Leuchtbakterientest

Definition:

Der Leuchtbakterientest ist ein Test zur Untersuchung der akuten Toxizität von Abwässern und wässrigen Lösungen. Hierbei wird die Hemmung der Biolumineszenz (Leuchten) von bestimmten marinen Bakterien durch Schadstoffe untersucht.

Der Leuchtbakterientest ist wichtig für den Verwender von Sicherheitsdatenblättern, da dieser Test für die Einleitung von Abwässern in Gewässer gemäß Abfallverordnung für einige Industriezweige verlangt wird.

Messverfahren:

Die zu messende Substanz wird zu der wässrigen Lösung, die die Bakterien der Gattungen Vibrio fischeri enthält, zugegeben und nach 30 min photometrisch die Abschwächung der Leuchtintensität gegenüber der Leuchtintensität ohne zu messende Substanz gemessen.

Zur Durchführung der Prüfung sollten physikalisch-chemische Eigenschaften der Prüfsubstanz wie z.B. Wasserlöslichkeit, Dampfdruck, Reinheit der Prüfsubstanz bekannt sein. Gefärbte Substanzen können den Test stören.

Geeignete Prüfmethoden:

Das Messverfahren zur Durchführung des Leuchtbakterientests ist in der DIN EN ISO 11348 beschrieben. Es ist zu beachten, dass einige Regelwerke wie z.B. die Abwasserverordnung, Verwaltungsvorschriften der Länder Maßgaben zur Durchführung dieses Tests vorgeben.

Angabe im Sicherheitsdatenblatt:

Das Testergebnis wird entweder als GL-Wert (Giftigkeit im Leuchtbakterientest) oder als EC50-Wert (50% Hemmung der Biolumineszenz) mit der Prüfmethode angegeben.

Aussage:

Der Leuchtbakterientest ist gemäß Abwasserverordnung (AbwV) z.B. für die Abwässer der chemischen Industrie vorgeschrieben.

Zur Bestimmung der Wassergefährdungsklasse (WGK) einer Substanz müssen die Ergebnisse aus verschiedenen Tests herangezogen werden. Dazu gehört auch der Leuchtbakterientest.

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