14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-Code

Auszug aus Anhang II der REACH-Verordnung:

Dieser Unterabschnitt gilt nur, falls eine Fracht als Massengut gemäß folgenden IMO-Rechtsinstrumenten befördert werden soll: Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und IBC-Code.

Der Name des Produkts ist (sofern er sich von dem in Unterabschnitt 1.1 angegebenen unterscheidet) wie nach dem Frachtbrief erforderlich und in Übereinstimmung mit dem Namen anzugeben, der in der Liste von Produktnamen in Kapitel 17 oder 18 des IBC-Codes oder in der neuesten Ausgabe des MEPC.2/Rundschreibens [‚MEPC.2/Circular‘ ‚Provisional categorization of liquid substances‘, 19. Fassung, gültig seit 17. Dezember 2013] aufgeführt ist. Es sind auch der vorgeschriebene Schiffstyp und die Verschmutzungskategorie anzugeben.
 

Erläuterungen:

Unter IBC sind Großpackmittel (Intermediate Bulk Container) gemeint. 
Der IBC-Code ist ein internationaler Code für den Bau und die Ausrüstung von Schiffen zur sicheren Beförderung gefährlicher Chemikalien und gesundheitsschädlicher Flüssigkeiten als Massengut. Er richtet sich z.B. an Chemikalientanker.

Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und IBC-Code: 
Anhang II des Internationalen Übereinkommens zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe von 1973 in der Fassung seines Protokolls von 1978 (MARPOL 73/78) [MARPOL 73/78 — Konsolidierte Ausgabe 2006, London, IMO 2007, ISBN 978-92-801-4216-7] und Internationaler Code für den Bau und die Ausrüstung von Schiffen zur Beförderung gefährlicher Chemikalien als Massengut (International Bulk Chemical Code — IBC-Code) [IBC-Code, Ausgabe 2007, London, IMO 2007, ISBN 978-92-801-4226-6]

„Die Angabe ist nur erforderlich bei Gütern, die unverpackt befördert werden. Für die Festlegung ist das Formular „BLG Product Data Reporting Form“ auszufüllen und bei der International Maritime Organisation (IMO) einzureichen. Das Marine Environment Protection Committee (MEPC) der IMO veröffentlicht die vorläufige Klassifizierung gemäß Regel 6.3 des Anhang II des MARPOL Übereinkommens. Das Verfahren ist gebührenpflichtig.“ (Kommentar aus dem kommentierten Mustersicherheitsdatenblatt nach REACH-Verordnung EG Nr. 1907/2006 gültig seit dem 1.12.2010).