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Beiträge

Die Sozialversicherung wird durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern anteilig finanziert. Ausnahme ist die gesetzliche Unfallversicherung: Hier leisten allein die Unternehmer die Beiträge, weil die Berufsgenossenschaften die Haftung für Risiken der Betriebe übernehmen.

Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung werden nach dem Finanzierungssystem der gewerblichen Berufsgenossenschaften im Wege des Umlageverfahrens der nachträglichen Bedarfsdeckung aufgebracht. Das bedeutet, dass nach Ablauf eines Jahres alle Aufwendungen erfasst und nach Abzug der Verwaltungseinnahmen auf die Unternehmen umgelegt werden.

Die Berufsgenossenschaften decken ihren Finanzbedarf durch Beiträge ab, die sie nach Ablauf des Kalenderjahres in einem Beitragsbescheid festsetzen. Die Beitragsbescheide gehen den Mitgliedsbetrieben üblicherweise im Monat April eines jeden Jahres zu.

Vorschüsse Vom Gesetzgeber haben die Berufsgenossenschaften die Möglichkeit bekommen, Vorschüsse auf die voraussichtlich anfallenden Beiträge zu erheben (§ 164  Abs. 1 SGB VII).

Die BG BAU hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und erhebt Beitragsvorschüsse in 6 Raten. Die Raten werden wie folgt fällig:

Die gezahlten Vorschüsse werden in voller Höhe auf den nach Ablauf des Umlagejahres endgültig festgesetzten Beitrag angerechnet.

Hauptumlage

Der Beitragsanteil für das Unternehmen richtet sich nach dem Bruttoarbeitsentgelt der Arbeitnehmer und Aushilfen, nach der Gefahrklasse und dem nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres aufgrund der Umlagerechnung festzustellenden Beitragsfuß der Berufsgenossenschaft.

Arbeitsentgelt x Gefahrklasse x Beitragsfuß

100

 Der Mindestbeitrag beträgt 100 EUR.

Lastenverteilung nach Neurenten (LVN ) und Lastenverteilung nach Entgelt (LVE) 

Zusätzlich zum sogenannten Hauptumlagebeitrag muss die BG BAU auch einen Beitrag zur Lastenverteilung, zusammengesetzt aus der Lastenverteilung nach Neurenten und nach Entgelten, erheben.

Gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Unternehmen sind von der Beitragserhebung der Lastenverteilung befreit. Dafür ist zum Nachweis der Gemeinnützigkeit der entsprechende Bescheid des zuständigen Finanzamtes vorzulegen.

Während sich der Beitrag zur LVN analog zum Hauptumlagebeitrag, also nach dem Bruttoarbeitsentgelt, der Gefahrklasse und dem Beitragsfuß (LVN), berechnet, spielt beim Beitrag zur LVE die Gefahrklasse keine Rolle. Bei der LVE wird außerdem ein Freibetrag (204.500,00 EUR je Unternehmen in 2015) auf das beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt gewährt. Auf die Höhe der Beitragsfüße für die Lastenverteilung und somit auf die Höhe dieser Beiträge hat die BG BAU keinen Einfluss.

Umlagen für arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung

Der Unternehmer hat zur Wahrnehmung seiner Aufgaben nach dem Arbeitssicherheitsgesetz Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte zu bestellen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn der Unternehmer dem Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienst (ASD der BG BAU) der Berufsgenossenschaft angeschlossen ist. Die Mittel zur Errichtung und Unterhaltung des Arbeitmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienstes sind durch Beiträge der angeschlossenen Unternehmen aufzubringen. Die Beiträge werden ausschließlich nach dem Arbeitsentgelt der Versicherten in den Unternehmen umgelegt. Eine Ausnahme ergibt sich bei der Regelbetreuung für bis zu zehn Beschäftigte: Hier wird zusätzlich zum entgeltbezogenen Beitragsanteil ein Grundbeitrag in Höhe von 165 EUR erhoben.

Die Umlage zum ASD der BG BAU wird einmal im Jahr abgerechnet. Sie erhalten den Beitragsbescheid zusammen mit dem Beitragsbescheid für Ihren Umlagebeitrag. Weitere Informationen finden Sie unter ASD der BG BAU.

Weiteres zu den einzelnen Umlagen finden Sie in den Erläuterungen zum Beitragsbescheid.