Häufige Fragen zum Coronavirus (FAQ)

Schutz vor Coronavirus

Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Weitere Symptome können sein: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

Stand: Oktober 2020

  • Meiden Sie Personenansammlungen und halten Sie zu anderen Personen mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand.
  • Niesen und husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch, das Sie sofort entsorgen (Husten- und Niesetikette).
  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Flüssigseife unter fließendem Wasser. Trocknen Sie die Hände anschließend gründlich ab. Verwenden Sie bei Gemeinschafts-Waschgelegenheiten Einweg-Handtücher.
  • Fassen Sie sich nach Möglichkeit nicht ins Gesicht, vermeiden Sie die Berührung der Schleimhäute im Bereich von Augen, Mund und Nase.
  • Nutzen Sie für den Weg zur Arbeit möglichst individuelle Verkehrsmittel, wie z. B. den PKW oder, wo das möglich ist, das Fahrrad. Bei Fahrgemeinschaften halten Sie bitte den Mindestabstand ein (nicht nebeneinander sitzen, sondern versetzt [Schachbrett]).
  • Lüften Sie regelmäßig.
  • Wenn Sie den 1,5 Meter Abstand nicht einhalten können, tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.

Hier finden Sie ein Poster mit den 5 lebenswichtigen Regeln.

Für Personen mit Vorerkrankungen der Atemwege und Personen mit geschwächtem Immunsystem ist zudem nach Absprache mit dem Arzt gegebenenfalls eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll.

Stand: Oktober 2020

Derzeit gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken. Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortesten neutralisieren können. Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt. Für weitere Erkenntnisse sind Studien über einen längeren Zeitraum notwendig.

Quelle: Robert Koch Institut

Stand: Oktober 2020

In der allgemeinen Bevölkerung sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen eine gute Händehygiene, das Einhalten von Husten- und Niesregeln sowie das Abstandhalten (mindestens 1,5  Meter).

Durch Mund-Nase-Schutz wird das Risiko verringert, andere anzustecken, weil sie die Geschwindigkeit der Tröpfchen, die durch Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, reduzieren können. Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer anderen Form der Barriere dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum als einen weiteren Baustein, um den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren und somit Risikogruppen zu schützen.

Die BG BAU zeigt in ihrer Entscheidungshilfe für Betriebe der Bauwirtschaft die unterschiedlichen Arten von Mund-Nasen-Bedeckungen auf.

Zur Maskenpflicht beachten Sie bitte die einzelnen Regelungen der Bundesländer.

Quelle: Robert Koch Institut

Stand: März 2021

Mund-Nasen-Schutz ist keine Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) bzw. kein Atemschutzgerät im Sinne der Regelungen im Arbeitsschutzrecht. Damit gelten für Mund-Nasen-Schutz nicht die besonderen Anforderungen (z. B. Anhörung vor Verwendung, Tragzeitbegrenzungen, Pausenregelungen, Angebots/Pflichtvorsorgen), die sich aus den speziellen Regelungen des Arbeitsschutzes (u. a. PSA-Benutzungsverordnung, Gefahrstoffverordnung, BGV A 1 "Grundsätze der Prävention") ergeben.

Stand: Oktober 2020

Die BG BAU stellt auf Ihrer Website eine Entscheidungshilfe für Betriebe zur Verfügung, um bei der Bewertung einzelner Maskentypen zu unterstützen.

Hinweise zum Thema Atemschutz und Mund-Nasen-Schutz  sind ebenfalls online verfügbar.

 

Stand: Dezember 2020

In der Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, finden Sie die wichtigsten Hinweise zur Auswahl und zum Betrieb von mobilen Luftreinigern.

Stand: Mai 2021

Basis des Schutzes ist das regelmäßige Händewaschen mit Seife.
Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich begrenzt viruzid (wirksam gegen behüllte Viren), begrenzt viruzid PLUS oder viruzid anzuwenden. Eine Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren steht zum Download bereit.

