Die Abgase von Verbrennungsmotoren führen zu Vergiftungserscheinungen. Die anfänglichen Symptome wie Benommenheit und Unwohlsein reichen oft aus, um die Beschäftigten 'an die frische Luft' zu treiben. Aber selbst wenn Beschäftigte ohnmächtig werden und gerettet werden, fühlen sie sich meist schnell wieder fit und gehen nach ein oder zwei Tagen wieder arbeiten. Daher werden solche Unfälle den Berufsgenossenschaften meist nicht gemeldet, schließlich besteht die Meldepflicht erst bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen.
Erfahrungsberichte von Estrichlegern machen die hohen CO-Belastungen deutlich. Aussagen wie: "Mir ist manchmal ganz schön schlecht" oder "Mein Kollege war auch schon einmal im Krankenhaus" deuten an, dass auch den Beschäftigten klar ist, die CO-Konzentrationen sind eigentlich zu hoch.
Unfälle oder Zwischenfälle durch CO-Vergiftungen ereignen sich nicht nur im Zuständigkeitsbereich der Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft. So erlitt ein Teil der Eishockey-Mannschaft in Bremen CO-Vergiftungen, weil die Abgase der großen Eisbereitungsmaschine sich in den Ecken des Feldes gesammelt hatten und dort von den Spielern Schusstraining absolviert wurde. Inzwischen wird das Eis in Bremen mit einer elektrisch betriebenen Maschine aufbreitet.
Entsprechende Unfälle werden auch aus anderen Ländern gemeldet. So weist eine Statistik allein im Staat Washington in den USA für die Jahre 1994 bis 1999 insgesamt 42 CO-Vergiftungen bei Bauarbeitern auf. Aus Frankreich wird u.a. über einen tödlichen CO-Unfall durch ein dieselgetriebenes Stromaggregat berichtet, der sich 1999 ereignet hat.
