Beim Schneeräumen an die Sicherheit der Helfer denken

10. Januar 2019 | BG BAU appelliert

 

Nach schweren Schneefällen ist die Lage in den betroffenen Gebieten angespannt. „Die Sicherheit der Helfer darf in dieser Krisensituation nicht vernachlässigt werden". Das betonte Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). „Schon bevor die Räumarbeiten beginnen, muss geschaut werden, ob es auf dem Dach Lichtkuppeln, Lichtbänder oder Eindeckungen gibt, die nicht tragfähig sind."

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Die Einsatzkräfte schaufeln tonnenschwere Schneemassen von den Dächern, um zu verhindern, dass diese einbrechen. Dabei stehen die Helfer, die meist keine Erfahrung mit dieser Arbeit haben, oft auch auf nicht sicheren Eis- oder Schneeflächen. Die BG BAU bittet daher alle leitenden Einsatzkräfte, in dieser Extremsituation die möglichen Sicherungsmaßnahmen bereits im Vorfeld der Arbeiten zu berücksichtigen. Insbesondere Dachneigung und Dachhöhe wie aber auch nicht durchtrittsichere Dacheinbauten können eine hohe Absturzgefahr darstellen.

Vor allem sei die tatsächliche Dachlast durch Schnee zu prüfen, sagte der Präventionsleiter. „Wenn sie zu hoch ist, besteht Einsturzgefahr“. Dann müsse der Schnee von außerhalb ge­räumt werden, zum Beispiel von einer Hubarbeitsbühne aus. Außerdem sei die Art der Schneeräumung selbst zu planen: Geprüft werden müsse, wie viele Personen zu welchen Zeiten erforderlich sind oder ob - beispielsweise auf Industriebauten mit Flachdächern - der Einsatz von Maschinen sinn­voll ist?

Vor wenigen Jahren kam bereits ein Helfer ums Leben, weil er eine durch die Schneemassen verdeckte Plexiglaskuppel betrat. Diese hielt der Belastung nicht stand und der junge Mann stürzte in die Tiefe. Die BG BAU setzt sich mit ihrem Appell für Gesundheit und Leben der Helfer ein. Diese sind wertvoller als alle Sachgegenstände.

Bei Fragen zur Arbeitssicherheit hilft die BG BAU gern weiter – mit der Präventionshotline 0800 80 20 100 oder über www.bgbau.de.