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Helfer melden, Schwarzarbeit meiden

27.07.2018 - Private Bauherren

27. Juli 2018 | Private Bauherren

In der warmen Jahreszeit wird vielerorts in Ei­genarbeit am Häuschen gesägt, gehämmert und verputzt. Beteiligen sich Helfer daran, muss der Bauherr deren Anzahl spätestens eine Woche nach Arbeitsbeginn an die Berufsgenossenschaft der Bauwirt­schaft (BG BAU) melden. Auf diese gesetzliche Pflicht hat die BG BAU am 27. Juli 2018 hinge­wiesen. Der Bauherr sollte außerdem darauf achten, wann die Grenze zwischen Gefälligkeitsleistungen und Schwarzarbeit überschritten wird, um nicht als „Mittäter“ in den Fokus der Ermittlungsbehörden zu geraten.

Private Bauherren

Foto: Sonja Werner - BG BAU

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Mit der rechtzeitigen Meldung an die Berufsgenossenschaft vermeiden private Bau­herren Bußgelder bis 2.500 Euro. Die Bei­träge für die Helferversicherung machen derzeit 1,28 Euro (neue Bundesländer) sowie 1,45 Euro (alte Bundesländer) pro Hel­ferstunde aus. Dafür bietet die BG BAU persön­liche Beratungen und einen umfassenden Versicherungsschutz. Zum Beispiel informiert die BG BAU darüber, wie schwere Unfälle und Leid bei gefährlichen Arbeiten vermieden werden können und wel­che Schutzkleidung, wie Helme oder Sicherheits­schuhe, sinnvoll oder gar erforderlich sind.

Dass niemand vor Unfällen geschützt ist, zeigt die Statistik. So geschehen jedes Jahr in Deutschland mehrere hundert Unfälle bei nicht ge­werbsmä­ßigen Bauarbeiten. Viele Unfälle hinterlassen schwerste Folgen, wie Querschnitts­läh­mungen oder Schädel-Hirn-Verletzungen und die Betroffenen müssen über Jahre hinweg oder sogar lebenslang versorgt werden. Manche Unfälle enden sogar tödlich. Neben einer umfassenden Betreuung versucht die BG BAU im Falle eines Versicherungsfalles die Gesundheit mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen. Zu den Leis­tungen der BG BAU zählen zum Beispiel die Kostenübernahme bei Arbeits- oder Wege­unfällen, etwa für Heilbe­handlung und Rehabi­litation mit anschließender Hilfe zum Wiedereinstieg in den Beruf.

Alle Helfer, zum Beispiel Kollegen, Freunde, Bekannte, Ver­wandte und Nachbarn sind grundsätzlich bei der BG BAU versichert, auch wenn sie nur vorübergehend tätig sind. Eine Ausnahme gibt es jedoch bei spontanen Handreichungen und sogenannten Gefälligkeitsleistungen. Hier ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen, weil die Hilfe nicht als arbeitnehmerähnlich gilt. Bei den Gefälligkeitsleistungen ist in jedem Einzelfall die Beziehung zwischen dem Bauherren und dem Helfer zu untersuchen. Je enger die soziale Bindung ist, umso eher kann von einer Gefälligkeitsleistung ausgegangen werden. Auch das Ausmaß und die Gefährlichkeit der Tätigkeit spielen eine Rolle bei der Bewertung des Versicherungsschutzes. Versichert sind Mithelfende ausnahmsweise nicht bei der BG BAU, wenn sämtliche Helfer zusammen nicht länger als 40 Stunden geholfen haben. In sol­chen Fällen sind sie bei den Unfallkassen der öffentlichen Hand versichert.

Wann ist es Schwarzarbeit?

Private Bauherren sollten klar unterscheiden, wo Freund­schaftsdienste enden und Schwarzarbeit beginnt. So dürfen Hilfeleis­tungen nicht auf Gewinn ausgerichtet sein. Fahrtkosten und ein klei­nes Dankeschön darf der Bauherr dagegen leisten. Nach dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit ist es ille­gal, wenn Dienst- oder Werkleistungen in erheblichem Umfang gegen Entgelt geleistet werden und die Sozialversicherungsträger sowie das Finanzamt nicht über die Einkünfte infor­mie­rt werden. In solchen Fällen drohen Bauherren und gesetzwidrig arbeitenden Hel­fern empfindliche Bußgelder, in Extremfällen bis zu 100.000 Euro. Wird Schwarzarbeit nachgewiesen, müssen die Steuer- und Sozialversi­cherungsbeiträge nachgezahlt werden.

Schwarzarbeit lohnt sich schon deshalb nicht, weil nur ordnungsge­mäße Hand­werkerrechnungen, die per Überweisung bezahlt wurden, als haushaltsnahe Dienstleistungen beim Finanzamt geltend gemacht werden können.

Weitere Informationen unter www.bgbau.de/mitglieder/bauherr

 

 
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Joachim Förster

Joachim Förster
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