
Mit einer neuen Kampagne unter dem Motto "Risiko raus!" will die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mit ihren Trägern in den kommenden zwei Jahren das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer stärken.
Wer mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, riskiert einen Unfall. Die Folgen unkonzentrierten Handelns im Verkehr können verheerend sein. Knapp 230.000 Unfälle pro Jahr ereignen sich hierzulande allein bei Transporten im Betrieb oder auf der Baustelle. Rund 150 davon enden tödlich. Hinzu kommen 23 000 Dienstwegeunfälle im Straßenverkehr mit rund 170 Toten pro Jahr. Auf dem Weg zur Arbeit oder zu Schule und nach Hause zurück verzeichnete die DGUV im vergangenen Jahr 175 000 Unfälle, über 500 mit tödlichem Ausgang.
Die traurige Wahrheit
Mit Rücksicht und Verantwortung hätten viele dieser Unfälle vermieden werden können, wie die Auswertung zahlreicher Unfälle zeigt. Ziel der neuen Kampagne "Risiko Raus!" ist es deshalb, das Bewusstsein der Beschäftigten für die Risiken im Verkehr zu fördern und das Verantwortungsgefühl füreinander zu stärken.
Faktor Mensch
Die Dachkampagne "Risiko raus!", an der auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer beteiligt sind, rückt den Faktor Mensch in den Mittelpunkt. Sie setzt genau da an, wo Sicherheitstechnik nicht mehr weiterhilft, etwa bei der Arbeitsorganisation und dem persönlichen Verhalten. In diesen Bereichen ist beispielsweise zu prüfen, ob Zeitdruck entsteht, der die Unfallgefahr erhöht. Insofern richtet sich die Kampagne nicht nur an die Beschäftigten, sondern ebenso an Vorgesetzte und Unternehmer, die das betriebliche Umfeld gestalten.
Die BG BAU beteiligt sich als Träger an der Kampagne "Risiko raus!" mit branchenspezifischen Aktionen zu drei Schwerpunkten:
- Mit Ladung sicher unterwegs: Im Mittelpunkt steht, wie die Sicherheit beim Transport von Lasten auf und zu den Baustellen verbessert werden kann.
- Sehen und gesehen werden: Unfälle im Zusammenhang mit schweren Baumaschinen sollen durch mehr Kamera-Monitorsysteme oder Wendesitze auf Fahrzeugen, und durch das Tragen von Warnkleidung vermieden werden.
- Junge Fahrer im Straßenverkehr: In überbetrieblichen Ausbildungszentren werden junge Leute mit Übungen im Lehrmobil und Fahrsimulator sowie Kurzvorträgen und einem Multimedia-Quiz für die Risiken im Straßenverkehr sensibilisiert.
