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AMS BAU AMS BAU im Gespräch mit der Firma Piepenbrock

AMS BAU im Gespräch mit der Firma Piepenbrock

23.10.2017 - Interview mit der Firma Piepenbrock auf der CMS (19. - 22.09.2017)

AMS BAU Arbeitsschutz mit System/Arbeitsschutzmanagementsystem

AMS BAU Interview Original

Foto: BG BAU - Martin Thoma

Auf dem Bild sehen Sie (von links): Holger Möllmann, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Piepenbrock Service GmbH + Co. KG, Petra Pilz Jahn, AP BG BAU, AMS BAU Begutachterin, Arnulf Piepenbrock, Geschäftsführender Gesellschafter.

Arnulf Piepenbrock und Horst Keen im Gespräch mit Doreen Butze von der BG BAU.

Fragen:

1.    Welchen Stellenwert genießt der Arbeitsschutz in Ihrem Unternehmen?

Herr Piepenbrock
Der Arbeitsschutz genießt in unserem Unternehmen einen ganz hohen Stellenwert und das auch schon relativ lange. Herr Keen war einer der Mitarbeiter, der das Thema vor Jahren schon voran gebracht hat.

Herr Keen
Zuerst geschah dies zwar gegen den Widerstand der Mitarbeiter, weil Arbeitsschutz vor 10 Jahren noch als Belastung angesehen wurde. Mittlerweile haben wir aber diesbezüglich eine sehr hohe Akzeptanz und auch die Notwendigkeit wird heute gesehen.

Herr Piepenbrock
Wir als Familienunternehmen stehen natürlich insbesondere hinter diesem Thema, weil unsere Mitarbeiter unser höchstes Gut sind. Wir müssen sicherstellen, dass alles im Sinne unserer Mitarbeiter so geklärt ist, dass der Arbeitsschutz ganz vorne steht und dass die Gesundheit unserer Mitarbeiter sichergestellt ist. Von daher sind die Inhalte zum Arbeitsschutz bei uns schon gelebte Praxis und etwas, das wir schon lange in unsere Philosophie aufgenommen haben.


 

2.    Wie sind Sie auf AMS BAU aufmerksam geworden?

Herr Piepenbrock
AMS BAU hing bei uns eng mit der BG BAU zusammen, mit der wir schon lange zusammenarbeiten.

Herr Keen
Erste Berührungspunkte gab es in Bremen. Dort konnten wir erste Erfahrungen sammeln. Danach ging es weiter nach Dortmund und Hessen. Anschließend erfolgte der große Schritt hin zur Begutachtung des Gesamtunternehmens gemeinsam mit der AMS BAU-Koordinierungsstelle in Berlin.


 

3.    Welche Gründe gab es für Sie eine persönliche Arbeitsschutzorganisation mit AMS BAU aufzubauen?

Herr Keen
Wir sind uns sicher, dass wir mit unseren Prozessen, die wir in einem integrierten Managementsystem abgebildet haben, keine Separierung von Arbeitsschutz benötigen. Unser Ziel ist die Ausrichtung an unseren wirtschaftlichen Prozessen und an den Kundenanforderungen, um einzuschätzen was wir bezüglich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu berücksichtigen haben und welche Gesetzesanforderungen zutreffen. Die Anwender, die in der Umsetzung stehen, sollen nicht spüren, dass es um Arbeitsschutz geht, sondern dass es Gegenstand der ganz normalen täglichen Arbeit ist.


 

4.    In welcher Form hat Sie die BG BAU bei der Durchsetzung und Planung unterstützt?

Herr Piepenbrock
Die BG BAU hat uns sehr intensiv unterstützt.

Herr Keen
Es fing damit an, dass wir in kleinen Einheiten, in Bremen, Dortmund und Hessen mit unterschiedlichen Beratern zusammen arbeiteten. Auch beim unternehmensweiten Aufbau unterstützten uns Berater und die AMS BAU-Koordinierungsstelle. Unser Ziel war es natürlich die 11 Arbeitsschritte nach AMS BAU in unsere Dokumenten- und Anweisungsmatrix zu integrieren und deshalb haben wir auch gemeinsam eine Übersetzungsmatrix erstellt. Das konnten wir nur gemeinsam mit den Vertretern der BG BAU erledigen.

Herr Piepenbrock
Sehr gut funktioniert die Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle als zentrale Ansprechpartnerin. Dort haben sich die Mitarbeiter um die organisatorischen Belange gekümmert und somit gestalteten sich die Kommunikation und der Dialog wesentlich einfacher.


