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Aktionstag "Risiko raus" für Azubis

Junge Leute besonders Unfall gefährdet - BG BAU gibt Tipps für Sicherheit im Berufsverkehr / 10. November 2011

Junge Leute besonders Unfall gefährdet - BG BAU gibt Tipps für Sicherheit im Berufsverkehr / 10. November 2011

Mit großem Elan unternahmen über 400 Auszubildende aus neun Ausbildungszentren der Bauwirtschaft in verschiedenen Bundesländern eine Reihe bunter Aktivitäten für Sicherheit im Straßenverkehr. Fachleute der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU), Präventionsexperten und Arbeitsmediziner, unterstützen sie dabei. Anlass der Aktionstage, die die BG BAU in den Jahren 2010 und 2011 durchführte: Viele tausend oft schwere Unfälle erleiden junge Berufstätige jedes Jahr bei Arbeits-, Dienst- und Wegeunfällen im Straßenverkehr.

Junge Autofahrer verunglücken häufiger als Angehörige anderer Altersgruppen. Gründe sind vor allem fehlende Erfahrungen und erhöhte Risikobereitschaft. Gerade junge Menschen gefährden sich und andere im Straßenverkehr. Deswegen wendet sich die BG BAU mit einer Aktion an den Nachwuchs der Branche. Die jungen Beschäftigten sollen dabei auch angeregt werden, Fahrsicherheitstrainings zu absolvieren oder Seminare der BG BAU, zum Beispiel über richtige Ladungssicherung, zu besuchen.

Fahrsimulator 400Px
hochauflösende Version des Fotos (1500 x 1000 Pixel, 310 KB)

Ein Kernstück des Aktionstages ist der Test des Reaktionsvermögens in der Pkw-Kabine eines High-Tech-Fahrsimulators. Wirklichkeitsnah mussten zahlreiche konkrete Gefahrensituationen im Straßenverkehr gemeistert werden. Praxisnah lernten die jungen Beschäftigten wichtige Hilfsmittel und Methoden kennen, um Ladung, wie etwa Gefahrstoffe, wirksam zu sichern.

Rauschbrille 400 PX
hochauflösende Version des Fotos (1200 x 1700 Pixel, 265 KB)

Manche Auszubildende erlebten beim Test der Arbeitsmediziner mit der Rauschbrille eine böse Überraschung, weil schon wenige Promille das Seh- und Reaktionsvermögen stark einengen.

Die Fachleute der BG BAU vermittelten den Auszubildenden medial gestützt Informationen, wie unter Stress und Zeitnot brisante Situationen im Straßenverkehr zu umgehen sind. So sind etwa Ablenkungen, wie laute Musik, Telefonate und übermüdetes Fahren im Auto zu vermeiden. Ein Tabu ist natürlich jeder Konsum von Drogen und Alkohol vor und während der Fahrt. Stress kann bewältigen, so lernten die Jugendlichen, wer beispielsweise seine Fahrt rechtzeitig plant und startet, regelmäßige Pausen mit Bewegung einlegt und auf der Straße genügend Abstand zum Vordermann wahrt. Dringend zu vermeiden ist aggressives Fahrverhalten, etwa drängeln, abruptes Spurwechsel, riskante Überholmanöver und ständiges links fahren. Ein launiges Multimedia-Quiz vermittelte den jungen Leuten zudem lebenswichtige Regeln, wie verhängnisvolle Fehler auf der Straße vermieden werden. Dazu gehört es, die Geschwindigkeit der Situation und Verkehrslage anzupassen.

Zahlen sprechen deutliche Sprache

Knapp 29.000 Arbeits-, Dienst- und Wegeunfälle im Straßenverkehr mit jungen Beschäftigten im Alter zwischen 18 und 26 Jahren registrierten die gewerblichen Berufsgenossenschaften im Jahr 2010. Allein die BG BAU fast 1.800 solcher Unfälle im Straßenverkehr mit jungen Beschäftigten zwischen 18 und 26.

230 Millionen Euro zahlten alle gewerblichen Berufsgenossenschaften im Jahr 2010 für Heilbehandlungen, Rehabilitationen und Renten an Beschäftigte zwischen 18 und 26 Jahren, die in den Vorjahren durch Arbeits-, Dienst- und Wegeunfälle im Straßenverkehr verletzt wurden. Die BG BAU zahlte 2010 für den gleichen Zweck mehr als 37 Millionen Euro.
 

Ein dunkles Bild zeigt sich für junge Beschäftigte zwischen 18 und 26 Jahren bei tödlichen Unfällen: Wie die gewerblichen Berufsgenossenschaften registrierten, waren in den Jahren 2001 bis 2010 über 84 Prozent aller Arbeitsunfälle Arbeits-, Dienst- und Wegeunfälle im Straßenverkehr. Die BG BAU stellte fest, dass im gleichen Zeitraum rund 65 Prozent aller Arbeitsunfälle bei jungen Leuten solche im beruflich bedingten Straßenverkehr waren.

 
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Joachim Förster

Joachim Förster
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