt wird, denn wir hatten schon einige tödliche Unfälle. Hier auf der Baustelle hat man es besonders gut gelöst. Man hat hier einfach einen Bauzaun herum gestellt.“

Eine kurze Zwischensequenz mit Bildern von der Baustelle mit Musik ist zu sehen. 

Die Kamera schwenkt über eine Wandschalung zu Marc, der daneben steht. Der Titel des Kapitels wird eingeblendet: „#8 – Wir sichern Bauteile vor Umstürzen oder Herabfallen. Wir meiden Gefahrenbereiche von schwebenden Lasten.“ Er liest den Titel und führt aus: „Wir haben in der Bauwirtschaft relativ viele tödliche Unfälle durch herabfallende Bauteile oder umkippende Bauteile. Deswegen ist es besonders wichtig, dass die Bauteile in ihrer Lage gesichert werden. Hier haben wir jetzt zum Beispiel eine Wandschalung. Die ist mit sogenannten Richtstützen gesichert. Und hier laufen wir nicht Gefahr, dass die Wandschalung umkippt und uns erschlagen kann.“ 

Marc geht von der Wandschalung ein paar Schritte zu einer kranbaren Gitterbox und sagt: „Neben der Sicherung von solchen Bauteilen, wie hier die Wandschalung, ist es auf Baustellen besonders wichtig, dass solche Lasten hier korrekt angeschlagen werden. Auf Baustellen kommt es häufig dazu, dass die falsch angeschlagen werden und beim Hebevorgang dann herabfallen können.“ Über der Gitterbox ist jetzt ein Kettengehänge und Marc trägt Handschuhe. Er zeigt die korrekte Art das Kettengehänge hier anzuschlagen. Er sagt: „Wenn ihr solche Lasten anschlagt, ist es besonders wichtig, dass ihr den Kranhaken immer von innen nach außen führt. Denn so kann man schön erkennen, dass die Hauptlast hier auf dem verstärkten Teil liegt und sich auch der Kranhaken nicht ausfädeln kann.“

Marc kniet jetzt vor ein paar Bewehrungseisen, die auf einem Hebegurt liegen. Er hat die Enden des Gurts in der Hand und sagt: „Ganz, ganz häufig sehe ich auf Baustellen, dass solche Bewehrungseisen im Hängegang angeschlagen werden. Das ist als solches nicht zulässig, weil die Stäbe dann rausrutschen können.“ Vorne im Bild liegt ein älterer Hebegurt, der verknotet ist. Eine Infotafel erklärt: „Dieser Gurt ist ablegereif. Hebegurte regelmäßig prüfen und ablegereife Gurte sofort entsorgen.“ 

Marc legt den Hebegurt jetzt im Schnürgang um die Bewehrungseisen und sagt: „Hierbei verwenden wir den sogenannten Schnürgang. Das hat den Vorteil, dass sich das quasi um die Bewehrungseisen schnürt und beim Anziehen des Krans diese zusammengedrückt werden. Damit haben wir eine sichere Möglichkeit, wie wir diese Lasten anschlagen können.“ Der Kran hat die Bewehrungseisen im Schnürgang angehoben. Die Hebegurte haben sich fest um die Eisen gebunden. Marc sagt: „Wie ihr jetzt hier seht, hat der Kranführer angezogen, und die Schnüre haben sich um die Bewehrungseisen festgezogen.“ 

Marc steht vor der Kamera, im Hintergrund ist ein Kran zu sehen, der eine Last hebt. Er sagt: „Grundsätzlich ist der Aufenthalt unter schwebenden Lasten verboten. Aber ihr kennt das selber aus der Praxis. Das ist leider nicht immer zu 100 % vermeidbar. Hier haben wir gerade vier Krane, die unabhängig voneinander arbeiten. Aber da seid ihr gefragt. Ihr habt die Möglichkeit, eure Laufwege so zu wählen, dass ihr nicht unter schwebende Lasten treten müsst. Genauso kann der Kranführer oder die Kranführerin darauf achten, dass er oder sie die Lasten nur daher führt, wo gerade keine Personen arbeiten.“ 

Eine kurze Zwischensequenz mit Bildern von einem Kran und gehobener Last ist mit Musik unterlegt.

Marc zeigt jeweils seine PSA und zählt auf: „Der Helm, die Schutzbrille, der Gehörschutz, die Sicherheitsschuhe und vieles mehr, das alles ist persönliche Schutzausrüstung – PSA. Und die PSA sorgt dafür, dass ihr vor bestimmten Gefährdungen auf den Baustellen geschützt seid. Der Titel zum letzten Kapitel wird eingeblendet: „#9 – Wir benutzen immer die erforderliche, geeignete persönliche Schutzausrüstung.“ 

Marc ist wieder bei der Baustellenkreissäge. Er liest den Titel und sagt weiter: „Die Baustellenkreissäge kennt ihr ja bereits. Hier trage ich immer Gehörschutz, eine Schutzbrille – hier in Form des Visiers und Sicherheitsschuhe. Da wir uns hier mitten auf der Baustelle befinden, habe ich auch einen Helm auf. Was ich an einer Baustellenkreissäge auf gar keinen Fall tragen darf, sind Handschuhe. Denn hier laufe ich immer Gefahr, dass die Handschuhe durch das rotierende Sägeblatt eingezogen werden und damit meine ganze Hand. Wie kriegt ihr jetzt raus, welche PSA zu tragen ist? Hier hilft immer ein Blick in die Gefährdungsbeurteilung oder in die Betriebsanleitung der Maschinenhersteller. Darüber hinaus ist es so, dass PSA immer von eurem Arbeitgeber gestellt werden muss.“

Wir sehen eine Drohnenaufnahme der Baustelle mit Musik untermalt. 

Marc geht auf die Kamera zu und sagt weiterhin mit Musik unterlegt: „Das waren die lebenswichtigen Regeln im Hochbau. Wie ihr seht, hatten wir etwas wechselhaftes Wetter. Aber die BG BAU steht stabil an eurer Seite. Wollt ihr weitere Informationen zum Arbeitsschutz haben? Schaut gerne auf unserer Homepage nach oder unten in die Caption. Bleibt gesund!“

Das Video endet auf dem Logo der BG BAU.