Coronavirus: Hinweise der BG BAU zum Thema Atemschutz und Mund-Nasen-Schutz

Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland steigt die Nachfrage nach Masken weiter. Das gilt auch für die Bauwirtschaft vor dem Hintergrund der fortgesetzten Bautätigkeit sowie den Bereich Gebäudedienstleistungen mit ihren intensiv geforderten Reinigungskräften. Aufgrund erheblicher Engpässe auf dem Markt, ist der Erwerb aller Arten von Schutzmasken mit großen Schwierigkeiten und Unsicherheiten verbunden. Viele Unternehmen suchen nach Alternativen, um ihren Beschäftigten Atemschutz und Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung stellen zu können. Was ist dabei zu beachten?

 

Verschiedene Mund-Nasen-Schutzmasken

Bildquelle: Inka - stock.adobe.com

Die BG BAU gibt Hinweise, wie einzelne Maskentypen zu bewerten sind und welchem Schutz sie dienen. Derzeit sind viele gefälschte Produkte in Umlauf, die nicht den geforderten Schutz bieten. Auch viele Masken, die im Internet erworben werden, entsprechen nicht dem Standard. Viele Produkte aus China sind beispielsweise nicht entsprechend deutscher Standards zertifiziert. Damit gilt dieser Atemschutz nur als Mund-Nasen-Schutz und darf nicht als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) eingesetzt werden.

  • Grundsätzlich sollte bei Atemschutz darauf geachtet werden, nur gekennzeichnete, d.h. geprüfte Produkte zu beschaffen. Die BG BAU hat dazu eine Tabelle erarbeitet, die als Orientierung dienen kann: Entscheidungshilfe für Betriebe der Bauwirtschaft
  • Beim Umgang mit Gefahrstoffen wie Staub oder Asbest sowie Lösemitteln oder in kontaminierten Bereichen muss wie vorgeschrieben ein Atemschutz mit Partikelfiltern oder Aktivkohlefiltern gewählt werden. Hierbei müssen auch die üblichen Verhaltensregeln eingehalten werden. Eine Handlungsanleitung, die unter Mitwirkung der BG BAU entstanden ist, gibt konkrete Empfehlungen zum Einsatz von Atemschutz bei Staubbelastungen: www.staub-war-gestern.de – Downloads
  • Eine gültige Übersicht zu getesteten Produkten, die regelmäßig aktualisiert wird, ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.cdc.gov/niosh/npptl/topics/respirators/disp_part/n95list1-h.html
  • Angesichts der Gefahr durch das Coronavirus ist zu beachten, dass Atemschutzmasken mit Ausatemventil – die wegen der Belastung beim Tragen von Atemschutz für den Träger zu bevorzugen sind – zwar den Träger schützen, aber nicht die Umstehenden! Denn die Atemluft gelangt ungefiltert in die Umgebungsluft. Daher ist derzeit klar zu empfehlen, am besten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht die Coronavirus-Schutzregeln einhalten können, mit Atemschutz auszustatten, um eine gegenseitige Gefährdung zu vermeiden.
  • Neben dem Atemschutz ist auch so genannter Pandemieatemschutz zum Schutz vor dem Coronavirus im Einsatz, insbesondere bei medizinischem Personal.
  • Zum Schutz der Umgebung kommt zunehmend Mund-Nasen-Schutz (MNS) zum Einsatz, der vor allem Partikel mit Viren des Trägers zurückhält. Dieser einfache Schutz, der keine PSA darstellt, könnte weiter an Bedeutung gewinnen, wenn die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert werden. Denn wenn alle Beschäftigten den MNS tragen und zusätzlich die Abstandsregel (mind. 1,5 m) sowie die Hygieneregeln einhalten, kann dies eine weitere schützende Maßnahme darstellen. Die BG BAU hat ein Plakat zum Thema Mund-Nasen-Schutz erstellt, das unter folgendem Link abrufbar ist: 
  • Achtung: Papiertücher, selbst hergestellter Mund-Nasen-Schutz und OP Masken sind für Betriebe der Bauwirtschaft und der baunahen Dienstleistungen grundsätzlich nicht geeignet! Selbst hergestellter Mund-Nasen-Schutz ist allenfalls als Spuckschutz geeignet, z.B. wenn mehrere Personen gemeinsam im Auto unterwegs sind.

Kontaktmöglichkeiten: https://www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/coronavirus/

Servicehotline

Sie haben ein Anliegen? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der kostenfreien Servicehotline helfen Ihnen gerne!

0800 3799100

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 17:00 Uhr,

Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr

(Feiertage ausgenommen)