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Beitragszuschlagsverfahren

Unternehmen können im Rahmen der Beitragsberechnung von ihrer guten Präventionsarbeit profitieren

Unternehmen können im Rahmen der Beitragsberechnung von ihrer guten Präventionsarbeit profitieren  

Vorrangige Aufgabe und Verpflichtung sowohl für die Berufsgenossenschaften als auch für die
Unternehmen ist es, durch effektive Unfallverhütung Arbeitsunfälle zu vermeiden. Die Berufsgenossenschaften haben dabei von Gesetzes wegen die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der Entwicklung des Unfallgeschehens Zuschläge aufzuerlegen oder Nachlässe zu gewähren. Beobachtungen haben allerdings deutlich gemacht, dass sich Unternehmen nach Erhebung eines Zuschlags wesentlich intensiver mit der Unfallverhütung in ihrem Betrieb auseinandersetzen.

Das Zuschlagsverfahren beteiligt Betriebe mit überdurchschnittlich hoher Unfallbelastung entsprechend stärker am Gesamtbeitragsaufkommen. Unternehmen dagegen, die nicht oder nur unwesentlich am Unfallgeschehen beteiligt sind und somit keine oder nur geringe Aufwendungen verursachen, werden dauerhaft entlastet.

Neues Verfahren seit Anfang 2016

Mit dem neuen Beitragszuschlagsverfahren kommt die BG BAU dem Wunsch der Unternehmen nach, das langfristige Unfallgeschehen eines Betriebes stärker zu berücksichtigen. Zudem wird ein weiterer Anreiz für die Unternehmen geschaffen, Arbeitsunfälle zu vermeiden.

Ab dem Umlagejahr 2015 beträgt der Höchstzuschlag 30 Prozent des individuellen Beitrages. Allerdings kann der Höchstzuschlag für vorausgegangene unfallfreie Jahre reduziert werden. Die Staffelung des Beitragszuschlages richtet sich danach, wie viele Jahre ein Unternehmen zuschlagsfrei geblieben ist.

Für das Umlagejahr 2015 kann der Höchstzuschlag erstmalig auf 25 Prozent reduziert werden, wenn das Unternehmen in den vergangenen vier Jahren zuschlagsfrei war. Ab 2017 kann der Zuschlag bei sechs Jahren Zuschlagsfreiheit auf 20 Prozent und ab dem Jahr 2019 auf 15 Prozent verringert werden, wenn das Unternehmen zuvor acht Jahre keine Zuschläge erhalten hat.

Berechnungsformel

Für Fälle, in denen die Eigenbelastung zwar über der Durchschnittsbelastung, aber unter dem Eigenbelastungs-Höchstwert liegt, berechnet sich der Zuschlag zukünftig wie folgt:

Belastungsziffern

Für die Berechnung der Belastungsziffern werden die im Umlagejahr gezahlten Sach- und Geldleistungen für Versicherungsfälle, die der Berufsgenossenschaft erstmalig im Umlagejahr und im davor liegenden Jahr gemeldet wurden, herangezogen.

Ausnahme

Ein Zuschlag wird nicht erhoben, wenn der dadurch entstehende Gesamtbeitrag den Mindestbeitrag von zurzeit 100 Euro nicht übersteigen würde.

Die in der aktuellen Umlage auferlegten Beitragszuschläge werden als "Einnahmen" verbucht und wirken sich im Folgejahr umlagemindernd aus.

Nicht berücksichtigte Unfälle

Beim Beitragszuschlagverfahren bleiben Aufwendungen für folgende Versicherungsfälle außer Ansatz:

    • Wegeunfälle
    • Versicherungsfälle auf Betriebswegen außerhalb der Betriebsstätte
    • Berufskrankheiten
    • Unfälle durch höhere Gewalt und
    • Unfälle durch alleiniges Verschulden dritter, nicht zum Unternehmen gehörender Personen.