1x1 im Arbeitsschutz: Verantwortung im Arbeitsschutz
Video/Unterweisungshilfe
Stand: 2026
Herausgeber: BG BAU
Informationen
Serie: Das kleine 1x1 des Arbeitsschutzes
- kurze Lernmodule (Laufzeiten ca. 5 -12 Min.)
- grundlegende Kenntnisse zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
- ergänzt und bereichert die gesetzlich vorgeschriebene persönliche Unterweisung
Textalternative zum Video
Die Präsentation trägt den Titel „Verantwortung im Arbeitsschutz“, mit Untertitel „- Arbeitsschutz geht uns alle an -“ und gehört zur Reihe „1x1 im Arbeitsschutz“ der BG BAU. Zu sehen sind zwei Bauarbeiter mit Helmen und Signalwesten und ein Geschäftsmann mit Helm, die sich die Hände auf einer Baustelle schütteln. Die Folie dient als Einführung in das Thema Arbeitsschutz.
Der Sprecher sagt: „Jeden Tag sorgen sichere Entscheidungen dafür, dass alle gesund nach Hause kommen. Arbeitsschutz ist keine Aufgabe „von oben“ – sondern Verantwortung von allen. In diesem Einmaleins beschäftigen wir uns mit dem Thema Verantwortung im Arbeitsschutz.“
Folie 2 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „LERNZIELE“. Genannt werden drei Lernziele: „01 Was heißt Verantwortung im Arbeitsschutz?“, „02 Wer ist für was verantwortlich?“ und „03 Wie kann ein gutes Miteinander funktionieren?“. Zu sehen ist eine Hand, die einen grünen Smiley in der Hand hält. Daneben sind mehrere Holzwürfel mit grünen Haken zu sehen.
Der Sprecher sagt: „Nachdem wir geklärt haben, was Verantwortung im Arbeitsschutz konkret heißt, klären wir, wer für was verantwortlich ist und wie ein gutes Miteinander im Sinne des Arbeitsschutzes funktionieren kann.“
Folie 3 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „Verantwortung“. Zu sehen ist eine gelbe Glühbrine, unter der in Großbuchstaben Arbeitsschutz steht. Darüber sind die Wörter Unterweisung, Gesundheit, Vorsorge, Analyse, Sicherheit und Ausrüstung angeordnet.
Der Sprecher sagt: „Verantwortung im Arbeitsschutz bedeutet: Jede Person trägt mit ihrem Verhalten dazu bei, dass Arbeit sicher und gesund durchgeführt wird. Wer Aufgaben übernimmt, ist auch dafür verantwortlich, Regeln einzuhalten, Gefahren zu erkennen und andere nicht zu gefährden.“
Folie 4 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „Rechtsgrundlagen“. Zu sehen ist ein Haus, in dem ein Paragraphenzeichen steht. Dazu steht „Verantwortung ist gesetzlich geregelt!“. Aufgeführt sind „Arbeitsschutzgesetz – Arbeitgebende müssen Sicherheit organisieren“, „Arbeitsstättenverordnung – dient der Sicherheit und Gesundheit in Arbeitsstätten“, „Betriebssicherheitsverordnung – Arbeitsmittel müssen sicher bereitgestellt und genutzt werden“, „Baustellenverordnung – Sichere Zusammenarbeit auf Baustellen“ und „DGUV Vorschriften – Regeln zur Unfallverhütung für alle“. Die Aufzählung ist nicht abschließened.