Quelle: DGUV

Stand: Oktober 2020

Eine direkte Schutzwirkung gibt es nicht, da die Infektion nicht über die Haut erfolgt, sondern über die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen. Einen indirekten Schutz bieten Handschuhe nur dann, wenn sie den unbewussten Griff mit der Hand ins Gesicht vermindern. Dies ist in der Verkehrswirtschaft fraglich, da die Handschuhe typischerweise je nach Tätigkeit an und wieder ausgezogen werden. Um eine Schutzwirkung zu erzielen, müsste man nach jedem Ausziehen der Handschuhe die Hände waschen. Arbeitshandschuhe sollten also nur getragen werden, wo es die jeweilige Tätigkeit ohnehin erfordert. Ausnahme: Bei der Reinigung kontaminierter Oberflächen sollten Einmalhandschuhe getragen werden, die nach der Nutzung zu entsorgen sind.

Quelle: BG Verkehr

Stand: Dezember 2020

Bei begründetem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion oder auch Influenzavirus-Infektion, etwa bei Kontakt zu Personen mit bekannter Infektion und entsprechenden Symptomen, sollten sich die Betroffenen frühzeitig krank melden und zu Hause bleiben. Wenn sie ärztliche Hilfe benötigen oder die Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden muss, sollten sie auf jeden Fall einen Arzt kontaktieren. Um die Arztpraxen nicht zu überlasten, sollte die erste Kontaktaufnahme telefonisch erfolgen. Bei Unsicherheit sollten sie freigestellt werden, um einer weiteren Verbreitung im Betrieb entgegen zu wirken.

Hier noch ein Hinweis, der bei jedem Infekt gilt, insbesondere im Hinblick auf die derzeitige Grippewelle: Wer krank ist, soll sich nicht „heldenhaft" an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. So lässt sich verhindern, dass die Kolleginnen und Kollegen infiziert werden, dann ebenfalls erkranken, ausfallen und selbst zum Ansteckungsrisiko werden. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Quelle: BGHW

Stand: Dezember 2020

Um eine SARS-CoV-2-Infektion nicht im Betrieb zu verbreiten, sollten Beschäftigte, die Krankheitssymptome (Fieber, akute Atemwegssymptome, Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn) aufweisen, den Arbeitsplatz verlassen bzw. zu Hause bleiben, bis der Verdacht ärztlicherseits aufgeklärt ist. Bei Unsicherheiten können Sie sich zunächst bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt hinsichtlich der Einschätzung des individuellen Risikos, insbesondere aber auch bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes, informieren und beraten lassen. Der Arzt bzw. die Praxis sollten zunächst telefonisch kontaktiert werden, um entsprechende Maßnahmen vorzunehmen, damit weitere mögliche Ansteckungen in der Praxis vermieden werden.

Bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion wird der Arzt/die Ärztin eine diagnostische Abklärung und eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt vornehmen.

Bei Erkrankung oder Verdacht auf eine Erkrankung der Angehörigen darf der Mitarbeiter nicht nach eigenem Ermessen dem Arbeitsplatz fernbleiben. Die Entscheidung über das Fernbleiben sollte gemeinsam mit dem Arzt / Gesundheitsamt / Arbeitgeber getroffen werden.

Bei erkrankten Kindern ist ein Anspruch der Eltern auf Freistellung möglich, sofern vom Arzt die notwendige Betreuung bescheinigt wurde.

Quelle: DGUV

Stand: November 2020

Corona-Tests können durch den AMD der BG BAU GmbH durchgeführt werden. Wenden Sie sich hierfür an ein AMD-Zentrum in Ihrer Nähe.

