Tag gegen Lärm für Auszubildende: BG BAU klärt über Lärmschutz auf

03.05.2022 – Unter dem Motto „Hört sich gut an“ fand am 27. April 2022 der 25. Tag gegen Lärm statt. Bundesweit organisierte die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) Aktionstage. Dabei konnten Auszubildende erleben, wie Lärm wirkt und wie sie sich am besten schützen. Leisere Maschinen und ein passender Gehörschutz können den Lärmpegel senken und sorgen für ein gesundes Hörorgan.

 

Ein Mann mit Warnweste setzt sich Hörschutz auf.

Bildquelle: Matthias Merz - BG BAU

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Schneiden, schleifen, bohren, schrauben: Die Arbeit am Bau ist vielseitig – und laut. „Unser Ohr hat keine natürlichen Schutzfunktionen gegen Lärm“, sagt Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. „Was Lärm mit unserem Hörorgan macht, darüber informieren unsere Expertinnen und Experten bei den Aktionstagen. Auszubildende erleben mit Maschinen und Lärmmessungen, wie Schutzmaßnahmen funktionieren. Diese Erfahrung können sie direkt in ihrem Alltag nutzen.“

Lärm kann stören, belästigen, die Gesundheit schädigen und die Unfallgefahr erhöhen, wenn er zum Beispiel Warnsignale bei Gleisarbeiten übertönt. „Das größte Problem sind die Langzeitfolgen“, sagt Arenz. Das belegen auch aktuelle Zahlen der BG BAU. 2021 war Lärmschwerhörigkeit mit 2.882 Fällen die Berufskrankheit mit den meisten Verdachtsanzeigen innerhalb der Bauwirtschaft und der baunahen Dienstleistungen. Rund 18 Millionen Euro jährlich gab die BG BAU in den vergangenen fünf Jahren für Heilbehandlungen, Rehabilitationen und Renten aus.

Mit leiseren Maschinen oder lärmarmen Arbeitsverfahren lässt sich der Lärmpegel nachhaltig senken. Beispiele sind lärmgeminderte Druckluftdrüsen oder schallgedämmte Sägeblätter für Kreissägen. Sind solche technischen Maßnahmen nicht möglich, muss die Lärmbelastung organisatorisch eingeschränkt werden, indem zum Beispiel Schallschutzwände oder Schallschutzkapseln die Lärmquelle abschirmen. Ab einer Lärmbelastung von durchschnittlich 80 dB(A) am Tag müssen Unternehmen ihren Beschäftigten persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, also Kapselgehörschützer, Gehörschutzstöpsel oder Otoplastiken. Eine Tragepflicht besteht ab einem Wert von 85 dB(A).

„Die Aktionstage für Auszubildende sind ein bewährter Baustein unserer Präventionsarbeit. Wer Schutzmaßnahmen kennt und versteht, kann sie sinnvoll einsetzen“, sagt Arenz anlässlich des 25. Tages gegen Lärm. Seit 1998 bündelt die Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V. als Initiatorin des Tages die deutschlandweiten Aktivitäten der Partnerorganisationen. „Neben den Aktionstagen beraten unsere Expertinnen und Experten Unternehmen auch direkt auf den Baustellen zu lärmarmen Arbeitsverfahren und Gehörschutzmaßnahmen. Vor Lärm geschützt zu sein hört sich gut an.“

 

Weitere Informationen:

BG BAU Themenseite zu Lärm und Vibration

BG BAU Arbeitsschutzprämie für Otoplastiken
 



Hintergrund – die BG BAU
Die BG BAU ist eine der großen Berufsgenossenschaften in Deutschland. Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Bauwirtschaft und für baunahe Dienstleistungen betreut die BG BAU mehr als 3 Millionen Versicherte in rund 567.000 Betrieben und ca. 58.000 privaten Bauvorhaben. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert die BG BAU Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Kommt es dennoch zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, bietet die BG BAU umfassende medizinische Betreuung und Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln. Zudem sorgt sie für die Wiedereingliederung der Betroffenen in das berufliche und soziale Leben und leistet finanzielle Entschädigung. Weitere Informationen unter www.bgbau.de.

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