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Reha / Leistungen Versicherte Risiken Berufskrankheiten

Berufskrankheiten

Versichertes Risiko Berufskrankheiten

Versichertes Risiko Berufskrankheiten

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die die Bundesregierung in der Berufskrankheiten-Verordnung als solche bezeichnet und die sich ein Versicherter bei seiner Arbeit (versicherte Tätigkeit) zugezogen hat. Als Berufskrankheiten (BK) kommen nur solche Erkrankungen in Frage, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind, denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind. Die so genannten Volkskrankheiten wie Muskel- und Skeletterkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können deshalb in der Regel keine Berufskrankheiten sein.

Erkrankungen, die noch nicht in der Berufskrankheiten-Liste genannt sind, können im Einzelfall wie eine Berufskrankheit anerkannt werden, wenn nach neueren Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft die Voraussetzungen erfüllt sind.

Vier neue Berufskrankheiten auf der Liste

Hautuntersuchung beim ArztZum 1. Januar 2015 ist die Berufskrankheiten-Liste von 73 auf 77 erweitert worden. Der Empfehlung des ärztlichen Sachverständigenbeirats entsprechend wurden vier weitere Erkrankungen auf die Liste gesetzt:

    • das Larynxkarzinom (Kehlkopfkrebs, BK-Nr. 1319)
    • das Karpaltunnel-Syndrom (BK-Nr. 2113)
    • das Hypothenar-Hammer-Syndrom/Thenar-Hammer-Syndrom (BK-Nr. 2114) und die
    • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung (BK-Nr. 5103).

In der Baubranche arbeiten beispielsweise Dachdecker und Straßenbauer häufig im Freien unter direkter Sonneneinstrahlung und sind im Sinne der BK-Nr. 5103 gefährdet. Dachdecker, Zimmerer und Fußbodenleger, die regelmäßig kraftvoll mit der Hand zugreifen oder mit Motorsägen und Steinbohrern arbeiten, könnten von der BK-Nr. 2113 betroffen sein, und alle Berufsgruppen, die regelmäßig kraftbetriebene Werkzeuge wie Schlagbohrer und Presslufthämmer verwenden, von der BK-Nr. 2114. Gefährdende Tätigkeiten im Sinne der BK-Nr. 1319 hingegen, wie die Herstellung von Seifen, das Beizen von Metallen und die Fertigung von Bleiakkumulatoren, sind in der Baubranche selten. Den Verdacht auf eine Berufskrankheit können der behandelnde Arzt, der Arbeitgeber oder die Betroffenen selbst an die BG BAU melden.

Kausalität

Kausalität bedeutet Ursächlichkeit/Zusammenhang. Sie ist ein zwingendes Tatbestandsmerkmal für die Anerkennung einer Berufskrankheit. Denn Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung können nur erbracht werden, wenn die gesundheitlichen Beschwerden wesentlich durch die berufliche Tätigkeit verursacht wurden.

Berufskrankheiten-Anzeige

Unternehmer und Ärzte sind verpflichtet, den Verdacht auf eine Berufskrankheit (BK) an die Berufsgenossenschaft zu melden.

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Formulare einer BK-Anzeige für Unternehmer

Zum Formular BK-Anzeige für Unternehmer - DOC 55 KB
Zum Formular BK-Anzeige für Unternehmer - PDF 16 KB

Formulare einer BK-Anzeige für Ärzte

Zum Formular BK-Anzeige für Ärzte - DOC 107 KB
Zum Formular BK-Anzeige für Ärzte - PDF 17 KB

Fragen zu Berufskrankheiten

Die wichtigsten Fragen zu dem Thema Berufskrankheiten werden in dem Flyer „Berufskrankheiten: Fragen und Antworten“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) beantwortet.