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Nach einem Unfall: „Neuer Lebensmut durch Sport“

Paralympics-Star im Interview / 25. Juli 2013

Paralympics-Star im Interview / 25. Juli 2013

„Zusammen mit Patienten, Familien und dem medizinischen Personal des berufsge­nos­senschaftlichen Unfallkrankenhauses Berlin (UKB) können wir viel erreichen und Pro­jekte realisieren, in denen wir die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Ge­sellschaft praktisch vorleben“. Das sagte Kirsten Bruhn, mehrfache Goldmedaillen-Ge­winnerin im Schwimmen bei den Paralympics 2004, 2008 und 2012 in ei­nem Inter­view mit "BG BAU aktuell", dem Unternehmermagazin der Be­rufsgenossen­schaft der Bauwirt­schaft (BG BAU). Bruhn, die sich zudem für die Weltmeisterschaft Schwimmen, vom 12. bis 18. August in Montreal (Kanada) qualifiziert hat, engagiert sich für den Sport in der Rehabilitation.

Foto: Kirsten Bruhn

hochauflösende Version des Fotos (1535 x 2126 Pixel, 1,05 MB)

1991 hatte der heutige Paralympics-Star einen schweren Motorradunfall und ist seitdem quer­schnittgelähmt. Mit einem Schlag war alles anders, keine richtige Aufgabe, kein Spaß am Le­ben. Erst Jahre später, durch eine siebenmonatige Reha im berufsgenossenschaftli­chen Unfall­krankenhaus Boberg, kam der Anstoß, wieder in einen normalen Alltag zurück zu finden. Bruhn: „In der Reha haben wir viel im Wasser gearbeitet. Dabei kam die Rückbesin­nung auf das Schwimmen. Durch den Schwimmsport konnte ich mich wieder als Mensch fühlen und nicht als jemand, der ständig umsorgt und gepflegt werden muss“.   

Wie entschlossen Bruhn seitdem an sich gearbeitet hat, wird in dem Film „Gold – du kannst mehr als du denkst“ deutlich, der im Frühjahr bundesweit in den Kinos zu sehen war. In dem von der BG BAU unterstützen Film von Michael Hammon werden die Geschichten von drei Athleten mit Behinderung er­zählt, die für die Paralympics im Sommer 2012 in London trai­niert haben: Henry Wanyoike, blinder Marathonläufer aus Kenia, Kurt Fearnley, australi­scher Renn­rollstuhl-Fahrer und Kirsten Bruhn. Auch wenn alle drei Spitzensportler sind, hat der Film doch eine Botschaft für alle Menschen mit Behinderung, ist Bruhn sicher: „Er zeigt, dass man sich auf das neue Leben einstellen muss und diesem neuen Leben beispielsweise durch Sport wieder Hoffnung geben kann“. Die DVD mit dem Film ist spätestens im Januar 2014 im freien Verkauf.

Im Rahmen der Physiotherapie sind sportliche Übungen seit langem ein fester Bestandteil der von den Berufsgenossenschaften geleisteten medizinischen Rehabilitation. Das UKB, in dem Kirs­ten Bruhn seit April 2012 als Mitarbeiterin der Pressestelle arbeitet, ist eine von elf Kliniken aus dem Klinikverbund der ge­setzli­chen Unfallversicherung mit zusammen 11.000 Mitarbeitern. Diese Kliniken bieten eine ge­zielte Sporttherapie an. Ziel von Reha-Sport ist es, Kraft, Ausdauer und Koordination der Ver­letzten zu steigern und die Betroffenen soweit wie möglich wieder in die Gesellschaft einzuglie­dern. Reha-Sport kann also mehr als nur einen Beitrag zur körperli­chen Genesung leisten. Er fördert soziale Kontakte, ermöglicht Erfolgserlebnisse und hilft, das Selbstbewusstsein zu stär­ken. So können schwierige Lebenssituationen besser gemeistert werden. Sport und Bewe­gung sind wichtige Bausteine für eine erfolgreiche gesellschaftliche Teilhabe von Men­schen mit Be­hinderung.

Neben den Leistungen der medizinischen Reha ist es eine der wichtigsten Aufgaben der ge­setzlichen Unfallversicherung nach einem Unfall oder einer Berufskrankheit die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen sicher zu stellen. Es ist Aufgabe der Reha-Manager der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Heilbehand­lung zu steuern und den Rehabi­litati­onsbedarf umfassend zu klären. Allein im Jahr 2011 hat die BG BAU 175.000 Rehabilitati­onsfälle er­folgreich abge­schlossen. Während der gesamten Dauer des Prozes­ses der Rehabi­litation unter­stützen die Reha-Manager die Versicherten aktiv bei ihrer be­ruflichen und sozialen Wiederein­gliederung. Dazu gehört auch der Reha-Sport. „Allen Menschen muss die freie Ent­faltung der Persönlichkeit und ihrer Talente ermöglicht werden“, unterstreicht Kirsten Bruhn. Das ist der Weg zur Inklusion - jede und jeder gehört dazu. Sport und Bewegung sind dabei wichtige Fakto­ren, um Inklusion im Alltag umzusetzen.

 
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Joachim Förster

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