Stand: März 2021

Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem Coronavirus infiziert haben. Auch für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege. Allerdings können Schmierinfektionen über Oberflächen nicht ausgeschlossen werden, die zuvor mit Viren kontaminiert wurden.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Stand: Oktober 2020

Nach dem Arbeitsschutzgesetz sind Unternehmerinnen und Unternehmer verpflichtet, die Gefährdungen für ihre Beschäftigten am Arbeitsplatz zu ermitteln. Die Risiken durch das Coronavirus erfordern es, Anpassungen bzw. Ergänzungen notwendiger Schutzmaßnahmen schnellstmöglich durchzuführen.
 
In der BG BAU SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe und der Kurz-Handlungshilfe zur Erstellung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung für Beschäftigte im Außendienst in Bezug auf biologische Gefährdungen durch das Coronavirus werden die wesentlichen umzusetzenden Maßnahmen benannt.

Stand: Oktober 2020

Regelungen und Vorschriften

Auf Baustellen sind in einer entsprechenden Anzahl Sanitärräume zur Verfügung zu stellen. Die Zahl richtet sich nach der Anzahl der Beschäftigten auf der Baustelle. Dies schließt auch Waschgelegenheiten mit fließendem Wasser mit ein. Entscheidend zur Unterbrechung der Infektionskette ist zudem auch auf Baustellen Abstand zu halten.
 
Die BG BAU hat hierfür einen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe, eine Kurz-Handlungshilfe zur Einhaltung räumlicher und hygienischer Anforderungen auf Baustellen sowie eine Übersicht zu sanitären und baulichen Anforderungen erstellt.

Stand: Oktober 2020

In der BG BAU Handlungshilfe sind alle wesentlichen Maßnahmen für das Reinigungsgewerbe zusammengefasst.

Stand: Oktober 2020

Für bestimmte Wirtschaftszweige hat der Gesetzgeber gesonderte Regelungen zum Kontaktverbot erlassen, unter anderem bei Friseursalons, der Gastronomie oder beim Sport. Bisher wird das Baugewerbe in den Regelungen der Länder und Kommunen nicht genannt, sodass es hier keine Schließungen gibt.

Im BG BAU SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe sind alle wesentlichen Maßnahmen für das Baugewerbe zusammengefasst.

Die Tarifvertragsparteien haben am 27.03.2020 hierzu einen gemeinsamen Aufruf an alle Beteiligten veröffentlicht.

Stand: Oktober 2020

Aus Sicht der BG BAU dürfen private Bauhelferinnen und Bauhelfer weiterarbeiten. Hierzu müssen allerdings die jeweiligen Regelungen der einzelnen Bundesländer, Landkreise und Kommunen beachtet werden. Im Zweifel sollten Sie sich daher immer bei den örtlichen Behörden informieren.

Eine Übersicht zu den Regeln der Bundesländer können Sie hier finden:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

Die im aktuell geltenden BG BAU SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe benannten Schutzmaßnahmen müssen auch für die bei der BG BAU versicherten Bauhelferinnen und Bauhelfer umgesetzt werden.

Stand: Mai 2021

Die Infizierung mit Covid-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) kann bei Versicherten der BG BAU eine Berufskrankheit Nr. 3101 oder einen Arbeitsunfall darstellen.
 
Eine Anerkennung als Berufskrankheit 3101 ("Infektionskrankheiten…") kann zum Beispiel bei Handwerkern, Reinigungskräften oder auch Ärztinnen und Ärzten des Arbeitsmedizinischen Dienstes (AMD) der BG BAU GmbH, die in einem Krankenhaus arbeiten bzw. aushelfen und sich infolgedessen die Viruserkrankung nachweislich (Vollbeweis) zuziehen, wegen des erhöhten beruflichen Risikos erfolgen.
 
