Ich und die BG BAU - Lothar Hubert: Die ganze Geschichte
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Stand: 06/2026
Herausgeber: BG BAU
Informationen
Im Jahr 2018 erleidet Lothar Hubert einen schweren Arbeitsunfall, in dessen Folge sein Unterschenkel amputiert werden muss. Ein Ereignis, das sein Leben grundlegend verändert. Doch für Lothar Hubert ist eines sofort klar: „Ich muss wieder auf die Füße kommen.“ Mit Optimismus, positiver Energie und der umfassenden Unterstützung der BG BAU lernt er, sein Leben mit einer Prothese neu zu gestalten. Im Rahmen von „Ich und die BG BAU. Zusammen seit 2018.“ erzählt Lothar Hubert seine Geschichte.
Weitere Informationen zu Lothar Hubert, der BG BAU und Leistungen zur medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation finden Sie hier: Ich und die BG BAU.
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Ein Mann in gelber Warnweste geht durch eine dunkle Lagerhalle. Im Hintergrund läuft Musik.
Die Stimme des Mannes erklingt aus dem Off. Er sagt: „An eine Lebensveränderung denkst du in dem Moment gar nicht. Du bist erst mal leer. Du bist mit deinem Schmerz beschäftigt. Ich kann mich noch an einen Knall erinnern, an mehr nicht.“
Das Bild wird schwarz, die Musik verstummt.
Szenenwechsel:
Der Mann steht draußen vor einem Lastkraftwagen und blickt in die Kamera. Eine Einblendung erscheint: „Lothar, Im Einsatz für Arbeitssicherheit“.
Lothar sagt: „Mein Name ist Lothar Hubert. Ich arbeite seit 1994 bei einer örtlichen, mittelständischen Baufirma, als Berufskraftfahrer ursprünglich.“
Lothar sitzt nun in seinem Wohnzimmer und spricht direkt in die Kamera.
Er sagt: „Und ich hatte dann 2018 einen Arbeitsunfall, infolgedessen mir der Unterschenkel amputiert werden musste.“
Während er weitererzählt, ist er auf dem Firmengelände zu sehen. Er geht über den Hof und unterhält sich mit einem Kollegen.
Er sagt: „Ich arbeite in der Firma, wo mein Bruder schon seine Ausbildung gemacht hat. Der war Stahlbetonbauer, und der hat mich quasi da mit reingebracht. Ich habe mich in der Firma immer wohlgefühlt. Es war ein gutes Betriebsklima. Ich konnte mir das vorstellen, das bis zur Rente zu machen.“
Wir sehen Lothar in der Lagerhalle, wie er Schalungen prüft und wie er weiter über das Firmengelände läuft. Er sagt aus dem Off: „Das war eine schwierige Baustellensituation. Es waren noch andere Firmen auf der Baustelle tätig. Ich habe Schalung angehängt. Ich kann mir heute vorstellen, warum das schiefgelaufen ist. Also, ich habe die Schalung falsch angeschlagen und die ist dann aus der Halterung, sage ich jetzt mal, oder aus dem Anschlagmittel rausgerutscht und ist dann runtergestürzt. Ich bin dann neben dem Lkw aufgewacht, und irgendjemand hat meinen Fuß gehalten.“
Wir sehen ihn wieder zuhause sagen: „Das Nächste, was ich weiß, ist, wie ich in der Notaufnahme im Krankenhaus aufgewacht bin und halt 20 Leute um mich rum waren.“
Lothar schaut sich Fotos von dieser Zeit an: von seinem verbundenen Fuß und wie er im Krankenhaus mit einem Schlauch im Mund liegt. Er sagt weiter: „Die Gedanken, die einem da schnell in den Kopf schießen: Wie geht's weiter? Kann ich meinen Beruf weiter ausüben? Das ist natürlich die erste Sorge. Mein Chef damals, er hat nur gesagt, dass es für mich in der Firma auf jeden Fall weitergeht. Wie, wissen wir noch nicht, aber ich muss mir keine Sorgen machen. Und es war sogar relativ schnell jemand da von der BG BAU, der auch gesagt hat: Sie brauchen sich keine Sorgen machen – finanzieller Natur und so weiter – es wird nach einem Arbeitsunfall für einen gesorgt.“
