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Welttag zum Arbeitsschutz

Feinstaub macht krank / 26. April 2013

Feinstaub macht krank  / 26. April 2013

Über ihre Initiative gegen die Staubbelastungen in der Bauwirtschaft informiert die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) am 28. April, dem weltweiten Tag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Ar­beitsplatz. Aus Anlass vieler Erkrankungen weist die BG BAU gemeinsam mit dem Bundes­ver­band Deutscher Steinmetze sowie der In­dustriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt auf die Gefahren durch Staub und auf Gegenmaß­nahmen hin. Der Arbeitsschutztag wurde von der Internatio­nalen Arbeitsorga­nisation (ILO) ins Leben gerufen.

„Die quarzbedingten Berufserkrankungen, wie Silikose, Siliko-Tuberkulose und Lungenkrebs, haben in den letzten zehn Jahren eher zu- als ab­genommen.“ Das betonte Bern­hard Arenz, Leiter der Abteilung Prävention der BG BAU. Insgesamt sind zu diesen Berufs­krankheiten 1.600 Verdachtsanzeigen bei der BG BAU allein im Jahr 2011 eingegangen. 

Wenn Handwerker meißeln, bohren oder sägen entsteht viel quarzhaltiger Staub. Mes­sungen der BG BAU haben fünf Milligramm Quarzstaub pro Kubikmeter Luft ergeben. Die zulässigen Staubgrenzwerte am Arbeitsplatz werden oft drastisch überschritten. Besonders gefährlich ist der nicht sichtbare Feinstau­banteil mit einer Partikelgröße von weniger als fünf Mikrome­tern. Ohne Einsatz von Schutzmaßnahmen werden die Beschäftigten krank. Der Feinstaub ent­zündet das Lungengewebe, es bilden sich Narben und die Funktion der Lunge wird immer weiter eingeschränkt. Schon bei einer kurzen Staubbelastung können Symptome wie Hus­ten, Auswurf und Atemnot oder auch Bronchitis und Asthma auftreten. Lang dauernde Be­lastung mit Quarzstaub kann zur bleibenden Schädigung des Lungengewebes und Lungen­krebs oder Tuberkulose führen - in manchen Fällen mit tödlichen Folgen.

„Der Arbeitsschutz darf nicht vernachlässigt werden. Dabei ist es am besten, wenn Staub möglichst gar nicht in die Atemluft kommt“, so Arenz. Die wichtigste Maßnahme sei daher der Einsatz von Entstaubern, damit an Maschinen wie Trennschleifern der Staub gleich an der Quelle abgesaugt wird. Bei man­chen Arbeiten, etwa beim trockenen Bearbeiten von Werk­stücken mit Hand geführ­ten Maschi­nen, ist die Staubentwicklung allerdings so hoch, dass Bau-Ent­stauber nicht mehr ausreichen. In solchen Fällen ist eine zentrale Absaugvor­richtung im Be­trieb einzusetzen. Zudem ist eine Raumlüftungsanlage sinnvoll, die für einen regelmäßi­gen Luft­wechsel sorgt und die sowohl Arbeitsverfahren, als auch körperliche Be­anspru­chungen und die Anzahl der Beschäftigten berück­sichtigt. Solange die Staubentwicklung in Handwerksbetrieben nicht deutlich reduziert wird, sind Vor­sorgeuntersuchungen für die Beschäftigten verpflichtend, auch darauf weist die BG BAU hin. Diese Untersuchungen helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und sind für Unterneh­men kostenfrei, die dem Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienst der BG BAU (ASD der BG BAU) angeschlossen sind. Ihren nächstgelegenen Betriebsarzt finden die Betriebe unter www.ansprechpartnerderbgbau.de > „ASD der BG BAU“.

Die aktuelle Initiative gegen Staubbelastungen im Handwerk ist nur ein Beispiel der Präventionsaktivitäten der BG BAU. Denn am Bau gibt es spezielle Risiken, etwa die Arbeit auf Gerüsten, der Umgang mit schwerem Gerät  oder der Kontakt mit gefährlichen Arbeits­stoffen. Auf allen Feldern engagiert sich die (BG BAU) und berät die Unternehmen, um Ar­beitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Mit einigem Erfolg, wie der langfristige Rückgang bei den Arbeitsunfällen zeigt. Deren Zahl ist im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 um 38 Prozent auf gut 53.600 zurück­gegangen.

 
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