Nach der geänderten Auffassung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Unfallversicherungsträger (DGUV e.V.) kommt es bei der Prüfung eines Arbeitsunfalls dabei nicht länger darauf an, dass die arbeitsbedingte Infektionsgefahr das Ausmaß der Gefährdung, dem die Bevölkerung allgemein ausgesetzt ist, deutlich übersteigt.
Weitere Informationen unter: https://www.dguv.de/de/mediencenter/hintergrund/corona_arbeitsunfall/index.jsp

Stand: Mai 2021

Eine Vorstellung bei einem Durchgangsarzt bei einem Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung hat nicht zu erfolgen. Nach den Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen sich Menschen, die eine Infektion vermuten, an das zuständige Gesundheitsamt wenden, das dann die weitere Koordination übernimmt.

Stand: Oktober 2020

Die Feststellung einer möglichen SARS-CoV-2-Infektion mit Hilfe des PCR Tests und die damit verbundenen Kosten werden grundsätzlich von der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in den zugelassenen Fallkonstellationen übernommen. Nur wenn versicherte Personen im Rahmen ihrer versicherten Tätigkeit direkten Kontakt mit einer Person hatten, die nachgewiesen mit SARS-CoV-2 infiziert ist oder war, werden die Kosten von der BG BAU übernommen.

Stand: Oktober 2020

Unternehmen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in Schieflage geraten sind und das Angebot der BG BAU zur Stundung von Beiträgen nutzen möchten, können dies nun online erledigen und dazu ein digitales Formular ausfüllen und absenden. Dies gilt ebenso für die Möglichkeit, bei Bedarf Arbeitsentgelte anzupassen oder sich Guthaben auszahlen zu lassen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stand: Mai 2021

Corona-Tests haben das Ziel, eine Erkrankung mit dem Corona-Virus festzustellen oder auszuschließen. Sie dienen dem Eigenschutz sowie dem Schutz Dritter. In erster Linie sind sie damit privater Natur und nicht durch die Gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt.

Versicherungsschutz für Corona-Tests sowie den Hin- und Rückweg zum Testen besteht allerdings in folgenden Fällen:

  • Der Corona-Test findet auf Veranlassung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers statt.
  • Die Fortführung der versicherten Arbeitstätigkeit ist ohne Corona-Test nicht möglich.

Stand: Mai 2021

 

Grundsätzlich dienen Impfungen dazu, die Gesundheit der geimpften Person aufrechtzuerhalten. Sie sind damit Privatsache und nicht durch die Gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt.

Versicherungsschutz während der Impfung sowie für den Hin- und Rückweg zum Impfen besteht allerdings in folgenden Fällen:

  • Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber bietet Impfungen an oder organisiert diese für die Beschäftigten – egal, ob sie im Betrieb oder außerhalb stattfinden.
  • Es gibt am Arbeitsplatz ein erheblich gesteigertes Infektionsrisiko für Beschäftigte oder deren Kontaktpersonen, was etwa aus Arbeitsschutzvorschriften oder Gefährdungsbeurteilungen hervorgeht.
  • Corona-Impfungen sind auch versichert, wenn sie im Zuge der arbeitsmedizinischen Vorsorge stattfinden. In diesen Fällen sind auch über die übliche Impfreaktion hinausgehende Erkrankungen durch die Auswirkungen des Impfstoffes von der Gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Stand: Mai 2021

 

Ansprechpersonen für weiterführende Fragen

Sämtliche Anfragen werden telefonisch oder per E-Mail beantwortet. Um auf Schreiben der BG BAU zu antworten, können Sie unser Antwortportal nutzen, um Schriftverkehr auf dem Postweg zu vermeiden.

Bei allgemeinen Fragen können Sie sich von 9.00 bis 17.00 Uhr an unsere Servicehotline 0800 3799100 wenden, ebenso steht Ihnen zum Thema Arbeitsschutz unsere Präventionshotline 0800 8020100 zur Verfügung. Die Kapazitäten werden entsprechend ausgeweitet. Falls Sie auf Ihrer Baustelle grobe Verstöße feststellen, wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechperson der Prävention, damit den Hinweisen nachgegangen werden kann. Sie können uns auch gerne Fragen über unsere Sozialen Medien schicken.