Wir sehen Schnittbilder, in denen Lothar seine Katze füttert. Er spricht weiter: „Für mich war klar, ich muss so schnell wie möglich, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder auf die Füße kommen. Und das konnte ich nicht mit irgendeiner erhaltenden Operation bewerkstelligen, sondern das ging nur mit der Amputation.“ Die Kamera schwenkt an Lothars Körper nach unten und man sieht die Prothese an seinem rechten Bein. Er sagt weiter: „Und dazu gehört dann natürlich auch der Umgang mit der Prothese. Und das ist natürlich erst mal schwierig, weil du nicht, wie mit einem gesunden Bein, irgendein Gefühl zum Untergrund hast. Das musst du dir erst erarbeiten.“
Wir sehen Szenen, in denen Lothar mit seiner Lebenspartnerin spricht, während sie durch ihren gemeinsamen Garten laufen. Er sagt aus dem Off: „Peu à peu, anfangs an Krücken natürlich und an Laufgestellen, so lernt man Stück für Stück den Umgang mit der Prothese, auch das Anlegen und so weiter. Für meine Partnerin war das natürlich auch eine sehr anstrengende Zeit. Sie kam jeden Tag ins Krankenhaus. Sie hat immer eine Spezi mitgebracht. Das ist natürlich für das Umfeld auch sehr, sehr belastend.“
Wir sehen Lothar, wie er mit einem PKW auf einer Baustelle einfährt, aussteigt, einen Bauhelm aufsetzt und losläuft. Wir hören ihn sagen: „Und wir haben uns dann dazu entschieden, eine Umschulung zu machen zur Fachkraft für Arbeitssicherheit. Das ist eine 19-monatige Ausbildung mit verschiedenen Präsenzphasen, Selbstlernphasen und so weiter. Und die habe ich absolviert, und seitdem bin ich als Fachkraft für Arbeitssicherheit tätig. Wovor ich bisschen Angst hatte oder Bammel hatte: Ich war, wie gesagt, 50 Jahre alt. Schule war nie meins, und dann wieder 19 Monate lang die Schulbank drücken, buchstäblich. Da muss man natürlich schon überlegen. Aber mein Vorteil als Fachkraft für Arbeitssicherheit ist natürlich erstens mal, dass ich aus der Branche komme, dass ich in der Firma bekannt bin und vor allem, dass mein Schicksal bekannt ist. Also, wenn ich sage: „Es kann etwas Schweres passieren“, dann wird da keiner widersprechen, weil die alle wissen: Dem ist etwas Schlimmes passiert. Also, wenn es jemand weiß, dann der.
Wir sehen Schnittbilder, in denen Lothar Hubert mit einem Kollegen die Baustelle begeht. Er sagt weiter: „Es freut mich immer, wenn ich sehe, dass ich vielleicht auch das Bewusstsein bei anderen wecken kann für Arbeitssicherheit, wenn ich sehe: Mensch, da passiert tatsächlich was bei den Leuten.“
Er spricht weiter und wir sehen Schnittbilder, wie er seinen Motorroller aus der Garage holt und durch die Landschaft fährt. Er sagt: „Mein Leben hat es eigentlich auch zum Positiven verändert, muss ich sagen. Es gibt eigentlich nichts, was ich jetzt aufgrund der Prothese nicht mehr machen könnte. Aber es ist einfach ein ganz anderer beruflicher Tag, der auch seine positiven Seiten hat, auf jeden Fall. Da muss man selber einfach sich darauf einstellen. Man muss das annehmen, und das ist, glaube ich, die größte Herausforderung.“
Zum Schluss sehen wir ihn wieder von nahem, wie er in seinem Wohnzimmer spricht: „Und das Leben, es verändert sich tatsächlich komplett. Aber nicht nur zum Negativen.“
Ein Schriftzug „Ich und die BG BAU“ wird eingeblendet und ein blauer Hintergrund reingefahren. Unter dem Schriftzug erscheint ein Textfeld: „Zusammen seit 2018.“ Der Text verschwindet und das Video endet mit dem BG BAU-Logo und dem Schriftzug „Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft“.














