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e-learning A - Z Leichte biologische Abbaubarkeit: Bioabbaubarkeitsstudien

Leichte biologische Abbaubarkeit: Bioabbaubarkeitsstudien

Leichte biologische Abbaubarkeit: Bioabbaubarkeitsstudien

Definition:

Bei der leichten biologischen Abbaubarkeit wird der aerobe Abbau einer Substanz betrachtet.

Messverfahren:

Eine Lösung oder Suspension der Prüfsubstanz in einem mineralischen Medium wird unter aeroben Bedingungen im Dunkeln oder bei diffuser Beleuchtung angeimpft und bebrütet.
Die Versuchsdauer beträgt 28 Tage. Ab dem Zeitpunkt, zu dem 10 % des Stoffes abgebaut sind, beginnt die Messung des Abbaus für 10 Tage. Die Zeit vor dem 10%-igen Abbau wird als Lag-Phase bezeichnet.

Leichte biologische Abbaubarkeit

Der Abbau kann mittels verschiedener Parameter untersucht werden:

• Abnahme des gelösten organischen Kohlenstoff (DOC)
• Verbrauch von Sauerstoff (ThSB)
• Bildung von Kohlendioxid (ThCO2).

Um das geeignete Verfahren auszuwählen, sind Angaben über die Löslichkeit, den Dampfdruck und die Adsorption der chemischen Substanz erforderlich.

Geeignete Prüfmethoden:

Die Messverfahren der leichten biologischen Abbaubarkeit sind in der Prüfmethoden-Verordnung (EG) Nr.440/2008, Teil C, Methoden C.4 Teil I-VII und C.29 beschrieben.

Angabe im Sicherheitsdatenblatt:

Es wird der prozentuale Abbau mit dem Untersuchungsparameter und der Prüfmethode angegeben. Es sollte ebenfalls ein Hinweis erfolgen, ob die Substanz leicht abbaubar oder nicht leicht abbaubar ist.

Aussage:

Eine Prüfsubstanz ist biologisch leicht abbaubar, wenn nach 10 Tagen eine Abnahme des gelösten organischen Kohlenstoffs (DOC) von 70 %, ein Verbrauch von Sauerstoff von 60% des theoretischen Maximums (ThSB) oder die Bildung von Kohlendioxid von 60 % des theoretischen Maximums (ThCO2).

Tipps:

Organische Lösungsmittel tragen (teilweise erheblich) zum gelösten organischen Kohlenstoff (DOC) bei und sind in der Regel biologisch leicht abbaubar. Ein hoher Lösemittelanteil kann gegenüber einem nicht leicht abbaubaren Wirkstoff in sehr geringer Konzentration eine leichte Abbaubarkeit des Gemisches vortäuschen.
Bei den Respirationstests können stickstoffhaltige Verbindungen die Sauerstoffaufnahme infolge Nitrifikation beeinflussen. Der Anteil der Nitrifikation muss berechnet oder experimentell bestimmt werden.

 
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