Hinweise der BG BAU zur Ersthelfer-Ausbildung und -Fortbildung aufgrund der Coronavirus-Krise

Erste-Hilfe-Koffer

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Der Fachbereich Erste Hilfe der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. hat eine Handlungshilfe für Unternehmen zur Ersthelferausbildung veröffentlicht.

Bitte beachten Sie folgende Punkte:

  1. Die Entscheidung, Beschäftigte zu den Ersthelferlehrgängen zu schicken, liegt bei den Unternehmen. Die Fortbildungsfrist für betriebliche Ersthelferinnen bzw. Ersthelfer kann Coronavirus-bedingt bis auf zweieinhalb Jahre erhöht werden.
     
  2. FalIs ein Termin für einen Fortbildungslehrgang nicht eingehalten und stattdessen erneut ein Ausbildungslehrgang absolviert wurde, mindert dies nach Einschätzung der BG BAU nicht die Qualität der betrieblichen Ersten Hilfe auf Baustellen und in Objekten.

    Begründung: Inhaltlich baut der Fortbildungslehrgang zwar auf der Ausbildung auf. Nach zwei Jahren müssen jedoch bei vielen Teilnehmenden die Grundthemen der betrieblichen Erste Hilfe wieder aufgefrischt werden. Auch neue Erkenntnisse zur Ersten Hilfe sind in beiden Lehrgangstypen jeweils zu vermitteln. Deshalb unterscheiden sich die Fähigkeiten der betrieblichen Ersthelfer nach der Teilnahme an einem der beiden Lehrgangstypen kaum. Für die Betriebe entsteht auch kein Nachteil, da beide Lehrgänge, sowohl für die Ausbildung als auch die Fortbildung, jeweils neun Unterrichtsstunden lang sind.
     
  3. Für Betriebe, bei denen die Aus- und Fortbildung der betrieblichen Ersthelferinnen bzw. Ersthelfer aufgrund der aktuellen Lage stockt, besteht entsprechend der DGUV Regel 100-001 zur UVV "Grundsätze der Prävention" die Möglichkeit, nach vorhergehender Vereinbarung durch Ersthelferinnen bzw. Ersthelfer anderer Betriebe die vorgeschriebene Erste Hilfe auf Baustellen und in Objekten sicher zu stellen.
     
  4. Die BG BAU zahlt für alle Lehrgänge pro Lehrgangsteilnehmendem die Pauschale von 34 Euro an die ermächtigte Ausbildungsstelle. Für Kurse, die in der Zeit vom 01.06.2020 bis 30.09.2020 absolviert werden, wird pro Teilnehmendem eine pandemiebedingten Zulage in Höhe von 6 Euro gewährt. In diesem Zeitraum erhalten die Ausbildungsstellen somit eine Pauschalgebühr von 40 Euro.  Weitere coronavirus-bedingte Mehrkosten können nicht übernommen werden und dürfen auch weder den Unternehmen noch den Versicherten in Rechnung gestellt werden.