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Schutzmaßnahmen

Schutzmaßnahmen

Bitte denken Sie daran, dass Arbeiten in der Hitze und in der Sonne Gefahren für die Gesundheit  auslösen können!

Die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung und die Unterweisung der Beschäftigten über die bestehenden Gefahren sind eine Grundvoraussetzung zur Vermeidung von kurz- und langfristig eintretenden Gesundheitsgefahren. Spezielle Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten in einem Handlungsplan festgelegt werden.

Schutzmaßnahmen sind nach dem TOP-Prinzip anzuwenden. Das heißt, es sind zuerst technische, dann organisatorische und ergänzend persönliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.


Technische Maßnahmen:

    • Beschattung von Arbeitsplätzen durch Sonnensegel, Sonnenschutzzelte oder spezielle Sonnenschirme
    • Einrichtung von provisorischen Unterstellmöglichkeiten
    • Gute Belüftung von Arbeitsbereichen im Inneren von Bauwerken
    • Benutzung von Baumaschinen, LKW´s und Baggern mit Klimaanlage und UV-absorbierenden Fenstern


Organisatorische Maßnahmen:

    • Einzelarbeitsplätze können unter extremen Hitzebedingungen riskant sein. Die Arbeit insbesondere für Menschen mit  Vorerkrankungen sollte deshalb so organisiert sein, dass immer andere Mitarbeiter in der Nähe sind und Sichtkontakt untereinander besteht.
    • Tätigkeiten mit besonders schwerer körperlicher Belastung sollten in die Frühstunden gelegt werden. Die Anzahl und der Umfang der Pausen, selbstverständlich im Schatten, muss den Temperaturen angepasst werden.
    • Bei großer Hitze sollte in einer Betriebsvereinbarung ein Verzicht auf Überstunden festgehalten werden.
    • Individuelle Anstrengungen sind einzuschränken, die Arbeit ist durch Tätigkeitswechsel auf mehrere Schultern zu verteilen. Der Arbeitsrhythmus ist den erschwerten Bedingungen anzupassen.
    • Bereitstellung von Getränken (mit wenig Kohlensäure, Tees, Fruchtschorlen, kein Alkohol) und Hautschutzpräparaten
    • Unterweisung der Beschäftigten
    • Organisation der Ersten Hilfe


Persönliche Schutzmaßnahmen:

    • Bei Temperaturen über 30 °C muss mehr Flüssigkeit getrunken werden. Unter körperlicher Arbeit schwitzt man bis zu 5 Liter Flüssigkeit in einer Arbeitsschicht aus. Um das auszugleichen, müssen pro 10 Kilogramm Körpergewicht mindestens 300 Milliliter Wasser (Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, Tee, Fruchtschorle) getrunken werden. Bei einem 80 Kilo-Mann sind das mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit.
    • Die Mahlzeiten sollten bei hohen Temperaturen leicht verdaulich sein, um den Körper nicht noch durch Verdauungsarbeit zusätzlich zu belasten.
    • Hautschutzpräparate schützen bei richtiger Anwendung vor einem Sonnenbrand  sowie vor Hautkrebs. Cremes mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 filtern 95 % der UV-B-Strahlung. Die Sonnenschutzmittel sollten bereits 30 Minuten vor der Sonneneinwirkung gut eingerieben und anschließend alle 2 Stunden erneut aufgetragen werden.
    • Das Tragen einer Sonnenbrille am besten mit seitlicher Abdeckung ist zum Schutz der Augen und zur Verminderung von Blendungen zu empfehlen. Brillen der Kategorie 2  (Durchlässigkeit für 18 bis 43 % des Lichts) mit nachgewiesener UV-Schutzwirkung sind gut geeignet.
    • Das Tragen einer Kopfbedeckung (in der Regel der Schutzhelm) soll das Gehirn vor einer direkten Bestrahlung schützen. Sollte keine Helmtragepflicht bestehen, ist eine Kopfbedeckung mit breitem Rand und Schild sowie Nackenschutz zu empfehlen.
    • Menschen mit starkem Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen (insbesondere Bluthochdruck), Diabetes mellitus, Lungenerkrankungen, Krampferkrankungen sollten bei extremen Klimasituationen ganz besonders vorsichtig sein. Eine individuelle Beratung durch den Betriebsarzt ist hier unbedingt zu empfehlen.