AMD der BG BAU berät Unternehmen und Versicherte

Berlin, 16.12.2020 | SARS-CoV-2: Schutz von Risikogruppen im Betrieb

Für alle Berufstätigen, insbesondere für Risikogruppen, muss die Gefahr einer Infektion durch das Coronavirus im Betrieb bestmöglich vermieden werden. Bei der Wahrnehmung betreffender Plichten unterstützt der Arbeitsmedizinische Dienst der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft GmbH (AMD der BG BAU) seine Mitgliedsunternehmen. „Dieser Service umfasst die Risiko-Einschätzung für die Beschäftigten sowie eine Ermittlung von Maßnahmen, um Gefährdungen abzuwenden“, sagt Dr. Anette Wahl-Wachendorf, ärztliche Direktorin des Arbeitsmedizinischen Dienstes des AMD der BG BAU.

Bildquelle: Wolfgang Bellwinkel - DGUV

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) spricht im Zusammenhang mit COVID-19 von Risikogruppen, für die die besondere Gefahr besteht, durch das Virus einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat erst im November darauf hingewiesen, dass es Beschäftigte gibt, die eines besonderen Schutzes bedürfen und die Betriebsärzte faktisch in die Gefahrenabwehr mit einbezogen. In erster Linie haben jedoch die Verantwortlichen in den Unternehmen eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - diese haben Anspruch auf Infektionsprävention.

„Bei der Wahrnehmung dieser Pflichten berät und betreut der AMD der BG BAU die Betriebe“, unterstreicht Dr. Wahl-Wachendorf. Konkret unterstützt der AMD der BG BAU die Unternehmen bei der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz und berät zu wirksamen technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen. Dr. Wahl-Wachendorf: „Das kann unterschiedlichste Maßnahmen betreffen, zum Beispiel solche zur Hygiene, Abstandsgebote, von Absperrungen bis hin zu verlagerten Arbeitszeiten.“

Bei der Gefährdungsbeurteilung sind vor allem spezielle Belastungen für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen zu berücksichtigen. Welche Gruppen oder Personen das sind, ermittelt der AMD der BG BAU nach Sicht der Arbeitsplätze sowie der individuellen Situation der Beschäftigten. Eine wichtige Rolle spielen dabei mögliche Vorerkrankungen sowie der jeweilige Gefährdungsgrad aufgrund der speziellen Tätigkeiten der untersuchten Beschäftigten.

Die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte des AMD der BG BAU arbeiten vertrauensvoll mit Versicherten und Geschäftsleitungen zusammen. „Das umfasst Empfehlungen zur Umsetzung notwendiger Schutzmaßnahmen für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie betriebsärztliche Vorsorgen und Beratungen für die Versicherten“, so Dr. Wahl-Wachendorf. 
 

Weiterführende Informationen:

https://www.amd.bgbau.de/aktuelle-themen/informationen-zur-corona-pandemie/coronavirus-sars-cov-2/interview-mit-dr-anette-wahl-wachendorf/

 


Hintergrund – die BG BAU

Die BG BAU ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Bauwirtschaft und baunahe Dienstleistungen und damit ein wichtiger Pfeiler des deutschen Sozialversicherungssystems. Sie betreut ca. 2,9 Millionen Versicherte in über 500.000 Betrieben und ca. 50.000 privaten Bauvorhaben.

Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert die BG BAU Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Kommt es dennoch zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, bietet die BG BAU umfassende medizinische Betreuung und Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln. Zudem sorgt sie für die Wiedereingliederung der Betroffenen in das berufliche und soziale Leben und leistet finanzielle Entschädigung.

Weitere Informationen unter www.bgbau.de.

Pressekontakt: Susanne Diehr, E-Mail: presse(at)bgbau.de, Telefon: 030 85781-690.

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