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Stolpern, stürzen, rutschen - Risiken lauern nicht nur im Winter

Stolpern, stürzen, rutschen - Risiken lauern nicht nur im Winter - Am Arbeitsplatz vorsorgen / 28. Januar 2014

Am Arbeitsplatz vorsorgen / 28. Januar 2014

Nässe, Reif oder sogar Eis und Schnee: Derzeit können Arbeitsplätze schnell zur Rutschbahn werden. Aber auch in anderen Jahreszeiten gilt es, Stolperfallen zu vermeiden. Über 20 Prozent aller Arbeitsunfälle im Baugewerbe sind Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Rutschige Böden, liegengelassene Werkzeuge, Kabel, Eimer, bauliche Mängel oder ungeeignete Schuhe können die Ursachen sein. Damit keine Gefahr für die Beschäftigten besteht, sind regelmäßige Sicherheits-Checks der Baustellenwege und Arbeitsplätze angebracht. Jeder Einzelne kann durch Umsicht und Ordnung am Arbeitsplatz dazu beitragen, solche Unfälle zu vermeiden, so die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).

Stolperfallen beseitigen

Bodenöffnungen durchtritt sicher und unverschiebbar abdecken. Größere Öffnungen mit dreiteiligem Seitenschutz sichern. Auch loses Material beiseite räumen und geordnet lagern.

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Ausrutschen und stolpern, was harmlos klingt, kann böse Folgen haben: Bänderrisse, Knochenbrüche, Zerrungen oder Verstauchungen: Mehr als 23.500 Arbeitsunfälle geschahen in der Bauwirtschaft und im Gebäudereiniger-Handwerk 2012 durch Stolpern, Rutschen und durch Stürze aus bis zu einem Meter Höhe. Im Schnitt sind das 100 Unfälle an jedem Arbeitstag. Kosten in Höhe von fast 36 Millionen Euro für Heilbehandlungen, Rehabilitationen und Renten zahlte die BG BAU 2012 an Betroffene von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen. Das waren über 18 Prozent der gesamten Aufwendungen für alle Arbeitsunfälle.

Viele Unfälle ereignen sich beim Treppensteigen: Wer über Treppen Material oder Werkzeug transportiert, sollte auf einen freien Blick über die Stufen achten. Wichtig sind zudem trockener Grund, freie Verkehrswege und vorgeschriebene Geländer an Podesten und Gerüsten. Sprünge von höher gelegenen Arbeitsplätzen sollten vermieden werden: Nach einem Sprung aus einem Meter Höhe wirkt das Sechsfache des Körpergewichtes auf die Gelenke, dabei kommt es leicht zu einem Fersenbeinbruch. Aber auch Hast und Eile, mangelnde Aufmerksamkeit und ungeeignetes Schuhwerk führen häufig zu Unfällen.

Nicht zu unterschätzen sind die Lichtverhältnisse, etwa von Verkehrswegen und Treppen. Wenn das Tagelicht morgens an stark bewölkten Tagen oder in der abendlichen Dämmerung nicht ausreicht, ist es wichtig, frühzeitig künstliche Beleuchtung einzuschalten. In der dunkleren Jahreszeit ist für ausreichende Beleuchtung zu sorgen.

Die häufigsten Stolperfallen entstehen durch unebene Böden, Schläuche, Kabel und herumliegende Gegenstände wie Verpackungen oder Werkzeuge. Für unvermeidliche Kabel und Leitungen gibt es abgeschrägte Kabelbrücken. Nicht mehr benötigtes Werkzeug oder Material sollte gleich an dafür vorgesehene Plätze geräumt und nicht auf dem Boden liegen gelassen werden. Zudem sind Baustellenwege frei zu halten und nicht durch Baumaterial oder Bauschutt zu versperren. Besteht die Gefahr, dass Beschäftigte in Hohlräume, Ausschachtungen oder Baugruben fallen könnten, müssen beispielsweise Absperrungen, Abdeckungen, Schutzdächer oder Fangnetze her.

Eine andere häufige Unfallursache sind rutschige Böden. Ausgelaufenes Öl, Fett oder Wasser sollte daher schnellstmöglich beseitigt werden. Im Winter sind die Verkehrswege bei Eis, Raureif oder starkem Regen etwa durch Streumittel zu sichern, um sich gegen Rutschgefahren zu wappnen. Fragen zum Thema können an die kostenlose Präventionshotline der BG BAU gerichtet werden,
Telefon: 0800 80 20 100.

 
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