Bereits 1890 wurde die erste berufsgenossenschaftliche Unfallklinik
gegründet. Sie war der Beginn der modernen Unfallheilkunde,
die zunehmend an Bedeutung gewann. Den Berufsgenossenschaften ist es in
der Folgezeit gelungen, durch die Verpflichtung namhafter
Ärzte und die Einrichtung moderner Kliniken mit
Spezialgebieten der gesamten Unfallheilkunde wesentliche Impulse zu
geben. Mittlerweile besteht ein flächendeckendes Netz der
BG-Kliniken.
Spezialgebiete der BG-Kliniken
Die berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken sind auf eine Vielzahl
komplexer Aufgabenstellungen spezialisiert.
Sie haben insbesondere die Behandlung von Knochenbrüchen
weiterentwickelt und standardisiert. Fehlheilungen von
Knochenbrüchen, Falschgelenkbildungen und
Gelenkzerstörungen, Knochen- und Weichteilinfektionen konnten
in vielen Fällen vermieden werden. Auch Verletzungen von
Sehnen und Nerven sowie Rückenmarks- und
Schädelverletzungen sowie von Schwerbrandverletzten wurden zu
Schwerpunkten der BG-Kliniken.
Das flächendeckende
Netz
berufsgenossenschaftlicher Kliniken ist ein Beleg für die
Leistungsfähigkeit des berufsgenossenschaftlichen Modells
geworden.
Die Berufsgenossenschaften betreiben neun Unfallkliniken, sieben
Sonderstationen, zwei Kliniken für Berufskrankheiten und drei
Unfallbehandlungsstellen (Ambulatorien).
Vereinigung
Berufsgenossenschaftlicher Kliniken (VBGK)
In der Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken (VBGK) haben
sich 1968 die Träger berufsgenossenschaftlicher Kliniken und
Behandlungsstellen zusammengeschlossen. Die VBGK hat das Ziel, den
Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern sowie die Zusammenarbeit
auf wirtschaftlichem, organisatorischem und verwaltungstechnischem
Gebiet zu fördern.
