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Flüchtlinge als qualifizierte Bauhelfer

Migranten zu Bauhelfern mit Zertifikat ausbilden

Bauboom und demografischer Wandel stellt Arbeitgeber vor eine Herausforderung: Sie brauchen dringend Arbeitskräfte. So gibt es einen großen Bedarf an qualifizierten Bauhelferinnen und Bauhelfern mit Zertifikat, um u. a. Arbeitsunfälle zu vermeiden.

Eine Chance für alle

Anfang August 2017 startete das Projekt zur Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten zu Bauhelferinnen und Bauhelfern. Es ist eine Kooperation zwischen den Niedersächsischen Berufsförderungswerken (INN-tegrativ gGmbH) und der BG BAU. Mit dem Flüchtlingsprojekt sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Bereitstellen von qualifizierten Fachkräften für die Bauunternehmen
  • Möglichst dauerhafte Beschäftigung der Bauhelferinnen und -helfer in einem Betrieb
  • Erhöhung der Arbeitssicherheit auf Baustellen

Ausgebildet werden sollen die Migrantinnen und Migranten von Menschen, die nach einem schweren Arbeitsunfall nicht mehr in ihrem alten Beruf arbeiten können. Die Rehabilitanden übernehmen so eine neue Aufgabe und geben ihr langjähriges Fachwissen aus der Praxis an die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer weiter. Mit dem Bauhelfer-Zertifikat haben die ausgebildeten Bauhelferinnen und Bauhelfer gute Eingliederungschancen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Kooperation hat also einen dreifachen Nutzen:

  • Migrantinnen und Migranten werden über die Tätigkeit als Bauhelferin oder Bauhelfer gesellschaftlich integriert
  • Versicherte der BG BAU mit schweren Unfallfolgen finden als Ausbilderinnen und Ausbilder eine neue sinnvolle Aufgabe
  • Baubetriebe bekommen motivierte und fachlich versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 

Flüchtlingsprojekt
hochauflösende Version des Fotos (1571 x 1051 Pixel, 11,15 MB)

Foto: Dirk Bremer - BG BAU
 

In der 9-monatigen Ausbildung (inkl. Praktikum) werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Praxisorientiertes Arbeiten mit Maschinen, Werkzeugen und Materialien des Hoch-, Tief- und Ausbaus
  • Praktische Erprobung in Betrieben der Baubranche
  • Verständigungsfähigkeit in branchenspezifischer Sprache
  • ƒUmfassende Kenntnisse zur Arbeitssicherheit und zu Arbeitsabläufen auf einer Baustelle

Voraussetzung: Alle Absolventinnen und Absolventen der Kurzqualifizierung müssen

  • über eine Arbeitsgenehmigung und eine gute Bleibeperspektive verfügen,
  • an einem Integrationskurs teilgenommen haben und
  • eine körperliche Belastbarkeit vorweisen können.

Nach Abschluss der Maßnahme erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein qualifizierendes Zertifikat.

Ab Frühjahr 2018 sollen Migrantinnen und Migranten, fachlich versierte anerkannte Geflüchtete sowie Asylsuchende mit guter Bleibeperspektive dann als Bauhelferinnen oder Bauhelfer (Lohngruppe 1 des BRTV) in Betrieben der Baubranche starten. 

Lesen Sie mehr über das Flüchtlingsprojekt in unserem Unternehmermagazin BG BAU aktuell.

 
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