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Bundesarbeitsministerin im Interview

Arbeitssicherheit macht die Bauwirtschaft für junge und ältere Beschäftigte attraktiver / 23. Mai 2012

Arbeitssicherheit macht die Bauwirtschaft für junge und ältere Beschäftigte attraktiver  / 23. Mai 2012

 „Je höher das Arbeitsschutzniveau auf dem Bau, desto länger können ältere Beschäftigte in Ihrem Job bleiben und desto attraktiver werden Bauberufe für junge Menschen“. Das sagte Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen in ei­nem Interview mit "BG BAU aktuell", dem soeben erschienenen Unternehmermagazin der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Deshalb sollten alle am Bau Be­teilig­ten, wie Architekten und Bauleiter, schon im vornhinein mit Umsicht und Weitblick dafür sor­gen, dass es auf dem Bau sicher zugeht.

Auf Baustellen herrschen besondere Bedingungen: Viele Menschen vom Bauherren über die Planer, Bauleiter bis zum Handwerker arbeiten dort Hand in Hand. Wenn einer der Beteiligten in dieser Kette einen Fehler macht, können nicht nur die wirtschaftlichen, sondern insbesondere auch die gesundheitlichen Folgen für andere verheerend sein, stellte von der Leyen fest: „Die Gefahren bekommt man nur in den Griff, wenn alle in der Kette das Thema Sicherheit gleich ernst nehmen.“ Wichtig sei, dass sich alle Beteiligten zu jeder Zeit ihrer Verantwortung bewusst seien und ihren Teil beitragen. Einen wichtigen Stellenwert habe daher die Kooperation aller Partner in der Bauwirtschaft, so die Ministerin. Mit den Praxishilfen, Netzwerken und Modellpro­jekten der Initia­tive Neue Qualität des Bauens - INQA-Bauen - werden alle am Bau Beteiligten hierin unter­stützt.

INQA-Bauen ist eine nationale Initiative der Bauwirtschaft mit über 120 Partnern, die auf freiwilli­ger Basis mitarbeiten. Alle wichtigen Akteure der Baubranche sind über INQA-Bauen miteinan­der vernetzt, tauschen sich über diese Plattform aus und entwickeln gemeinsam praxistaugliche Handlungshilfen. Diese stellen dann unabhängige, branchenweite Qualitätsstandards dar. Im Internet können sich die Unternehmer informieren. So ermöglicht INQA-Bauen den Betrieben, zum Beispiel mit seinem Instrument CASA-Bauen, die Organisation einer Baustelle systema­tisch zu planen. Hier gehe es darum, voneinander zu lernen und guten Ideen eine Plattform zu geben, sagte von der Leyen.

Wie wichtig es dabei ist, Baustellenarbeitsplätze für junge Menschen auch durch einen guten Arbeitsschutz attraktiver zu machen werde laut BG BAU vor dem Hintergrund des demographi­schen Wandels deutlich: Nach einer Unternehmensabfrage des Deutschen Industrie- und Han­delskammertages beklagen schon heute 63 Prozent der Befragten einen Fachkräftemangel im Baugewerbe. Dieses Problem wird voraussichtlich nicht geringer werden.

Zudem wird der demographische Wandel den Unternehmen zunehmend vor Augen führen, dass auf Grund des drohenden Mangels an Fachkräften künftig auch am Bau mehr ältere Menschen beschäftigt sein werden als heute. Dies bedeutet, dass auch neue Ideen gefragt sind, um die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten unter den bautypischen Arbeitsbedingungen wie Wind und Wetter, ungünstige Körperhaltungen oder Arbeiten in großen Höhen auch für eine längere Tätig­keit im Baubereich altersgerecht zu erhalten, so die BG BAU. Arbeiten an ständig wechselnden Einsatzorten, bei Lärm, Staub und das Heben und Tragen schwerer Lasten strapazieren außer­dem die Ge­sundheit.

Die Grundlagen für Übergewicht, Bluthochdruck, chronische Bronchitis wie auch für Rü­cken­schmerzen und Gelenkbeschwerden entstehen durchschnittlich ab dem 30. Lebensjahr. Um die Zu­kunftsperspektiven der älteren Beschäftigten am Bau zu verbessern, brauchen Un­ternehmer und Beschäftigte häufig Unterstützung. Erforderliche Maßnahmen ergeben sich zwar in der Theorie aus den Bestimmungen des Arbeitssicherheitsgesetztes (ASIG). Bei der Umsetzung der Maßnahmen in allen Fragen des Gesundheitsschutzes bieten die Betriebsärzte ihre Beratung an. Diese sind für den größten Teil der Bauunternehmen im Arbeitsme­dizinisch-Sicher­heitstech­nischen Dienst (ASD der BG BAU) zusammengeschlossen. Aufgrund ihrer langjährigen bau­fachspezifischen Erfahrung erkennen sie, wann welche Maßnahmen zu ergreifen sind und ge­ben die richtigen Tipps. Weitere Informationen unter www.bgbau.de > ASD der BG BAU;  www.inqa-bauen.de, www.casa-bauen.de.

 
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Joachim Förster

Joachim Förster
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