Technische und Organisatorische Maßnahmen

Die tägliche und vorausschauende Beobachtung der Wettervorhersage im Sinne einer aktuellen Gefährdungsbeurteilung ist wichtig, um auf die gegebene Wetterlage präventiv reagieren zu können. Dazu gehören Schutzmaßnahmen vor direkter Sonneneinstrahlung, die Schaffung von Pausenplätzen mit der Möglichkeit zur Abkühlung und die Bereitstellung von ausreichend Getränken bzw. Trinkwasser.
Eine Möglichkeit, Schattenplätze zu schaffen, sind ggf. Wetterschutzzelte. Diese werden durch die BG BAU als Arbeitsschutzprämie gefördert.

Alle Beschäftigten sollten in regelmäßigen Abständen auf Risiken von Hitzeerkrankungen und ihren Symptomen, durch wiederholte Unterweisungen, hingewiesen werden. Die Sicherstellung der Möglichkeit der Arbeitsunterbrechung für die Erste Hilfe direkt vor Ort und der Alarmierung des Rettungsdienstes bei Auftreten von Hitzeerkrankungssymptomen sollte stets gewährleistet sein.

Neben der Beschattung von Arbeitsplätzen können ggf. Ventilatoren für eine Luftkühlung oder künstliche Luftbewegungen hilfreich sein. Fahrerkabinen von Baumaschinen und Fahrzeugen sollten möglichst klimatisiert sein. Ebenso sollte darauf geachtet werden, zusätzliche (technische) Wärmequellen zu vermeiden.

Weitere Möglichkeiten sind Arbeitszeitverlagerungen in die Tagesrandzeiten bzw. Arbeitszeiten zu verkürzen. Auch körperlich schwere Arbeiten sollten möglichst reduziert werden. Zudem sind häufigere Pausen notwendig.

Es reicht an Hitzetagen und insbesondere bei körperlicher Anstrengung nicht aus, erst dann zu trinken, wenn das Durstgefühl auftritt. Daher sollten unter derartigen Bedingungen mehrere Trinkpausen pro Stunde gegebenenfalls explizit geplant und vorgegeben werden, um eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme der Beschäftigten zu gewährleisten.

Die einfachste Maßnahme ist, die direkte Sonnenstrahlung zu meiden. Dies ist auf dem Bau natürlich leichter gesagt als getan.

Den Außentemperaturen angemessene Pausen sowie das ausreichende Trinken (ca. 2,5 Liter am Tag; Mineralwasser oder Fruchtschorle - kein Alkohol) helfen dem Körper mit der Belastung besser umzugehen.

Mund-Nasen-Schutz stellt einen zusätzlichen Widerstand für die Atemmuskeln und somit eine Erhöhung der körperlichen Belastung dar. Zudem kann es zu einer schnelleren Durchfeuchtung der Masken durch vermehrtes Schwitzen kommen, wodurch der Atemwiderstand zusätzlich erhöht wird. Zusätzlich entstehen durch die Feuchtigkeit bessere Lebensbedingungen für Viren.

Weiterhin können Mund-Nasen-Bedeckungen das Erkennen von Anzeichen von Hitzeerkrankungen bei Kolleginnen und Kollegen (z. B. veränderte Gesichtsfarbe, verwaschene Sprache) erschweren.

Weitere Anzeichen und Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Hitzeerkrankungen zeigt die „Erste-Hilfe-Rettungskarte Akute Hitzeerkrankungen“ auf.

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