Auch in der aktuellen Lage unterstützt der AMD der BG BAU GmbH weiterhin Unternehmen und ihre Beschäftigten bei der Durchführung verschiedener Untersuchungen. So werden notwendige Pflichtvorsorgen und Eignungen durchgeführt, um eine Tätigkeit z. B. im Bereich des Gesundheitswesens ausüben zu können. Dies gilt insbesondere für Reinigungskräfte im Krankenhaus. Auch werden notwendige Vorsorgen und Eignungen sowie Pflichtvorsorgen durchgeführt, durch die Unternehmen einen Auftrag bekommen oder behalten können oder, um eine Baustellenschließung abzuwenden. Auch telemedizinische Vorsorgen können gegebenenfalls durchgeführt werden. Die Arbeitsmediziner des AMD sind auch individuell erreichbar, die Mobilfunknummern sind hier veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie in dieser Meldung.

Stand: Dezember 2020

Die Kolleginnen und Kollegen des AMD der BG BAU GmbH unterstützen die Mitgliedsunternehmen aktuell in Fragen zum Thema "Coronavirus". Versicherte und Unternehmen werden zu gesundheitlichen Fragestellungen beraten, Sorgen und Ängste aufgegriffen und Maßnahmen im Unternehmen besprochen. Sie unterstützen bei Fragen in Kleinbetrieben und sind aktiv an Krisenstäben in Großunternehmen per Telefon oder Skype zugeschaltet. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt unterstützen die Ärztinnen und Ärzte des AMD vereinzelt das Gesundheitsamt bei "Corona-Testungen".
Neben der Hotline für Patientenberatung (0800 011 77 22) hat der AMD hier eine Übersicht der dienstlichen Mobilnummern seiner Ärztinnen und Ärzte veröffentlicht.

Stand: Mai 2021

Auch auf Baustellen müssen die bekannten Regelungen, wie zum Beispiel Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), eine gute Händehygiene, eingehalten werden. Unternehmerinnen und Unternehmer haben für die Beschäftigten geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Grundsätzlich sind die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für die Bereitstellung der Sanitärräume zuständig.

Falls Sie auf Ihrer Baustelle grobe Verstöße feststellen, empfiehlt es sich zunächst das Gespräch mit dem Vorgesetzten, der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder den Sicherheitsbeauftragten aufzusuchen. Falls Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechperson der Prävention, damit den Hinweisen nachgegangen werden kann.

Die BG BAU hat hierfür eine Kurz-Handlungshilfe zur Einhaltung räumlicher und hygienischer Anforderungen auf Baustellen erstellt sowie eine Übersicht zu sanitären und baulichen Anforderungen erstellt.

Stand: Dezember 2020

Um die Erkrankung nicht im Betrieb zu verbreiten, sollten Beschäftigte, die Krankheitssymptome (laut RKI: Fieber, Husten, Schnupfen, Halskratzen und evtl. Durchfall) aufweisen, auf jeden Fall zu Hause bleiben und gegebenenfalls eine Arztpraxis aufsuchen. Bei Unsicherheiten können Sie sich zunächst bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt, hinsichtlich der Einschätzung des individuellen Risikos, insbesondere aber auch bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes, informieren und beraten lassen. Die Arztpraxis sollte zunächst telefonisch kontaktiert werden, um entsprechende Maßnahmen vorzunehmen, damit weitere mögliche Ansteckungen in der Praxis vermieden werden.

Sollten nahestehende Verwandte oder Bekannte, aber auch Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen mit Covid-19 infiziert sein, sollten Sie sich an die Empfehlungen des RKI (Kontakt zu wahrscheinlichen oder bestätigten Covid-19-Fällen) halten.

Bei Erkrankung oder Verdacht einer Erkrankung der Angehörigen darf die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter nicht automatisch zu Hause bleiben. Die Entscheidung, zu Hause zu bleiben, sollte gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt, dem Gesundheitsamt sowie der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber getroffen werden.

