Hitzewelle in Deutschland: Schutz bei Arbeiten im Freien

Berlin, 18. Juli 2022. Aktuell erreicht Deutschland eine extreme Hitzewelle, die vermutlich andauern wird. Bei Arbeiten im Freien, wie zum Beispiel auf dem Bau, kann Hitze für die Beschäftigten zu ernsten Gesundheitsproblemen führen und auch schwere Unfälle verursachen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) gibt wichtige Hinweise zum Umgang mit der Situation.

Hitzewelle - Arbeiten im Freien

Bildquelle: Thomas Lucks - BG BAU

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Hohe Temperaturen belasten den Körper stark. Hitze beeinflusst den Kreislauf und kann sogar zum Tod führen. Schafft es der Körper nicht mehr, seine Kerntemperatur stabil zu halten, kann das zu lebensbedrohlichen Erkrankungen (zum Beispiel Hitzschlag) führen. Hinzu kommt, dass Hitzestress das Risiko für Unfälle am Arbeitsplatz erhöht.

„Deshalb müssen Schutzmaßnahmen gegen Gefährdungen durch Hitze auf Baustellen ergriffen werden. Arbeitsbedingte Hitzebelastungen entstehen insbesondere bei der Kombination von hohen Temperaturen und schwerer körperlicher Arbeit, welche zu einem erhöhten Wärmeabgabebedarf führt“, sagt Bernhard Arenz, Präventionsleiter der BG BAU. Weitere Einflussfaktoren sind die Luftfeuchtigkeit, die Sonnen- und Windverhältnisse sowie die getragene Arbeits- und Schutzkleidung.

„Maßnahmen gegen Hitze sollten auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung getroffen werden und darauf zielen, die Hitzeexposition der Betroffenen zu verringern, zum Beispiel durch Verschattungen oder Verlegung von Arbeitszeiten, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die Sicherstellung von Erste-Hilfe-Maßnahmen und regelmäßige Unterweisungen zum Thema Hitze“, so Arenz weiter.

Auf Warnsignale achten und schnell reagieren

Wichtig ist, dass mögliche Warnsignale von Hitzeerkrankungen bei sich selbst oder bei Kolleginnen und Kollegen frühzeitig wahr- und ernst genommen werden. Anzeichen von hitzebedingten Erkrankungen können sein: Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, großer Durst, Krämpfe, Unruhe, Aggressivität und/oder Verwirrtheit. Sind solche Anzeichen zu erkennen, gilt es schnell mit Verschattung, Kühlung (zum Beispiel durch feuchte Tücher) und Erster Hilfe zu reagieren.

Die BG BAU bietet eine „Erste-Hilfe-Rettungskarte Akute Hitzeerkrankungen“ auf ihrer Webseite: Erste-Hilfe-Rettungskarte Akute Hitzeerkrankungen

Vorausschauend planen und passende Ausrüstung nutzen

Neben dem Verlegen von Arbeits- bzw. Pausenzeiten an weniger sonnenreiche Tagesrandzeiten, gibt es technische Maßnahmen, die vor Hitze sowie natürlicher UV-Strahlung schützen. So fördert die BG BAU mit ihren Arbeitsschutzprämien die Anschaffung unter anderem von Funktionsshirts, Kopfbedeckungen oder Wetterschutzzelten. Arbeitsschutzprämien

Alle Informationen rund um das Thema Hitze hat die BG BAU außerdem auf einer speziellen Themen-Webseite zusammengestellt: Sonne und Hitze: Mit diesen Maßnahmen verhindern Sie hitzebedingte Erkrankungen am Arbeitsplatz

Als Unterweisungshilfe zum Thema Hitzeschutz bietet die BG BAU ein Video an: 1x1 im Arbeitsschutz: Hitze

Weitere Informationen

Informationen für Unternehmerinnen und Unternehmer: Kompetenzzentrum für Unternehmer - Fortbildung nach DGUV Vorschrift 2: Arbeiten bei Hitze

Informationen zum Thema UV-Schutz: UV-Schutz | BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Plakat Corona und Hitze: Corona und Hitze: So arbeiten Sie sicher (DIN A4)

 



Hintergrund – die BG BAU
Die BG BAU ist eine der großen Berufsgenossenschaften in Deutschland. Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Bauwirtschaft und für baunahe Dienstleistungen betreut die BG BAU mehr als 3 Millionen Versicherte in rund 567.000 Betrieben und ca. 58.000 privaten Bauvorhaben. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert die BG BAU Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Kommt es dennoch zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, bietet die BG BAU umfassende medizinische Betreuung und Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln. Zudem sorgt sie für die Wiedereingliederung der Betroffenen in das berufliche und soziale Leben und leistet finanzielle Entschädigung. Weitere Informationen unter www.bgbau.de.

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Pressekontakt
Susanne Diehr, Pressesprecherin, E-Mail presse@bgbau.de, Telefon: 030 85781-690

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