Der Sprecher sagt: „Arbeitsschutz ist nicht freiwillig – er ist gesetzlich geregelt. Verschiedene Gesetze und Vorschriften geben vor, wie Sicherheit im Arbeitsalltag umgesetzt werden muss. Zum Beispiel diese: Das Arbeitsschutzgesetz ist das wichtigste nationale Gesetz zum Arbeitsschutz. Durch einzelne Verordnungen werden für bestimmte Bereiche konkretere Anforderungen an den Arbeitgebenden formuliert: Die Arbeitsstättenverordnung dient der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit der Beschäftigten beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten. Die Betriebssicherheitsverordnung sorgt dafür, dass Arbeitsmittel sicher verwendet werden können. Die Baustellenverordnung regelt bereits während der Planung die sichere Zusammenarbeit auf Baustellen. Die DGUV Vorschriften enthalten Regeln zur Unfallverhütung für alle Beschäftigten und regeln die Bereiche, die nicht im staatlichen Recht geregelt sind. Das Ziel aller Vorschriften ist immer gleich: Unfälle vermeiden und die Gesundheit aller schützen. Nur wenn alle ihre Verantwortung ernst nehmen, kann Arbeit sicher durchgeführt werden.“
Folie 5 wird eingeblendet. Zu sehen ist ein Richterhammer auf einem Buch.
Der Sprecher sagt: „Verantwortung im Arbeitsschutz ist keine freiwillige Aufgabe – sie ist gesetzliche Pflicht für Unternehmen und Beschäftigte. Sei Dir dieser Pflicht immer bewusst – für Dich und für andere!“
Folie 6 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Frage „Wer ist Verantwortlich?“ sowie drei Verantwortungsbereiche. Beim ersten Bereich steht „Der Unternehmer / die Unternehmerin“ und „Schafft sichere Arbeitsbedingungen, organisiert und kontrolliert den Arbeitsschutz.“ Dazu sind zwei Bauarbeiter mit Schutzhelmen zu sehen, die auf einen Bauplan schauen und sich beraten.“ Beim zweiten Bereich steht „Die Führungskraft“ und „Setzt Sicherheitsregeln im Arbeitsalltag um und ist Vorbild.“ Dazu sind Hände einer Person zu sehen, die ein Tablet halten. Beim dritten Bereich steht „Die Beschäftigten“ und „Halten Regeln ein und achten auf sich und andere.“ Dazu ist eine Person mit Schutzkleidung zu sehen, die die Einfahrt mit einen Hochdruckreiniger reinigt.“
Der Sprecher sagt: „Im Arbeitsschutz tragen verschiedene Personen Verantwortung. Der Unternehmer / die Unternehmerin sorgt dafür, dass sichere Arbeitsbedingungen geschaffen werden und kontrolliert diese auch. Führungskräfte achten darauf, dass Sicherheitsregeln im Arbeitsalltag umgesetzt werden. Auch Beschäftigte tragen Verantwortung. Sie müssen Sicherheitsregeln einhalten. Nur wenn alle zusammenarbeiten, kann Arbeitsschutz erfolgreich funktionieren.“
Folie 7 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „AOK-Prinzip - Unternehmerverantwortung“. Darunter stehen drei Punkte: „Auswahl: geeignete und qualifizierte Personen auswählen“, „Organisation: Klare Zuständigkeiten, Abläufe und Ressourcen sicherstellen“ und „Kontrolle: Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen regelmäßig überprüfen“. Hervorgehoben steht dazu: „Diese Verantwortung verbleibt immer beim Unternehmenden“. Im Hintergrund sind zwei Bauarbeiter mit Schutzhelmen zu sehen, die auf einen Bauplan schauen und sich beraten.“
