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Freiwillige Versicherung

Unternehmer oder unternehmerähnliche Personen sind nicht gesetzlich versichert. Die BG BAU bietet Ihnen aber die Möglichkeit sich freiwillig zu versichern. Damit  sind Sie bei allen betrieblichen Tätigkeiten gegen die Folgen von Arbeitsunfällen, Wegeunfällen (Wege von und zur Arbeit) und Berufskrankheiten abgesichert.

Wer ist versicherungsberechtigt?

    • Unternehmer
      Hierzu zählt nicht nur jeder Unternehmer eines gewerbsmäßig betriebenen Unternehmens, sondern auch Komplementäre einer Kommanditgesellschaft (KG) sowie die Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) oder einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR).
    • Unternehmerähnliche Personen
      Als "unternehmerähnlich" gelten die Personen, die in Kapital- oder Personenhandelsgesellschaften (GmbH, KG, GmbH & Co KG) entweder in der Gesellschafterversammlung maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidungen der Gesellschaft nehmen oder über ihre Arbeitskraft in der Gesellschaft im wesentlichen frei verfügen können.
    • Ehegatten oder Lebenspartner von Unternehmern, die weisungsfrei im Unternehmen tätig sind, und somit nicht bereits als Arbeitnehmer gesetzlich unfallversichert sind.

Antrag

Die freiwillige Versicherung ist schriftlich bei der Berufsgenossenschaft zu beantragen. In dem Antrag ist  neben den genauen Personalien der zu versichernden Person (Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnort) die Versicherungssumme anzugeben, die der Versicherung als Jahresarbeitsverdienst zugrunde gelegt werden soll. Der Antrag muss zudem die persönliche Unterschrift des Antragstellers enthalten.

Einen Vordruck zur Stellung eines Antrages auf Freiwillige Versicherung finden Sie hier.

Wahl der Versicherungssumme

Die Versicherungssumme bildet die Grundlage zur Berechnung der aus Anlass eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit zu gewährenden Geldleistungen (und stellt nicht - wie bei einer Privaten Unfallversicherung - die Höchstgrenze für zu erbringende Leistungen dar). Sie sollte möglichst dem tatsächlichen Arbeitseinkommen entsprechen.

Die Versicherungssumme kann zwischen 34.860 EUR und 69.720 EUR frei gewählt werden. Je höher die Versicherungssumme liegt, desto höher sind auch die Geldleistungen im Falle eines Arbeitsunfalls. Allerdings ist bei Gewährung von Verletztengeld eine dreiwöchige Wartezeit zu beachten. Dies bedeutet, dass für die ersten 3 Wochen der Arbeitsunfähigkeit Verletztengeld nicht gezahlt wird, es sei denn, es handelt sich um Versicherte, die bei einer Krankenkasse mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind. Die Frist beginnt am Tag, ab dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird oder mit dem Tag des Beginns einer Heilbehandlungsmaßnahme, wenn sie an der Ausübung einer ganztätigen Erwerbstätigkeit hindert. Abweichend hiervon wird Verletztengeld für die Dauer der wegen eines Versicherungsfalles erforderlichen stationären Behandlung in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen (§ 33 SGB VII) gezahlt.

Die Leistungen für die Rehabilitation sind unabhängig von der Versicherungssumme.

Versicherungsbeginn

Die Versicherung beginnt frühestens mit dem Tage nach Eingang der Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft. Es kann auch ein späterer Beginnzeitpunkt beantragt werden. Eine rückwirkende Versicherung ist ausgeschlossen.

Ende der Versicherung

Die freiwillige Versicherung endet mit dem Ablauf des Monats, in dem ein schriftlicher Antrag (= Kündigung) bei der Berufsgenossenschaft eingegangen ist.

Sie erlischt, wenn der auf sie entfallende Beitrag oder Beitragsvorschuss binnen zweier Monate nach Fälligkeit nicht gezahlt worden ist. Eine Neuanmeldung bleibt so lange unwirksam, bis der rückständige Beitrag oder Beitragsvorschuss entrichtet worden ist.

Steuerliche Absetzbarkeit

Die Beiträge zur freiwilligen Versicherung sind als Betriebsausgaben (Unternehmer, Ehegatte, Lebenspartner) oder Werbungskosten (unternehmerähnliche Personen) steuerlich abzugsfähig. Gezahlte Leistungen nach einem Arbeitsunfall sind steuerfrei.

Rechtsgrundlagen

siehe §§ 45 ff. unserer Satzung