Häufige Fragen zum Thema Corona-Tests (FAQ)

Ablauf

Eine grundsätzliche Verpflichtung, sich vor dem Betreten der Baustelle oder eines Reinigungsobjekts testen zu lassen, besteht nicht. Haben Beschäftigte den Verdacht, sich infiziert zu haben, sollten sie gar nicht erst zur Baustelle oder zum Arbeitsplatz anreisen. In diesem Fall sind sie angehalten, sich umgehend testen zu lassen.

Betriebliche Corona-Schnelltests sollten bevorzugt bei folgenden Fällen eingesetzt werden:

  • Erhöhter Kundenkontakt von Beschäftigten
  • Wechselnde Teams oder Schichten 
  • Infektionsgeschehen im Arbeitsumfeld 
  • Rückkehr von Dienstreisen aus Risikogebieten

Siehe auch Tipps zum Einsatz von betrieblichen Corona-Schnelltests

Bei einem positiven Testbefund sollten sich die Betroffenen sofort in Quarantäne begeben. Außerdem ist es empfehlenswert, eine Ärztin, einen Arzt oder das Gesundheitsamt zu kontaktieren und zur Bestätigung einen PCR-Test zu machen, um ein falsches Ergebnis des Schnell- oder Selbsttests auszuschließen.

Bei einem negativer Testbefund sollten sich die Beschäftigten weiterhin an die Abstands- und Hygieneregeln halten, da die Ergebnisse von Schnelltests nur begrenzt zuverlässig sind und lediglich eine Momentaufnahme darstellen.

Rechtliche Fragen

Corona-Tests sind eine wichtige Säule in der Pandemiebekämpfung. Sie können, wenn sie im Rahmen eines betrieblichen Hygienekonzeptes und damit in Verbindung mit weiteren Schutzmaßnahmen eingesetzt werden, zur Verringerung von Infektionen und der Unterbrechung von Infektionsketten beitragen.

Die Bundesregierung und die Wirtschaftsverbände appellieren daher an die Unternehmen in Deutschland, ihren in Präsenz tätigen Beschäftigten regelmäßige Tests anzubieten. Die Tests sollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so sie nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens einmal und bei entsprechender Verfügbarkeit zweimal pro Woche angeboten und auch bescheinigt werden (siehe Beschluss Bundesregierung und Landesregierungen vom 22.3.2021, S. 5)

Es ist den Bundesländern überlassen, daraus eine Testpflicht für Unternehmen abzuleiten. Daher müssen die länderspezifischen Bestimmungen berücksichtigt werden.

Die Bundesregierung empfiehlt Unternehmen ihren Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten können, mindestens einmal und bei entsprechender Verfügbarkeit zweimal pro Woche einen Test anzubieten.
Die BG BAU empfiehlt, Corona-Schnelltests bevorzugt bei folgenden Fällen einzusetzen:

  • Erhöhter Kundenkontakt von Beschäftigten
  • Wechselnde Teams oder Schichten 
  • Infektionsgeschehen im Arbeitsumfeld 
  • Rückkehr von Dienstreisen aus Risikogebieten

Siehe auch Tipps zum Einsatz von betrieblichen Corona-Schnelltests

Unterstützungsangebote

Nein, eine kostenlose Bereitstellung von Schnelltests durch die BG BAU ist nicht vorgesehen. Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber ist im Rahmen seiner allgemeinen Fürsorgepflicht dazu verpflichtet, seine Beschäftigten über Maßnahmen zur Infektionsprävention aufzuklären und diese umzusetzen. Ein betriebliches Testkonzept ist Teil dieser Verpflichtung. Aus diesem Grund haben die großen Wirtschafsverbände, so auch die Sozialpartner der Bauwirtschaft, die Unternehmen aufgerufen, diese Verantwortung wahrzunehmen. 

Die vier Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft haben gemeinsam eine Website erstellt, die Unternehmen Informationen rund ums Thema Testen in Betrieben an die Hand gibt: http://www.wirtschafttestetgegencorona.de.

Dort finden Sie auch eine Liste mitAnbietern von Antigen-Schnell- und Selbsttests.

Eine Übersicht über die in Deutschland zugelassenen Schnelltests und Selbsttests bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Die BG BAU unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen mit einem umfassenden Informations- und Beratungsangebot zum Einsatz betrieblicher Corona-Tests.
Hierzu zählt zunächst eine eigene Webseite zum Thema: www.bgbau.de/corona-tests

Über eine eigens eingerichtete Hotline können sich die Bauunternehmen von medizinischen Expertinnen und Experten beraten lassen:

  • Hotline des Arbeitsmedizinischen Dienstes der BG BAU (AMD): 030 85781-911
  • Service-Zeiten der Hotline: Montag bis Freitag von 08:00 bis 19:00 Uhr

Der AMD bietet den Beschäftigten der Bauwirtschaft und baunaher Dienstleistungen im Rahmen seiner Vorsorgeuntersuchungen zudem die Durchführung eines Schnelltests an.

Gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung muss jedes Unternehmen in Deutschland ein Hygienekonzept für die Coronavirus-Pandemie bereitstellen, mit dem erforderliche Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festgelegt und umgesetzt werden. Als Handlungshilfe hat die BG BAU eine Vorlage erstellt, mit der Unternehmen schnell und übersichtlich ihre Hygienemaßnahmen festlegen und dokumentieren können:

Unternehmen sind stets aufgefordert, die betriebliche Pandemieplanung und das Hygienekonzept an die jeweilige Gefährdungslage anzupassen.