Der Sprecher sagt: „Beim sogenannten AOK-Prinzip geht es um drei wesentliche Verantwortungsbereiche, die beim Unternehmer bzw. der Unternehmerin verbleiben: Auswahl, Organisation und Kontrolle. Das bedeutet zunächst, dass geeignete und qualifizierte Personen für bestimmte Aufgaben ausgewählt werden müssen. Außerdem ist der Unternehmer dafür verantwortlich, klare Strukturen und Zuständigkeiten zu schaffen und die notwendigen Ressourcen bereitzustellen. Und schließlich muss regelmäßig kontrolliert werden, ob die festgelegten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden und wirksam sind. Wichtig ist dabei: Auch wenn Aufgaben delegiert werden, bleibt die grundlegende Verantwortung beim Unternehmer.“
Folie 8 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „Unternehmerverantwortung in der Praxis“. Aufgeführt sind „Gefährdungsbeurteilung erstellen und fortschreiben“, „Arbeitsschutzmaßnahmen festlegen und umsetzen“, „Aufgaben und Pflichten klar übertragen“, „Beschäftigte unterweisen“, „Geeignete PSA bereitstellen“, „Erste-Hilfe und Notfälle organisieren“ und „Arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung sicherstellen“. Im Hintergrund schauen zwei Bauarbeiter mit Schutzhelmen auf einen Bauplan und beraten sich.“
Der Sprecher sagt: „Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, muss der Unternehmer den Arbeitsschutz aktiv organisieren und regelmäßig weiterentwickeln. Die Grundlage dafür ist die Gefährdungsbeurteilung. Aus ihr werden die notwendigen Schutzmaßnahmen abgeleitet. Dazu gehören zum Beispiel klare Pflichtenübertragungen, Betriebsanweisungen und regelmäßige Unterweisungen der Beschäftigten. Außerdem muss geeignete persönliche Schutzausrüstung bereitgestellt und die Erste-Hilfe- und Notfallorganisation sichergestellt werden. Ergänzend braucht es eine fachkundige sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung.“
Folie 9 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „Pflichtenübertragung auf Beschäftigte“. Darunter stehen „Aufgaben, Verantwortungsbereiche & Befugnisse konkret beschreiben“, „Auswahl von Führungs- und Aufsichtspersonal kann NICHT übertragen werden“ und „Gesamtverantwortung bleibt beim Unternehmer / bei der Unternehmerin“. Im Hintergrund stehen drei Beschäftigte in Schutzkleidung und einem Schutzhelm mit Vier-Punkt-Kinnriemen auf einer Baustelle nebeneinander. Ein QR-Code führt zum Formular Übertragung von Unternehmerpflichten.
Der Sprecher sagt: „Die Verantwortung für den Arbeitsschutz liegt grundsätzlich beim Unternehmer / bei der Unternehmerin und umfasst das gesamte Unternehmen. Bestimmte Aufgaben können jedoch schriftlich an zuverlässige und geeignete Beschäftigte übertragen werden. Das nennt man Pflichtenübertragung. Dabei muss klar festgelegt werden: Welche Aufgaben übernommen werden, welcher Verantwortungsbereich dazugehört und welche Befugnisse die Person hat. Außerdem gibt es Aufgaben, die nicht übertragen werden können. Dazu gehört insbesondere die Auswahl von geeignetem Führungs- und Aufsichtspersonal. Unternehmer / Unternehmerin müssen also sicherstellen, dass verantwortliche Personen fachlich und persönlich geeignet sind. Darüber hinaus kontrollieren sie, ob die übertragenen Pflichten auch wahrgenommen werden. Wichtig ist aber: Die Gesamtverantwortung bleibt beim Unternehmer / Unternehmerin.“
Folie 10 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „Verantwortung der Führungskraft“. Im Hintergrund sind Hände einer Person, die ein Tablet halten, zu sehen. Aufgeführt sind „Arbeiten sicher organisieren“, „Wirksamkeit von Arbeitsschutzmaßnahmen überprüfen“, „Beschäftigte unterweisen“, „Sicherheitsregeln durchsetzen“, „sicheres Verhalten vorleben“, „Gefahren erkennen und handeln, wenn nötig Arbeiten einstellen“ und „Beschäftigte ansprechen und unterstützen“. Dazu folgt der Text: „Führungskräfte prägen die Sicherheitskultur im Team.“
