Häufig gestellte Fragen

Fördersummen und allgemeine Fragestellungen

Bitte senden Sie die Förderanträge mit Rechnungskopie per Post oder E-Mail bzw. Fax an die im Förderantrag angegebene Adresse.

Auskünfte zur Antragstellung und -bearbeitung erhalten Sie unter: Tel.: 0231 5431-1007 oder per Mail an arbeitsschutzpraemien(at)bgbau.de.

Den für ihr Unternehmen maßgeblichen Beitrag finden Sie auf ihrem aktuellen Beitragsbescheid unter dem Punkt Summe BG-Beitrag.

Bemessungsgrundlage der jährlichen Fördersumme eines Unternehmens ist der BG-Beitrag (ohne Beitragszuschlag) des Vorjahres.

Stufe A1:
Unternehmen mit Beiträgen von 100 € bis 249 €
können über eine Fördersumme von 100 € verfügen

Stufe A2:
Unternehmen mit Beiträgen von 250 € bis 15.000 €
können über eine Fördersumme verfügen, die 5% des Beitrags entspricht, jedoch mindestens 250 € bis maximal 750 €

Stufe B:
Unternehmen mit Beiträgen von 15.001 € bis 100.000 €
können über eine Fördersumme verfügen, die 2% des Beitrags entspricht, jedoch mindestens 750 € bis maximal 2.000 €

Stufe C:
Unternehmen mit Beiträgen ab 100.001 €
können über eine Fördersumme verfügen, die 1% des Beitrags entspricht, jedoch mindestens 2.000 € bis maximal 20.000 €

Unternehmen der Stufen A1 und A2 können Fördersummen ansparen (siehe unten).

In der Stufe A 1 ist es für Unternehmen möglich, den jährlichen Förderbetrag über einen Zeitraum von maximal 5 Jahren bis max. 500 € für eine Arbeitsschutzprämie anzusparen. Hierfür sind die beiden zurückliegenden Kalenderjahre, das jeweils aktuelle Jahr sowie im Sinne einer Investition in die Zukunft maximal die beiden nachfolgenden Jahre berücksichtigungsfähig.

In der Stufe A 2 ist es für Unternehmen mit einem BG Beitrag von unter 10.000 € möglich, ihren jährlichen Förderbetrag über einen Zeitraum von max. 2 Jahren bis maximal 500 € für eine Arbeitsschutzprämie anzusparen. Hierfür ist das zurückliegende Kalenderjahr, wenn keine Fördersumme in diesem Jahr in Anspruch genommen wurde, oder das nachfolgende Jahr, wenn im zurückliegenden Jahr die Fördersumme bereits in Anspruch genommen wurde, berücksichtigungsfähig.

Weitergehende Informationen zu den Förderstufen A1 und A2 erhalten Sie unter der Rufnummer 0231 5431-1007.

Bei den von der BG BAU gewährten Zuschüssen für Arbeitsschutzprämien handelt es sich aus ertragssteuerlicher Sicht beim Kauf von beweglichem Anlagevermögen um Investitionszuschüsse oder, soweit das Gerät zum sofortigen Betriebsausgabenabzug führt, um Aufwandszuschüsse.

Investitionszuschüsse sind von der empfangenden Person bzw. dem empfangenden Unternehmen entweder als Betriebseinnahme zu versteuern oder können von den Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagevermögens abgesetzt werden. Aufwandszuschüsse sind sofort zu berücksichtigende Betriebseinnahmen. Die korrekte Versteuerung des Zuschusses liegt im Verantwortungsbereich des Mitgliedsunternehmens bzw. der antragstellenden Person.

Ja, auch Unternehmer ohne Beschäftigte kommen bei Bestehen einer freiwilligen Versicherung bei der BG BAU in den Genuss einer Fördersumme in Höhe von 250 € als Zuschuss für die aktuellen Arbeitsschutzprämien.

Nein, denn Antragsberechtige für die verschiedenen Arbeitsschutzprämien sind nur gewerbliche Mitgliedsunternehmen der BG BAU ab 1 Beschäftigten mit abgeschlossenem Jahreslohnnachweis des Vorjahres und gewerblich tätige Unternehmer bei Bestehen einer freiwilligen Versicherung bei der BG BAU.

Führt der Bauherr einzelne oder alle Bauarbeiten mit oder ohne Einsatz von Hilfskräften selbst aus, so ist der Bauherr Unternehmer nicht gewerbsmäßiger Bauarbeiten (Eigenbauunternehmer). Für die Dauer der nicht gewerbsmäßigen Bauarbeiten gehört der Bauherr der zuständigen Berufsgenossenschaft an (§ 136 Abs. 1 Sozialgesetzbuch VII).

Eine "Maßnahme" kann ein Zuschuss zu einem Arbeitsmittel oder zu einer Qualifizierungsmaßnahme sein oder eine Geldprämie bezeichnen. Das "pro" bezieht sich auf die Stückzahl. Beispiel (hier: Rückfahrkamera): Die Förderung einer Rückfahrkamera ist eine Maßnahme. In den Grenzen der Förderhöchstsummen pro Unternehmen können von einem Mitgliedsbetrieb so viele Maßnahmen innerhalb eines Jahres in Anspruch genommen werden, wie der Betrieb will, solange die Fördermittel nicht erschöpft sind.

In den Grenzen der Förderhöchstsumme pro Unternehmen können von einem Mitgliedsbetrieb so viele verschiedene Maßnahmen (zum Beispiel vier PRCDs, einen Bau-Entstauber und eine Rückfahrkamera) innerhalb eines Jahres in Anspruch genommen werden, wie der Betrieb will, solange die Fördermittel nicht erschöpft sind.