Quelle: DGUV

Stand: November 2020

Betriebliche Pandemieplanung

Kommunikation ist das A und O
Um Falschinformationen zu unterbinden, ist es wichtig, klar und ohne Panikmache zu kommunizieren. Deutliche Anweisungen von Seiten der Führungskraft und des Betriebs sorgen für Handlungssicherheit.

  • Kommunikation sollte zentral laufen und Informationen nicht von Ebene zu Ebene weitergereicht werden. 
  • Interne Ansprechpersonen (und Vertretungen), die Entscheidungen treffen können, sollten benannt werden. Alle im Betrieb sollten wissen, wer diese Personen sind. In größeren Betrieben kann es sinnvoll sein, einen Krisenstab zu bilden.
  • Es sollte festgelegt werden, was wie kommuniziert wird. Die Informationen sollten sachlich, klar und aktuell sein. Ein funktionierender Informationsfluss wirkt Ängsten entgegen. Wichtige Impulse zu einer guten Kommunikation im Betrieb gibt auch die Kampagne kommmitmensch der DGUV. 

Individuelle Maßnahmen der Beschäftigten unterstützen
Durch Aushänge am Schwarzen Brett und in den Toilettenräumen oder Meldungen im Intranet sollten die Beschäftigten auf grundsätzliche Hygienemaßnahmen hingewiesen und diese auch ermöglicht werden. Das umfasst:

  • Hand- und Nieshygiene
  • Einmalgebrauch von Taschentüchern
  • Regelmäßiges Lüften
  • Bereitstellen von Desinfektionsmitteln, wo nötig

Aushänge zu korrektem Händewaschen und anderen Hygieneplänen finden Sie hier.

Betriebliche Maßnahmen
Doch natürlich sollten nicht nur die einzelnen Beschäftigten individuell vorsorgen. Auch die Arbeitsumgebung spielt eine maßgebliche Rolle:

  • Vor Meetings sollte überlegt werden, ob diese notwendig sind - gibt es Alternativen?
  • Anweisungen zu Dienstreisen sollten klar und deutlich sein - Telefon- und Videokonferenzen sind, wenn möglich, vorzuziehen. Es sollte klare Handlungsanweisungen zum Umgang mit Rückkehrenden aus Risikogebieten geben. 
  • Im Fall (und auch im Vorfeld) einer Pandemie sollten Arbeitgebende über eine mögliche Verlagerung der Arbeitsplätze in den häuslichen Bereich nachdenken. Hierzu bedarf es der notwendigen Voraussetzungen, wie der Bereitstellung von Arbeitsgeräten und digitalen Fernzugriff auf die IT-Systeme. Allerdings gilt auch im Pandemiefall: Arbeitnehmende haben nicht automatisch Anrecht auf das Arbeiten im Homeoffice. 

Geschäftsabläufe auch im Krisenfall aufrechterhalten
Sollte es zu größeren personellen Ausfällen kommen, zahlt sich eine gute Planung aus. Hierfür sollte folgendes vorgehalten werden

  • Eine Rangliste, welche Funktionen (nicht Personen) im Betrieb unbedingt erforderlich sind. Für jede der Funktionen - je nach Wichtigkeit - sollten eine oder mehrere Stellvertretungen benannt und Übergaben vorbereitet sein.
  • Verfahren, wie damit umgegangen wird, wenn Beschäftigte während der Arbeit Krankheitssymptome bekommen, die auf eine mögliche Erkrankung mit dem Coronavirus hinweisen. 
  • Einbeziehen von Betriebsärztin oder Betriebsarzt, zum Festlegen eventuell nötiger Maßnahmen.