Der Sprecher sagt: „Führungskräfte haben eine wichtige Rolle im Arbeitsschutz, denn sie setzen die Vorgaben im Arbeitsalltag um. Sie sorgen dafür, dass Arbeiten entsprechend der vom Unternehmen festgelegten Regelungen sicher organisiert werden und überprüfen regelmäßig, ob die Schutzmaßnahmen tatsächlich wirken. Dazu gehört auch, Beschäftigte zu unterweisen und Sicherheitsregeln konsequent einzuhalten. Eine Führungskraft ist außerdem Vorbild: Sicheres Verhalten sollte vorgelebt werden. Wenn Gefahren erkannt werden, muss gehandelt werden – bei Bedarf auch durch das Stoppen einer Arbeit. Genauso wichtig ist der Austausch mit den Beschäftigten: Ansprechen, unterstützen und gemeinsam Lösungen finden. Denn gute Führung trägt entscheidend zu einer sicheren Arbeitsumgebung bei.“
Folie 11 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „Verantwortung der Beschäftigten“. Im Hintergrund ist eine Person mit Schutzkleidung zu sehen, die die Einfahrt mit einen Hochdruckreiniger reinigt. Aufgeführt sind „Vorschriften und Anweisungen beachten“, „bereitgestellte, persönliche Schutzausrüstungen benutzen“, „Mängel beseitigen bzw. melden“, „Maschinen richtig benutzen“ und „aufeinander achten“. Dazu folgt ein Text „Sag STOPP, wenn es gefährlich ist!“.
Der Sprecher sagt: „Arbeitsschutz funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Deshalb tragen auch Beschäftigte Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Dazu gehört, alle Maßnahmen des Unternehmers zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz zu unterstützen, also Vorschriften und Anweisungen zu beachten und die bereitgestellte, persönliche Schutzausrüstung korrekt zu tragen. Wichtig ist auch, aufmerksam zu sein und Gefahren oder Mängel sofort zu beseitigen beziehungsweise zu melden. Außerdem sollten Maschinen und Arbeitsmittel nur richtig und sicher verwendet werden. Jede und jeder Einzelne trägt dazu bei, dass alle sicher arbeiten und gesund nach Hause kommen. Dass heißt, Du sagt STOPP, wenn es gefährlich wird!“
Folie 12 wird eingeblendet. Zu sehen ist die Überschrift „Gutes Miteinander im Arbeitsschutz“. Im Hintergrund formen viele Hände gemeinsam einen Kreis. Aufgeführt sind „Respektvoller Umgang“, „Offene Kommunikation“, „Gegenseitige Unterstützung“, „Aufmerksam sein“ und „Probleme frühzeitig ansprechen“. Rechts unten steht „Bauen ist Teamarbeit“.
Der Sprecher sagt: „Bauen ist Teamarbeit. Kommunikation, Koordination und Kooperation sind maßgebliche Voraussetzungen für reibungsloses und sicheres Arbeiten. Wer respektvoll miteinander umgeht und offen kommuniziert, kann Gefahren schneller erkennen und Probleme frühzeitig lösen. Dazu gehört auch, Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und aufmerksam zu bleiben. Denn Sicherheit entsteht dort, wo Menschen zusammenarbeiten und Verantwortung füreinander übernehmen. Bauen ist Teamarbeit.“
Folie 13 wird eingeblendet. Zu sehen ist ein Bauarbeiter mit Schutzhelm, der lächelnd den Daumen hochhält. Zu sehen sind die Texte Pass auf Dich auf!“, „Wir sind für Dich da“ und „www.bgbau.de“.
Der Sprecher sagt: „Sicherheit beginnt im Alltag – mit kleinen Entscheidungen und aufmerksamem Handeln. Gemeinsam schaffen wir Arbeitsplätze, an denen gesundes und sicheres Arbeiten möglich ist. Danke für Deinen Beitrag zu mehr Sicherheit! Pass auf Dich auf! Wir sind für Dich da – Deine Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft“.