 

5.    Welche konkreten Punkte konnten Sie mit AMS BAU in ihrem Unternehmen verbessern?

Herr Piepenbrock
Wir können uns nun beim Thema Arbeitsschutz stärker über Kennziffern steuern. Wir wissen genau wo welche Unfälle passiert sind, und können das gezielt angehen. Da gibt es eine Menge Möglichkeiten für uns, die wir jetzt schon nutzen aber die wir auch noch viel stärker nutzen wollen. Das Thema Krankheit/Ausfall von Mitarbeitern ist ein sensibles, ganz wichtiges Thema. Da müssen wir sehen welche Ursachen vorliegen, damit wir entsprechend gegensteuern können.


 

6.    Welche Wettbewerbsvorteile versprechen Sie sich von der Begutachtung durch AMS BAU?

Herr Piepenbrock
Dieses Zertifikat hat einen sehr hohen Stellenwert für uns. Wir haben viele große Auftraggeber, bei denen das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz von sehr großer Bedeutung ist. Dienstleister und Lieferanten, die für einen Kunden tätig sind, gehen in dessen statistische Erhebungen ein und prägen auch dessen Außenwirkung. Nicht nur eine Nullfehlertoleranz bei unseren Kunden, sondern auch Unfallzahlen, die dann auch teilweise veröffentlicht werden, sind wichtige Kennziffern. Da müssen wir uns anpassen. Es ist natürlich ein wichtiges Gütesiegel für uns, wenn wir dieses Zertifikat haben. Der Kunde fühlt sich damit auch sicherer. Gerade bei den großen Auftraggebern spielt das eine sehr wichtige Rolle.


 

7.    Was halten Sie von einer Digitalisierung des AMS BAU-Angebotes?

Herr Piepenbrock
Alle sprechen von einer Welt 4.0. Die Digitalisierung spielt für uns auch eine ganz wichtige Rolle in sämtlichen Prozessen. Wenn in diesem Zusammenhang digitale Materialien angeboten werden, die von Interesse sind, dann ist das natürlich außerordentlich lobenswert zu erwähnen.

Herr Keen
Wir verfügen heute schon über ein gewisses Maß an Digitalisierung. Wir stellen unseren Mitarbeitern diese Inhalte und Vorlagen mit einem Dokumentenmanagementsystem zur Verfügung. Diese werden natürlich dann auch in der Interaktion mit unseren Kunden genutzt. Wir haben auch die AMS BAU Inhalte in unser Dokumentensystem integriert.

Herr Piepenbrock
Über diesen Weg stellen wir sicher, dass immer alles auf dem neuesten Stand ist. Wir koordinieren alles von einer zentralen Stelle aus. Und das auch schon relativ lange.


 

8.    Was möchten Sie anderen Unternehmen mitgeben hinsichtlich des Arbeitsschutzes?

Herr Piepenbrock
Wir befinden uns mit unserer Dienstleistung (Gebäudereinigung wie auch Facility Management) in einem harten Wettbewerb, das ist einfach so. Es existiert die Gefahr, dass der eine oder andere, vielleicht aus Kostengründen, auf die Einhaltung von Regeln zum Arbeitsschutz verzichtet oder diese nicht so konsequent einhält. Wir sagen aber: Arbeitsschutz hat eine große Bedeutung für uns. Wir können nur jedem Wettbewerber raten: Macht dort alles richtig. Das ist für die Branche wichtig! Das ist für die Mitarbeiter wichtig! Wir sehen diesbezüglich für uns zurzeit einen gewissen Wettbewerbsvorteil, und den werden wir nutzen und wollen wir auch nutzen.
Und gerade bei den größeren Ausschreibungen haben wir da zurzeit einen Vorteil, wenn wir dieses Thema in den Mittelpunkt stellen.
Der Kostendruck darf nicht in den Vordergrund gestellt werden, sondern der Schutz aller Mitarbeiter! Und dann werden auch die einen oder anderen Wettbewerber uns folgen.

Herr Keen
Ergänzend würde ich dazu gerne noch sagen: Wer Mitarbeiter gewinnen möchte, wer Mitarbeiter auch binden möchte, muss den Mitarbeitern natürlich auch einen gesunden und sicheren Arbeitsplatz geben.

Vielen Dank für das Interview!


 
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