All diese Maßnahmen können mit relativ wenig Zeitaufwand umgesetzt werden. Um in Zukunft für den Ernstfall gewappnet zu sein, hilft eine langfristige betriebliche Pandemieplanung. Anhand von Checklisten kann der Ernstfall vorbereitet werden. Pandemieplanung hilft nicht, die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Sie kann jedoch dazu beitragen, dass Betriebe handlungsfähig bleiben und volkswirtschaftliche Schäden reduziert werden. 

Quelle: topeins, Das Magazin für Führungskräfte - Maren Zeidler

Stand: April 2020

Viele arbeitsrechtliche Fragen drängen sich derzeit in Sachen Coronavirus und der Folgeerkrankung Covid-19 auf. Die DGUV hat in ihrem Magazin topeins, dem Magazin für Führungskräfte, die entsprechenden Antworten darauf.

  • Dürfen Beschäftigte der Arbeit fernbleiben, weil sie Angst vor einer Ansteckung haben?
    Nein. Eine generelle Sorge oder Angst vor einer Infektion ist kein Grund dafür, dass Arbeitnehmende zuhause bleiben dürfen. 
     
  • Wie sieht es aus, wenn ein Verdachtsfall im Betrieb vorliegt?
    Der Verdachtsfall muss zur Abklärung umgehend einer Ärztin oder einem Arzt vorgestellt werden. Anhand schneller diagnostischer Tests kann der Verdacht abgeklärt werden. Bei positivem Befund muss der Arbeitgebende umgehend das weitere Vorgehen mit den vor Ort zuständigen Behörden (Gesundheitsamt) abstimmen und dann das weitere Vorgehen veranlassen. In der Regel werden dann alle weiteren Beschäftigten, die Kontakt mit dem infizierten Beschäftigten hatten, auf eine Infektion getestet und bei positivem Befund unter Quarantäne gestellt. 
     
  • Habe ich Anspruch auf Homeoffice?
    Nein, ein Anspruch auf Arbeiten im Homeoffice besteht nicht. Viele Tätigkeiten sind hierfür auch gar nicht geeignet. Es ist jedoch möglich, dass Beschäftigte aufgrund einer behördlichen Anordnung daran gehindert werden, zur Arbeit zu erscheinen. Hier sollten Arbeitgebende flexibel reagieren und Homeoffice zulassen, wo möglich. 
     
  • Dürfen Arbeitnehmende eine Dienstreise wegen Gesundheitsbedenken ablehnen?
    Auch wenn der Arbeitsvertrag die Arbeitnehmenden zu Dienstreisen verpflichtet: es gilt hier billiges Ermessen. Wenn das Auswärtige Amt für das konkrete Reiseziel eine Reisewarnung ausgesprochen hat, können Arbeitnehmende die Dienstreise ablehnen.
    Hier ist es auch wichtig, dass Arbeitgebende und Arbeitnehmende im Gespräch bleiben, ob die Reisen zwingend nötig sind oder nicht andere Möglichkeiten wie Videokonferenzen bestehen. 
     
  • Können Arbeitgebende die Mitarbeitenden kontrollieren, bevor sie den Arbeitsplatz betreten?
    Nein. Arbeitgebende sind zwar verpflichtet, die Arbeitnehmenden vor Gefahren für Leben und Gesundheit zu schützen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Darunter fällt aber nicht die Anordnung von Kontrollen oder Untersuchungen. Sinnvoll wäre hier vielmehr die Aufklärung der Beschäftigten über Schutzmaßnahmen und das Bereitstellen von beispielsweise Desinfektionsmitteln. 
     