Wenn der Gerätepreis zum Beispiel 500 Euro (netto) beträgt, ist die Förderprämie 250 Euro. Bei einem Gerätepreis von 700 Euro (netto), wären es nicht 50 % des Gerätepreises, sondern die maximale Fördersumme von 300 Euro.

Nein. Der Stichtag ist der 1. Januar des laufenden Jahres. Das heißt, das Rechnungsdatum für das angeschaffte Gerät bzw. die durchgeführte Maßnahme darf nicht vor dem 1. Januar liegen.

Ja, Leasinggeräte können auch gefördert werden, wenn die Antragstellung im Jahr des Abschlusses des Leasingvertrags erfolgt. Die maximale Fördersumme pro Leasinggerät entspricht den Vorgaben für Kaufgeräte.

Berechnungsgrundlage für die Fördersumme von Leasinggeräten sind analog zu den Kaufgeräten, die Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen bei Leasinggeräten der Gesamtsumme der monatlichen netto Leasingraten (Nutzungsrate ohne Servicerate o. ä.) während der Laufzeit des Leasingvertrags. Die Laufzeit muss mindestens 12 Monate betragen. Beginn und Ende bzw. Dauer des Leasings müssen im Leasingvertrag/-Rechnung vermerkt sein.

Das ist leider nicht möglich. Bei dem veröffentlichen Förderkatalog handelt es sich um die mit den Selbstverwaltungsgremien abgestimmten Fördermaßnahmen der Arbeitsschutzprämien, die durch die Vertreterversammlung beschlossen wurden.

Im Downloadbereich der einzelnen Maßnahmen finden Sie die "Anforderungen und Hinweise" zu den jeweiligen Maßnahmen sowie die dazugehörigen Antragsformulare.

Kamera-Monitor-Systeme für Baumaschinen und Baustellen-LKW

Die BG BAU fördert die Nachrüstung von diesen Maschinen, wenn das Grundgerät eine Erdbaumaschine ist.

Akku- und druckluftbetriebene Eintreibgeräte mit Einzelauslösung mit Sicherungsfolge bzw. Auslösesicherung

Ja. Klammergeräte sind auch Eintreibgeräte, zumindest macht die DIN EN 792-13 keinen Unterschied. Resultierend werden auch Klammergeräte mit eintreibbaren Klammern mit Längen von 50 mm bis 100 mm gefördert. Beachten Sie hierzu auch die im Downloadbereich unter "Anforderungen und Hinweise" aufgeführten förderfähigen Geräte.

Es fallen alle Geräte unter die Förderung, die 50 mm bis 100 mm lange Klammern / Nägel verschießen können. Gefördert werden Geräte: z.B. mit 40 mm bis 55 mm, 45 mm bis 65 mm oder 90 mm bis 110 mm. Nicht gefördert werden Geräte: z.B. mit 35 mm bis 49 mm oder 101 mm bis 130 mm.

Ja, wie bereits erwähnt, muss der Bereich 50 mm bis 100 mm integriert sein. Ob 80 mm bis 110 mm oder 80 mm bis 130 mm ist hierbei nicht relevant.

Nein, aufgrund der festgelegten Förderbedingungen werden derzeit diese Geräte nicht gefördert. Beachten Sie hierzu auch die "Anforderungen und Hinweise" im Downloadbereich der einzelnen Maßnahmen.

Bau-Entstauber (mind. Staubklasse M, keine Staubsauger)

Die geförderten Bau-Entstauber werden im Regelfall mit einer Mauernutfräse auf mineralischem Material über einen Zeitraum von einer Stunde getestet. Dabei wird die Staubexposition des Bedieners gemessen. Entstauber der Staubklasse H verhalten sich aufgrund anderer Filtereigenschaften hierbei häufig anders als Entstauber der Staubklasse M. Aufgrund der dichteren Filterelemente und anderer Oberflächeneigenschaften der Filtermedien schneiden Entstauber der Staubklasse H in den Tests teilweise schlechter ab, wie ähnliche Entstauber der Staubklasse M.

Insofern werden nur Entstauber der Staubklasse H gefördert, die vom Hersteller zum Test vorgestellt wurden (Nachfragen hierzu richten Sie bitte an den firmenspezifischen Ansprechpartner auf der Förderliste).

Staubsauger der Staubklasse L werden nicht gefördert, da zum einen auf Baustellen kein sinnvoller Anwendungsbereich besteht und diese zum anderen nicht über eine integrierte Warneinrichtung zur Warnung des Bedieners bei nachlassender Absaugleistung verfügen.

Die Entsorgungssäcke werden einmalig beim Erstkauf gefördert, wenn in der jeweils aktuellen Liste die Bau-Entstauber mit den aufgeführten Ausrüstungen ("Bau-Entstauber-Paket") stehen.

Nein, die Hersteller vertreiben Ihre Grundgeräte unter ähnlicher oder sogar gleicher Modellbezeichnung teilweise mit verschiedenen Ausstattungen. So sind z. B. teilweise günstigere Papierfilterelemente anstelle der förderfähigen robusteren auswaschbaren Kunststoff-Filterelemente eingebaut.

Bitte vergleichen Sie unbedingt vor Bestellung des Bau-Entstaubers die Artikel-/Bestell-Nummer Ihres Angebotes mit der auf unserer Liste aufgeführten Artikel-/Bestell-Nummer. Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass die korrekte Artikel-/Bestell-Nummer auch auf Ihrer Rechnung aufgeführt ist, deren Kopie dem Antrag beigefügt ist.

Bei Fragen zu firmenspezifischen Alternativprodukten wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner der Hersteller, die in unserer Liste der Bau-Entstauber aufgeführt sind.