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Mehr Effizienz durch Zusammenschluss ab 2005
Jahrespressegespräch der Arbeitsgemeinschaft der Bau-Berufsgenossenschaften in Frankfurt am Main
(19.08.2004)

"Am 1. Mai 2005 schließen sich die sieben regionalen Bau-Berufsgenossenschaften und die bundesweit tätige Tiefbau-Berufsgenossenschaft zu einer einheitlichen Berufsgenossenschaft für die Bauwirtschaft zusammen. Oberstes Ziel der Fusion ist, durch konsequente Nutzung von Synergieeffekten die Qualität der Arbeit für Versicherte und Unternehmer weiter zu verbessern und Kosteneinsparpotenziale zu realisieren." Das sagte Jutta Vestring, die im derzeitigen Verbund der Bau-Berufsgenossenschaften für die Öffentlichkeitsarbeit veranwortlich ist, am 19. August 2004 im Rahmen des Jahrespressegespräches der Arbeitsgemeinschaft der Bau-Berufsgenossenschaften in Frankfurt am Main.

Sitz der neuen Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) ist Berlin, dort werden vorhandene Verwaltungsgebäude genutzt. Jutta Vestring ist derzeitige Hauptgeschäftsführerin der Südwestlichen Bau-Berufsgenossenschaft in Karlsruhe und ebenso designiertes Mitglied der Geschäftsführung der neuen BG Bau wie ihre beiden Kollegen Bernhard Förster, Hauptgeschäftsführer der Bau-Berufsgenossenschaft in Hamburg und Hannover sowie Manfred Bandmann von der Tiefbau-Berufsgenossenschaft in München. Bernhard Förster wird Sprecher der Geschäftsführung sein.

"Besonders wichtig ist uns, dass die ortsnahe Betreuung der Mitgliedsbetriebe im notwendigen Umfang gewährleistet bleibt; zu diesem Zweck werden die acht derzeitigen Hauptverwaltungen im Status einer Bezirksverwaltung vorerst weitergeführt", sagte Vestring. Mit der Fusion gehen die Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft - hier sind fast drei Millionen Arbeitnehmer bundesweit gesetzlich unfallversichert - aus eigener Initiative die Probleme in der Bauwirtschaft an.

Sorgen macht den Berufsgenossenschaften - ebenso wie ihren Mitgliedsbetrieben - die bereits über lange Jahre dauernde schwache Baukonjunktur, die einen starken Rückgang der beitragszahlenden Unternehmen nach sich zieht. Demzufolge gehen auch die Beschäftigtenzahlen und damit die Bruttolohnsummen, die Grundlage für die Beitragsbemessung ist, stark zurück. Die Folge ist eine stetige Steigerung der Beiträge.

Die Fusion ermöglicht nun eine Art Finanzausgleich aller Berufsgenossenschaften untereinander und damit eine erste Entlastung für die Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft. Die Entlastung unterstützt die Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft bei ihren bereits vor der Vereinigung unternommenen massiven Anstrengungen, Kosten einzusparen und die Wirtschaftlichkeit zu steigern. "Unser Ziel ist es", so Vestring, "im Interesse unserer Mitgliedsunternehmen weiterhin die Kosten zu senken und die Qualität der Arbeit zu steigern".

Schon im Vorfeld der Fusion haben die Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft ihre Rechenzentren zusammengeschlossen und nach einer Vereinheitlichung ihrer Geschäftsprozesse die Beschaffung von Hardware und die Entwicklung von Software zusammengeführt.

Um unser Ziel der Qualitätssteigerung zu ereichen, werden wir die guten Lösungen, die alle Häuser derzeit bereits praktizieren, sammeln und zusammenführen, um im Ergebnis - beispielsweise im Bereich der Leistungen - eine optimale Heilbehandlung und Reintegration der Unfallverletzten an ihren Arbeitsplätzen zu ereichen.

Besonders überzeugt ist Vestring von den Vorteilen der gemeinsamen Nutzung von fachlichen Kompetenzen im Bereich der Prävention. "Wir werden intensiv an der Weiterentwicklung unserer Präventionsstrategien arbeiten, um eine weitere Reduzierung von Unfällen und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu erreichen. Die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten ist immer noch das beste Mittel, Kosten einzusparen", betont Vestring.

Wurde bereits in der Vergangenheit durch eine restriktive Personalpolitik in allen Häusern auf die Eindämmung der Verwaltungskosten streng geachtet, soll es fusionsbedingt keine Kündigungen geben, so Vestring, Versetzungen mit Einverständnis der Betroffenen sehr wohl. Vestring: "Selbstverständlich werden Stellen, die durch natürliche Fluktuation frei werden, zum sozialverträglichen Personalabbau genutzt."

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