  • Wenn der Betrieb schließen muss, wird die Vergütung weitergezahlt? 
    Wenn die Schließung auf eine staatlich verordnete Quarantäne zurückgeht, greift das Infektionsschutzgesetzt. Nach § 56 IfSG erhalten Arbeitnehmende sechs Wochen lang eine Entschädigungsleistung gezahlt, die der Höhe des Verdienstausfalls entspricht. Das gilt allerdings nur, wenn tatsächlich nicht gearbeitet werden darf und ein Verdienstausfall vorliegt. Bei Arbeitnehmenden, die im Homeoffice arbeiten können, greift die Entschädigungsleistung nicht. Falls die Quarantäne länger als sechs Wochen dauert, würde ab der siebten Woche eine Entschädigung gezahlt, die den Leistungen des Krankengeldes entspricht.
    Muss der Betrieb aus anderen Gründen schließen, bleibt der Anspruch auf die Vergütung trotzdem bestehen. Das Betriebsrisiko tragen nämlich grundsätzlich die Arbeitgebenden. Möglich ist allerdings, dass sich aus einem Tarifvertrag etwas anderes ergibt. 
     
  • Was passiert im Krankheitsfall?
    Sind Arbeitnehmende selbst erkrankt, besteht der bekannte Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz für sechs Wochen. Nach den sechs Wochen besteht der Anspruch auf Krankengeld (bei Beschäftigung länger als vier Wochen). Voraussetzung ist die rechtzeitige Krankmeldung. 
     
  • Wenn das Kind in Quarantäne bleiben müsste – wird dann die Vergütung weitergezahlt?
    Sofern sich keine andere Person um das Kind kümmern kann, kommt ein Anspruch nach § 616 BGB auf Fortzahlung der Vergütung in Betracht. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Angehörige in einem Haushalt gemeinsam in Quarantäne verbleiben müssen. 
     
  • Was können Arbeitnehmende tun, wenn Kindergarten oder Schule wegen Infektionsverdacht geschlossen bleiben?
    Da das Kind nicht krank ist, kann auch kein ärztliches Attest eingereicht werden. Zunächst sind Arbeitnehmende also selbst gefragt, die Betreuung zu organisieren. Ist das nicht möglich oder ausgereizt, muss eine Einigung mit dem Arbeitgebenden erreicht werden. Einen Anspruch auf bezahlte Freistellung gibt es nicht.

Quelle: topeins, Das Magazin für Führungskräfte - Maren Zeidler

Stand: April 2020

Ja. Die Grundversorgung in Bezug auf die Erste Hilfe muss sichergestellt sein. Hierbei kann auch auf externe Personen als Ersthelfende zurückgegriffen werden; zum Beispiel Sicherheitspersonal, das oftmals eine Erste-Hilfe-Aus- bzw. Fortbildung nachweisen kann. Es sollte versucht werden - auch bei einem reduzierten Personalstamm - die in der DGUV Vorschrift 1 festgelegte Mindestanzahl zu erreichen (bei 2 bis 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfender, bei über 20 anwesenden Versicherten in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 % und in sonstigen Betrieben mindestens 10 % der anwesenden Beschäftigten). Ist dies aufgrund der aktuellen Situation nicht immer möglich, sollte man auch unter Einbeziehung der Gefährdungsbeurteilung der vorgegebenen Anzahl an Ersthelfenden möglichst nahekommen.

Auf der Themenseite Erste Hilfe im Betrieb (Corona-Pandemie) der DGUV finden Sie weiterführende Fragen und Antworten.

Die BG BAU hat in ihrer Meldung wichtige Hinweise zur Ersthelfer-Ausbildung und -Fortbildung zusammengefasst.

Quelle: DGUV

Stand: Oktober 2020

Hat sich eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert oder besteht der begründete Verdacht auf eine Infektion, müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verschiedene Maßnahmen durchführen, um die Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen aufrechtzuerhalten.

Wie sich Beschäftigte oder Unternehmerinnen und Unternehmer bei Verdachtsfällen zu verhalten haben, hat die BG BAU in folgenden Dokumenten zusammengefasst: 

Verhalten bei Verdacht oder Bestätigung einer COVID-19-Erkrankung im Betrieb - Information für Beschäftigte

Richtig handeln bei Verdacht oder Bestätigung einer COVID-19-Erkrankung in Ihrem Betrieb - Information für Unternehmerinnen und Unternehmer

Stand: Oktober 2020